Vorschläge und Kritiken zur Sprechaktklassifikation

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Details
Autor: Judith Huber
Fach: Romanistik - Allgemeines u. Fächerübergreifendes
Veranstaltung: Proseminar "Einführung in die linguistische Pragmatik"
Institution/Hochschule: Universität Hamburg (Institut für Romanistik)
Jahr: 2003
Seiten: 15
Note: 1
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 204 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-22758-2
Kommentar des Professors: Ihnen ist eine insgesamt voll überzeugende (1,0) Darstellung gelungen. Diese ist: gut aufgebaut; sehr gut formuliert;formal prima präsentiert. (...) Sie gibt einen knappen, präzisen, informativen und zutreffenden Einblick in den gewählten Themenbereich, mit dem Sie sich intensiv und erfolgreich befasst haben. (...) Ihre Ausarbeitung kann als Einleitung in den Fragebereich gelesen werden. Dies ist für eine Arbeit im Rahmen eines Ib Seminars eine beachtliche Leistung.
Textauszug (computergeneriert)
Vorschläge und Kritiken zur Sprechaktklassifikation
Vorgelegt von: Judith Huber
Inhaltsverzeichnis
A) Einleitung 3
B) Vorschläge und Kritiken zur Sprechaktklassifikation 3
1. Zum Begriff des Sprechakts 3
2. Austins Vorschlag zur Sprechaktklassifikation 5
3. Searles Kritik an Austin und sein Klassifikationsvorschlag 6
4. Ballmers Kritik an Searle 8
4.1 Willkürliche Vorentscheidungen bei der Formulierung der illokutionären Zwecke 8
4.2 Mangelnde Differenzierung des Kriteriums der Anpassungsrichtung 9
4.3 Abhängigkeit der Sprechakttypzuordnung vom jeweiligen propositionalen Gehalt 10
4.4 Klassifikation von Sprechaktaspekten, nicht von Sprechakten 10
C) Zusammenfassung 11
D) Verzeichnis der verwendeten Literatur 12
A) EINLEITUNG
"Statt dauernd nur zu reden, sollten wir lieber endlich mal handeln !" Ein oft gehörter Satz, dessen Aussage auf den ersten Blick der Sprechakttheorie der linguistischen Pragmatik völlig widerspricht. Denn diese besagt, dass man schon handelt, indem man nur etwas sagt. Durch sogenannte Sprechakte vollziehen wir Handlungen. Das ist etwa am Beispiel einer Kriegserklärung leicht nachzuvollziehen, nach deren Äußerung die Welt erheblich verändert ist. Der Sprechakt oder auch illokutionäre Akt ist der zentrale Begriff in der linguistischen Pragmatik. Für sie ist er ungefähr das, was für die Morphologie das Morphem, oder für die Phonologie das Phonem ist: die Grundeinheit dieses Bereichs der Linguistik. Es sind einige Versuche unternommen worden, für die vielen verschiedenen Sprechakte ein Schema zu finden, mit dem sie in einzelne Klassen eingeteilt werden könnten. Um diese Klassifikationsvorschläge und die Kritik daran wird es in vorliegender Arbeit gehen.
Zunächst soll noch einmal kurz der Sprechaktbegriff erläutert werden, seine Glückensbedingungen, sowie John R. Searles Definition des Sprechakts über drei Teilakte. Danach beginnt mit John L. Austins Klassifikationsvorschlag das eigentliche Thema. Es folgt Searles Kritik daran, und dessen eigener Verbesserungsvorschlag. Als Beispiel für eine der vielen Kritiken an Searle soll anschließend auf Thomas T. Ballmers vier Einwände gegen dessen Taxonomie genauer eingegangen werden.
B) VORSCHLÄGE UND KRITIKEN ZUR SPRECHAKTKLASSIFIKATION
1. Zum Begriff des Sprechakts
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