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Zu: Karl Marx, Das Kapital, Buch I. Kapitel 1. Die Ware

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2002, 24 Pages
Author: Ali Haydar Özdemir
Subject: Philosophy - Philosophy of the Present

Details

Event: HS: Die Marxsche Wertformanalyse
Institution/College: University of Münster (Philosophie)
Tags: Karl, Marx, Kapital, Buch, Kapitel, Ware, Marxsche, Wertformanalyse
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2002
Pages: 24
Grade: zwei
Language: German
Archive No.: V18469
ISBN (E-book): 978-3-638-22814-5
ISBN (Book): 978-3-638-64572-0
File size: 197 KB

Abstract

Karl MARX gehört seit dem Erscheinen seines ,,Manifestes der Kommunistischen Partei" im Jahr 1948 zu den am heftigsten diskutierten Sozialwissenschaftlern der Neuzeit. Seine wissenschaftliche Analyse der historischen Genese des Kapitalismus und die darin entwickelte Klassentheorie hat die Weltgeschichte seit der Mitte des 19. Jahrhunderts maßgeblich geprägt. Im Vorwort zu seinem Werk ,,Das Kapital" sagt Karl MARX, dass es der Zweck dieses Werkes sei, das ökonomische Bewegungsgesetz der modernen Gesellschaft zu enthüllen, d. h. der kapitalistischen, bürgerlichen Gesellschaft. Die Erforschung der Ware der gegebenen, historisch bestimmten Gesellschaft in ihrer Entstehung und ihrer Entwicklung ist der Inhalt der ökonomischen Lehre von MARX. In der kapitalistischen Gesellschaft herrscht die Produktion von Waren, und die MARXsche Analyse beginnt daher mit ihrer Analyse. Aufgabe der Autoren war es, die MARXsche Wertlehre, insbesondere das Kapitel 1, zu erörtern. Diese Fokussierung auf das erste Kapitel legt eine Behandlung im Sinne einer Würdigung der gewählten Lesestelle nahe, um dabei nicht in den Reihen der Verwerfer oder aber der Apologeten der MARXschen Wertlehre zu landen. Die vorliegende Arbeit ist das Ergebnis einer möglichst unbefangenen Näherung an den Denker und Ökonom MARX. Ali Özdemir


Excerpt (computer-generated)

Karl Marx, Das Kapital, Buch I.
Kapitel 1. Die Ware

 



Ali Haydar Özdemir

Inhalt 1

Einleitung 3

1 Die Ware 4

2 Gegenstand  4

3 Gebrauchswert  5

4 Wert  7

5 Substanz 10

6 Größe  12

7 Wertform 14

8 Eigentümlichkeiten der Äquivalentform 16

9 Fetischcharakter der Ware  18

Schlusswort  21

Literaturverzeichnis 23

 

 

 


Einleitung

Karl MARX gehört seit dem Erscheinen seines ,,Manifestes der Kommunistischen Partei" im Jahr 1948 zu den am heftigsten diskutierten Sozialwissenschaftlern der Neuzeit. Seine wissenschaftliche Analyse der historischen Genese des Kapitalismus und die darin entwickelte Klassentheorie hat die Weltgeschichte seit der Mitte des 19. Jahrhunderts maßgeblich geprägt. Im Vorwort zu seinem Werk ,,Das Kapital" sagt Karl MARX, dass es der Zweck dieses Werkes sei, das ökonomische Bewegungsgesetz der modernen Gesellschaft zu enthüllen, d. h. der kapitalistischen, bürgerlichen Gesellschaft. Die Erforschung der Ware der gegebenen, historisch bestimmten Gesellschaft in ihrer Entstehung und ihrer Entwicklung ist der Inhalt der ökonomischen Lehre von MARX. In der kapitalistischen Gesellschaft herrscht die Produktion von Waren, und die MARXsche Analyse beginnt daher mit ihrer Analyse. Aufgabe der Autoren war es, die MARXsche Wertlehre, insbesondere das Kapitel 1, zu erörtern. Diese Fokussierung auf das erste Kapitel legt eine Behandlung im Sinne einer Würdigung der gewählten Lesestelle nahe, um dabei nicht in den Reihen der Verwerfer oder aber der Apologeten der MARXschen Wertlehre zu landen. Die vorliegende Arbeit ist das Ergebnis einer möglichst unbefangenen Näherung an den Denker und Ökonom MARX.

1 Die Ware

Im Kapitalismus erscheint der gesellschaftliche Reichtum als Ansammlung von Waren. Waren haben einen Gebrauchswert: sie befriedigen menschliche Bedürfnisse. Waren haben aber auch einen Tauschwert: sie tauschen sich in bestimmten Proportionen. Der Tauschwert ist die Form, in der sich der Wert - die in der Ware vergegenständlichte Arbeit - ausdrückt. Die Größe des Werts ist die Arbeitszeit. Insofern Waren Gebrauchsgegenstände sind war zu ihrer Herstellung konkrete, nützliche Arbeit erforderlich; für den Wert, der sich allein durch die Arbeitszeit misst, kommt es aber nicht darauf an, welche Arbeit geleistet wurde, sondern nur, dass Arbeit geleistet wurde: abstrakt menschliche Arbeit.

2 Gegenstand

Gegenstand der Marxschen Analyse ist eine ganz bestimmte Gesellschaft: die kapitalistische. "Der Reichtum der Gesellschaften, in welchen kapitalistische Produktionsweise herrscht, erscheint als eine ‚ungeheure Warensammlung′, die einzelne Ware als seine Elementarform. Unsere Untersuchung beginnt daher mit der Analyse der Ware."1 Deswegen sind dem Folgenden allgemeine Aussagen über "Gesellschaft" nur insofern zu entnehmen, als sie bei der Analyse der kapitalistischen Gesellschaft auftreten. Der einfache Warentausch ist daher auch keine irgendwann historisch anzutreffende Vorform des Kapitalismus, sondern eine Abstraktion. Im Kapital 1 stellt MARX den Produktionsprozess des Kapitals rein dar, das heißt unabhängig von eventuellen Modifikationen und vor allem unabhängig von den Formen, die Gesetze der kapitalistischen Produktion durch Konkurrenz, Staat, Weltmarkt erhalten. Dies hatte sich MARX für weitere Bände vorbehalten: Die Gesetze der kapitalistischen Produktionsweise sind zu unterscheiden von den Formen, in denen sich die Gesetze zeigen und den Mechanismen, durch die sie sich durchsetzen (z.B. Konkurrenz).

3 Gebrauchswert

[...]


1 MARX, K. (1867). Das Kapital. Erster Band. Buch I: Der Produktionsprocess des Kapitals. Hamburg, Verlag von Otto Meissner. S.17.


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