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Interkulturelles Management im Rahmen der Organisationsentwicklung

Termpaper, 2003, 24 Pages
Author: Rene Teichmann
Subject: Economics / Business: Personnel and Organisation

Details

Category: Termpaper
Year: 2003
Pages: 24
Grade: 1.3
Language: German
Archive No.: V18509
ISBN (E-book): 978-3-638-22843-5

File size: 114 KB


Excerpt (computer-generated)

Hochschule Harz
Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Hausarbeit im Rahmen der Veranstaltung
Veränderungsmanagement
Wintersemester 2002/03

Interkulturelles Management im Rahmen der Organisationsentwicklung

Rene Teichmann

 

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung  1

2 Interkulturelles Management   1
2.1 Kultur  2
2.2 Kulturstandards  4

3 Die Kulturdimensionen nach Hofstede  4
3.1 Die Instanzen der kulturellen Prägung  5
3.2 Die Machtdistanz  6
3.3 Individualismus und Kollektivismus  10
3.4 Maskulinität und Feminität  13
3.5 Die Unsicherheitsvermeidung  15
3.6 Kritik an der Theorie Hofstedes  17

4 Integration von Kulturunterschieden in Veränderungsprozessen 18

5 Zusammenfassung und Ausblick  19

 

1 Einleitung

In der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts musste die weltmarktbeherrschende amerikanische Wirtschaft einen erheblichen Rückschlag hinnehmen. Japanische Unternehmen, bisher ohne bedeutende Stellung auf dem Weltmarkt, erzielten mit ähnlichen technischen Ausstattungen, wie sie in den Vereinigten Staaten ebenfalls vorhanden waren, Effizienzen, die schier unerreichbar schienen und konnten demzufolge erhebliche Preisvorteile nutzen. Folglich musste es für dieses Phänomen andere Ursachen geben. Man untersuchte die Personalstrukturen, Arbeits- und Führungsmethoden in Unternehmen vergleichbarer Sektoren und ergründete erhebliche Differenzen in den angeführten Bereichen.

Die stetig zunehmende Internationalisierung und Globalisierung, die verbunden mit der fortschreitenden Entwicklung von modernsten Kommunikationsmöglichkeiten ist, führt zusätzlich zu einem erheblichen Potential und Entwicklungsbedarf in der multikulturellen Managemententwicklung. Durch den sich stark erhöhenden Wettbewerbsdruck, der durch zunehmend homogene Produkte unterstützt wird, sind immer mehr auch mittelständische Unternehmen gezwungen, neue Märkte auf internationalem Terrain zu bearbeiten.

Durch die sich kontinuierlich verändernden Marktbedingungen sind alle Unternehmen mit ihren Mitarbeitern ebenfalls einem fortdauernden Veränderungsprozess ausgesetzt, welcher demzufolge kontrolliert gesteuert werden muss. Ziel dieser Arbeit soll es sein, zu Beginn die Grundlagen für das Verständnis von interkulturellem Management darzustellen, um im Hauptteil über die Erläuterung von Kulturunterschieden, die auf Basis der vergleichenden Kulturforschung ermittelt worden sind, mögliche Handlungsanweisungen für die Praxis abzuleiten. Diese sollen zur Unterstützung und Sicherstellung des Erfolgs von Veränderungsprozessen dienen.

2 Interkulturelles Management

Zur Lösungsfindung für die in der Einleitung erwähnten Problemfelder und Ableitung von Handlungsempfehlungen für die Praxis entwickelte sich in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts ein völlig neuer Wissenschaftsbereich. „Das Interkulturelle Management beschäftigt sich mit den kulturbedingten Unterschieden in Arbeitsorganisationen sowie im Führungs- und Arbeitsverhalten von Menschen.“( o.V., 2002, http://www.ifim.de/faq/faq-einfuehrung.htm) Durch die Fokussierung auf den Umgang mit Menschen werden vielseitige Arbeitsfelder wie die eigentliche Personalführung, das Konflikt- und Veränderungsmanagement, die Reglung von Arbeitsanweisungen und der Organisationsaufbau sowie verbundene Arbeitsfelder tangiert. Es ist verständlich, dass sich die Betrachtung nicht nur auf unternehmens interne Faktoren beschränken darf. Die Befähigung des Verständnis ses von Geschäfts- und Kundenbeziehungen inklusive den verschiedenartigen Ausprägungen der Betrachtung von Verträgen sind ebenfalls wichtige Punkte in der internationalen Ausrichtung einer Unternehmung.

Erste Theorien wurden zum Ende der sechziger Jahre veröffentlicht. Die Basisarbeit für das interkulturelle Management stellt die im Jahr 1959 veröffentliche sozioökonomische Orientierung von Harbinson und Myer dar. Diese präsentierten nach der Durchführung einer empirischen Studie über zwölf Nationen auf der Stufe verschiedener damaliger Industrialisierungsgrade, dass die Arbeit und Funktion des Managements von der Fortschreitung der Industrialisierung in dem zu betrachtenden Land abhängig ist. Bei den Ländern handelte es sich um Indien, Ägypten, Chile, Israel, Frankreich, Japan, Deutschland, Schweden, Großbritannien, die damalige Sowjetunion sowie die USA. Spätere Studien (umfassende Liste im Hasenstab, 1998, S.85) stellten aber hingegen heraus, dass man in der Industrialisierung nur einen Faktor von vielen betrachtete und sich der Problemkreis weitaus komplexer gestaltet.

2.1 Kultur

Um im Rahmen von interkulturellem Management optimale Erfolge zu erzielen, ist das Verständnis von Kultur und Kulturunterschieden absolut elementar. Es existieren inzwischen über 160 verschiedene Definitionen von Kultur mit diversen Unterschieden in der Auslegung und Interpretation. Nachfolgend werden einige präsentiert: „Kultur ist ein System zur Produktion, Übermittlung, Speicherung und Verarbeitung von Information. Kommunikatio n hat weniger mit dem Senden von Botschaften zu tun als mit dem Auslösen von Reaktionen. Es kommt mehr darauf an, die richtigen Reaktionen auszulösen als die richtigen Botschaften zu senden.“ (Hall/Twitchell/Reed, 1984; zitiert nach Barmeyer, 2000, S. 25).

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