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Innerbetriebliche Konflikte aus der Perspektive der Principal-Agent-Theorie

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2003, 19 Pages
Author: Sebastian Günther
Subject: Economics / Business: Personnel and Organisation

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2003
Pages: 19
Grade: 2,0
Language: German
Archive No.: V18614
ISBN (E-book): 978-3-638-22922-7

File size: 220 KB


Excerpt (computer-generated)

Innerbetriebliche Konflikte aus der
Perspektive der Principal-Agent-Theorie

 


Gliederung

1. Problemstellung  1

2. Grundlagen der Principal-Agent-Theorie  2

2.1. Merkmale der Principal-Agent-Beziehung 2

2.1.1. Verhaltensinterdependenzen und Interaktionen zwischen Prinzipal und Agent 2
2.1.2. Asymmetrische Informationsverteilung 3
2.1.3. Divergierende Zielvorstellungen und Interessen als Basis von Konflikten 5

3. Formen von Informationsasymmetrien und diesen adäquate Kooperationsdesigns unter konflikttheoretischer Betrachtung 6

3.1. Hidden-Action 7

3.1.1. Grundstruktur 7
3.1.2. Konfliktberücksichtigung bei der Gestaltung adäquater Kooperationslösungen 8

3.2. Hidden-Intention 10

3.2.1. Grundstruktur 10
3.2.2. Konfliktberücksichtigung bei der Gestaltung adäquater Kooperationslösungen 11

4. Zusammenfassung 13

Literaturverzeichnis II

 


 


1. Problemstellung

Aus der Perspektive des institutionellen Organisationsbegriffes stellen sich Unternehmen als soziale, zielgerichtete Gebilde dar, in denen zwei oder mehr Personen miteinander kooperieren, um ein bestimmtes Organisationsziel zu erreichen.1 Individuelle Entscheidungen, die von den Mitgliedern der Organisation getroffen werden, bestimmen das Ausmaß der Erreichung dieses Organisationszieles. Damit die Realisierung des Gesamtzieles der Organisation gewährleistet werden kann, bedarf es der Koordination dieser Einzelentscheidungen. Erschwert wird diese Koordination durch die Tatsache, dass die an der Erledigung bestimmter Teilaufgaben beteiligten Personen im Unternehmen sich nicht ausschließlich der Verfolgung des Unternehmensziels unterwerfen, sondern individuelle Ziele verfolgen und dass, insbesondere bei zunehmender Unternehmensgröße, die Aktionen Einzelner nur schwer bzw. kostenintensiv beobachtet werden können und stark unterschiedliche Informationsstände der Beteiligten die opportunistische Ausnutzung eines Informationsvorsprunges ermöglichen.2 Die Problematik der aus unterschiedlichen Informationsständen und Interessengegensätzen resultierenden Konfliktsituationen ist Untersuchungsgegenstand der, in dieser Arbeit betrachteten, Principal-Agent-Theorie, einem der Neuen Institutionenökonomik angehörenden Ansatz zur Analyse von Leistungsbeziehungen zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern.3

Um die entstehenden Konfliktsituationen insbesondere im innerbetrieblichen Geltungsbereich identifizieren und eingehender auf ihre Entstehung und ihre Ausprägungen untersuchen zu können, wird in der vorliegenden Arbeit zunächst unter Gliederungspunkt 2 das Verhältnis zwischen Prinzipal und Agent näher erläutert. Ein Hauptaugenmerk soll dabei auf Verhaltensinterdependenzen zwischen beiden Parteien, sowie auf die wesentlichen Merkmale der Beziehung, asymmetrische Informationsverteilung und Interessengegensätze, gelegt werden. Im Kern der Arbeit befasst sich Gliederungspunkt 3 dann mit der Analyse spezifischer Konfliktproblematiken, die aus, in der Principal-Agent-Theorie unterschiedenen Formen asymmetrischer Informationsverteilung und damit verbundenen Risiken eigennützigen Verhaltens resultieren und die erwähnte Koordination von unternehmenszielkonformen Einzelentscheidungen entscheidend erschweren. Die so herausgearbeiteten Befunde sollen abschließend unter Gliederungspunkt 4 zusammengefasst werden.

2. Grundlagen der Principal-Agent-Theorie

2.1. Merkmale der Principal-Agent-Beziehung

Im Rahmen einer Principal-Agent-Beziehung werden zwei Parteien unterschieden. Die als Agent bezeichnete Partei handelt dabei im Namen oder als Vertreter der anderen, Prinzipal genannten, Partei.4 Im Folgenden soll zuerst die Vielzahl der im Unternehmenskontext denkbaren Ausprägungen einer Principal-Agent-Beziehung auf die ihnen gemeinsamen, wesentlichen Elemente reduziert werden, um die Grundstruktur einer solchen Beziehung darzustellen.

2.1.1. Verhaltensinterdependenzen und Interaktionen zwischen Prinzipal und Agent

[...]


1 Vgl. Laux, H./Liermann, F., 1990, S. 3; Kah, A., 1994, S. 1
2 Vgl. Picot, A./ Dietl, H./ Franck, E., 1997, S. 86; Kah, A., 1994, S. 1 ff.
3 Vgl. Elschen, R., 1991, S. 1002
4 Vgl. Kah, A., 1994, S. 16


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