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Argumentieren - Eines der wichtigsten sprachlichen Mittel

Scholary Paper (Seminar), 2003, 21 Pages
Author: Sebastian Hagedorn
Subject: Rhetoric / Elocution / Oratory

Details

Event: Argumentationstheorie
Institution/College: RWTH Aachen University (Germanistik)
Tags: Argumentieren, Eines, Mittel, Argumentationstheorie
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2003
Pages: 21
Grade: 2.0
Language: German
Archive No.: V18705
ISBN (E-book): 978-3-638-22988-3

File size: 221 KB


Excerpt (computer-generated)

Argumentieren
Eines der wichtigsten sprachlichen Mittel



Sebastian Hagedorn

1. Einleitung

2. Grundkenntnisse der Argumentationstheorie

3. Argumente und Argumentation

3.1 Warum argumentieren?
3.2 Was ist ein Argument
3.3 Aufbau eines Arguments
3.4 Was ist eine Argumentation
3.5 Gültigkeit von Argumenten und Argumentationen
3.6 Logische Folgerung
3.7 Konversions-Fehlschluss: Wie erkenne ich falsche Argumente?

4. Argumentationsschema

4.1 Entwicklung eines Argumentationsschemas
4.2 Umkehr von Datum und Konklusion

5. Unterschiedliche Auffassungen von Argumentation

6. Zusammenfassung

7. Literaturangaben





 

 

 

1. Einleitung

Wer ist noch nicht in eine Situation gelangt, in der er sich und seine Meinung rechtfertigen musste, sei es in einer Firmensitzung, in einer Diskussion oder einem Streitgespräch? Man kann sich kaum vorstellen, dass sich jemand davon freisprechen kann, noch nie auf seiner Meinung beharrt zu haben. Was haben diese "Gespräche" gemeinsam? Sie bauen alle auf einer Argumentation auf. Es werden in fast jeder Lebenslage Argumente für bestimmte Gegenstände oder Sachverhalte gegeben, ob es bei einer Produktpalette oder in der Politik, bei Talkshows oder bei Geschwisterstreitereien ist. Es ist auffallend, dass sich im Laufe der Zeit nicht nur die Gesellschaft, sondern auch die Wichtigkeit und die Art der Argumentation verändert hat. Es wird heutzutage viel häufiger diskutiert als früher, und überall werden einem etwa in der Werbung neue Produkte durch Argumente angepriesen. Es hat sich für mich daher die Frage gestellt, was sich mit der Zeit in der Argumentation geändert hat und wie heute argumentiert wird. Ich gebe im ersten Teil meiner Arbeit eine Einführung in die Argumentationstheorie, in der ich kurz an Hand des Syllogismus nach Aristoteles eine Theorie erkläre, die schon in der Antike aufgestellt und bis heute immer weiterentwickelt wurde. Im anschließenden Teil der Arbeit beschäftige ich mich mit einer moderneren Auffassung der Argumentation nach A. Bühler, es werden Fragen nach dem Sinn und dem Aufbau einer Argumentation, aber auch nach deren Gültigkeit bearbeitet. Weiterhin erscheint mir das Argumentationsschema nach S. Toulmin sehr wichtig für die moderne Argumentation, es greift den Syllogismus nach Aristoteles auf und ergänzt ihn so, dass man verständliche Argumentationen führen kann. Im letzten Teil meiner Arbeit beziehe ich mich auf unsere direkte Umwelt, indem ich unter anderem nach der Veränderung von Argumentikon in der Gesellschaft frage und Aussagen von Kopperschmidt aufführe.

2. Grundkenntnisse der Argumentationstheorie

Ich möchte, bevor ich auf die tiefsinnigeren Theorien der Argumentation eingehe, zuerst eine Art Grundlage schaffen, damit der Leser im weiteren Verlauf der Arbeit sieht, worauf aufgebaut wird und was sich eventuell verändert hat oder weiterentwickelt wurde. Eine der wichtigsten Theorien, den Syllogismus, hat Aristoteles (384-322 v.u.Z.) schon in der Antike entwickelt. Mit diesem Syllogismus war es von da an möglich die Struktur von Aussagen, wie etwa Argumenten zu analysieren. Diese Struktur besteht aus einer Voraussetzung, der ersten Prämisse, einer Annahme, der zweiten Prämisse und einem daraus resultierenden Schluss, der Konklusion. Ein Schluss ist dabei eine Rede, in der bei bestimmten Annahmen etwas anderes als das Vorausgesetzte auf Grund des Vorausgesetzten mit Notwendigkeit folgt (Vgl. Aristoteles 1992:1). Allgemein gesagt bedeutet dies, dass aus bestimmten Annahmen und Voraussetzungen ein Schluss gezogen wird. Würde man diese Struktur auf ein Argument anwenden, wäre bei folgendem Argument: Alle Bäume sind aus Holz. Da vorne ist ein Baum. Also ist der Baum da vorne aus Holz.

der erste Satz die Voraussetzung, der zweite die Annahme und der dritte der daraus resultierende Schluss. Hierbei wird vom Allgemeinen zum Speziellen hin ausgegangen, indem zuerst eine Art Regel für die Allgemeinheit aufgestellt wird (alle Bäume), die dann auf etwas Spezielles angewendet wird (ein Baum), aus welchem jetzt ein bestimmter Sachverhalt geschlossen wird. Es gibt verschiedene Arten von Schlüssen, die ich aber nur kurz erwähnen möchte: Die Demonstration, bei der der Schluss aus wahren und ersten Sätzen gewonnen wird, wobei wahre und erste Sätze durch sich selbst glaubhaft sind und nicht durch andere erklärt werden müssen (Beispiel: Bei Null Grad gefriert Wasser). Ebenfalls gibt es den dialektischen Schluss, der aus wahrscheinlichen Sätzen gezogen wird (Beispiel: Rauchen verursacht Krebs). Wahrscheinliche Sätze sind solche, die von den Meisten befürwortet werden. Zudem möchte ich noch den Streitschluss und den Fehlschluss erwähnen. Ersterer baut auf scheinbaren, nicht wirklich wahrscheinlichen Sätzen auf (Beispiel: Kaiserslautern ist der beste Fußballverein), zweiter folgert aus Annahmen, die weder wahr, noch wahrscheinlich sind (Beispiel: Die Erde ist der Mittelpunkt des Universums) (vgl. Aristoteles 1992:1\2). Ein Syllogismus muss aus eindeutigen Grundaussagen bestehen, um allgemein verständlich zu sein, verwendet man etwa ein Wort wie Hamburger in unscheinbarem Kontext, so kann eventuell Verwirrung entstehen: Hamburger finde ich toll (Die Bewohner der Stadt oder das Essen).

3. Argumente und Argumentation

3.1 Warum argumentieren?

[...]


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