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Der Praxeologiebegriff Dietrich Benners und die Lebensweltorientierung

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2003, 23 Pages
Author: Jan Versteegen
Subject: Pedagogy - General

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2003
Pages: 23
Grade: 3
Language: German
Archive No.: V18712
ISBN (E-book): 978-3-638-22994-4

File size: 203 KB


Excerpt (computer-generated)

 

 

Der Praxeologiebegriff Dietrich Benners 
und die Lebensweltorientierung

 

 

Inhalt

1 Einleitung 2

2 Definition "Praxeologie" 3

3 Die Idee einer auf Prinzipien beruhenden Pädagogik 5
3.1 Prinzip der Bildsamkeit 7
3.2 Prinzip der Aufforderung zur Selbsttätigkeit 8
3.3 Prinzip der Überführung gesellschaftlicher in pädagogische Determination 9
3.4 Prinzip der nicht-hierarchischen und nicht-teleologischen Ordnung der menschlichen Gesamtpraxis 11
3.5 Die Verbindung zur Praxeologie 11

4 Darstellung der Theorie zur Lebensweltorientierung 12
4.1 Der Lern-Ansatz von MEYER-DRAWE 12
4.2 Der kommunikative Ansatz von MOLLENHAUER 15

5 Die Verbindungslinien zwischen BENNERs Praxeologie und der lebensweltorientierten Pädagogik 16

6 Literaturverzeichnis 21

 

1 Einleitung

Schon immer hat es unterschiedliche Auffassungen darüber gegeben, in welchem Verhältnis Theorie und Praxis der Pädagogik zueinander stehen (vgl. dazu z.B. den Zeitschriftenartikel "Das Verhältnis von Theorie und Praxis im Wandel von der prinzipienwissenschaftlichen zur skeptischen Pädagogik" von BREINBAUER (BREINBAUER (1994)) oder den Artikel "Auf der Suche nach ihrer Praxis. Zum Gegensatz von ‚ermutigender Pädagogik′ und ‚enttäuschter Erziehungswissenschaft′" von FLITNER (Flitner (1991))).

In dieser Arbeit werde ich mich mit dem Theorie-Praxis-Verständnis von Dietrich BENNER auseinandersetzen und näher beleuchten, in welchem Verhältnis sein Konzept einer Allgemeinen Pädagogik zu dem Konzept der lebensweltorientierten Pädagogik, wie sie beispielsweise Käte MEYER-DRAWE oder Klaus MOLLENHAUER vertreten, steht. Die Arbeit ist überschrieben mit "Der Praxeologiebegriff bei Dietrich Benner und die Lebensweltorientierung". Doch was bedeutet der Begriff "Praxeologie"? Diese Frage versuche ich im zweiten Kapitel zu klären. Dort wird zuerst eine allgemeine Definition gegeben, bevor auf die Definitionen von Josef DERBOLAV und Dietrich BENNER eingegangen wird. Josef DERBOLAV habe ich herangezogen, weil sich Benner in seiner "Allgemeinen Pädagogik" (Benner (2001), S. 22) auf ihn bezieht und meines Erachtens seine Definition der Praxeologie auf DERBOLAVs Differenzierung der menschlichen Gesamtpraxis in Einzelpraxen fußt. Im dritten Kapitel gehe ich auf die prinzipiengerichtete Pädagogik BENNERs ein, da BENNER mit einer auf Prinzipien beruhenden Pädagogik sein Konzept der Praxeologie beschreibt. Pädagogik ist seiner Meinung nach nur dann eine menschliche Pädagogik, wenn sie ihre Praxis, aber auch ihre Theorie an den vier beschriebenen Prinzipien ausrichtet und reflektiert. Deshalb sind die Prinzipien grundlegend für das Verständnis des BENNERschen Praxeologiebegriffs. Mit den Ansichten der lebensweltorientierten Pädagogik (insbesondere mit den Ansichten von MEYER-DRAWE und MOLLENHAUER) beschäftigt sich das vierte Kapitel. Hier geht es darum, aufzuzeigen, mit welchen Grundannahmen die Autoren ihre Pädagogik füllen und die Praxis gestalten wollen. Ich werde explizit auf MEYER-DRAWEs Begriff des Lernens eingehen, da ihr Bezug zur Lebenswelt an diesem Beispiel deutlich wird. Aber auch der kommunikative Ansatz MOLLENHAUERs weist Parallelen zur prizipiengeleiteten Pädagogik BENNERs auf, die ich abschließend im fünften Kapitel darstelle. Dieses fünfte Kapitel widmet sich abschließend dem Vergleich der Auffassungen der lebensweltorientierten Pädagogik und den von BENNER aufgestellten Prinzipien und seiner mit diesen Prinzipien entwickelten Pädagogik.

2 Definition "Praxeologie"

Bevor ich den Begriff der "Praxeologie" überhaupt verwende, möchte ich versuchen, eine Definition des Begriffes zu geben. Etymologisch bedeutet ‚Praxis′ "Erfahrung, tatsächliche Betätigung". ‚-logie′ deutet auf eine "Wissenschaft von, Lehre von" hin (Seebold (2002)). So kann man den Begriff der Praxeologie deuten als die Lehre der Praxis. Im Allgemeinen wird der Begriff mit "Wissenschaft vom Handeln" (Duden (1997), S. 654) beschrieben. Diese Definition lässt erst einmal darauf schließen, dass die Wissenschaft Handlungsanweisungen bereitstellt und so die Praxis (das Handeln) anleitet.

[...]


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