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Seminararbeit, 2003, 56 Seiten
Autoren: Axel Eberhardt, Christian Oberdieck
Fach: Wirtschaft - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Details
Institution/Hochschule: Universität Paderborn (Lehrstuhl für Marketing)
Tags: Wettbewerbsstrategien, Einzelhandelsunternehmen, Seminar, Handelsmarketing
Jahr: 2003
Seiten: 56
Note: 1,7
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-23000-1
Dateigröße: 174 KB
Die Arbeit teilt sich in zwei große Kernbereiche: Der erste Kernbereich umfasst eine Erläuterung und kritische Würdigung Generischer Wettbewerbsstrategien (nach M. Porter). Darauf aufbauend erfolgt eine Einführung und Abgrenzung des Konzepts der Hybriden Wettbewerbsstrategien. Im zweiten Kernbereich erfolgt zunächst eine Analyse der Wettbewerbssituation im Einzelhandel. Analog zu den im ersten Abschnitt diskutierten theoretischen Konstrukte werden anschliessend die wettbewerbsstrategischen Optionen von Einzelhandelsunternehmen herausgearbeitet und Chancen und Risiken aufgezeigt. Stichworte: Porter, Hybride Wettbewerbsstrategien, Simultane-, Multilokale-, Sequentielle-, Hybridstrategien, Outpacing Strategie, Handel, Einzelhandel, Einzelhandelsunternehmen, Handelsmarketing
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Textauszug (computergeneriert)
Seminar Handelsmarketing
Lehrstuhl für Marketing
Universität Paderborn
Sommersemester 2003
Wettbewerbsstrategien von Einzelhandelsunternehmen
Axel Eberhardt
Christian Oberdieck
Gliederung
1. Einführung 1
2. Wettbewerbsstrategien 2
2.1 Das Konzept der Wettbewerbsstrategien nach Porter 2
2.2 Die generischen Basisstrategien 4
2.2.1 Die Kostenführerschaftsstrategie 4
2.2.2 Die Differenzierungsstrategie 6
2.2.3 Die Konzentrationsstrategie 8
2.3 Zur Unvereinbarkeit von Kostenführerschaft und Differenzierung 10
2.4 Zur Kritik an den generischen Wettbewerbsstrategien nach Porter und zum Potential hybrider Wettbewerbsstrategien 11
2.4.1 Theoretisch-konzeptionelle Kritik 11
2.4.2 Simultanitätshypothese und Dimension der Basisstrategien 13
2.4.3 Notwendigkeit hybrider Strategien 15
2.4.4 Existenz und Leistungsfähigkeit hybrider Strategien 16
2.5 Hybride Wettbewerbsstrategien 16
2.5.1 Entkoppelte Hybridstrategien 17
2.5.1.1 Sequentielle Hybridstrategien 17
2.5.1.2 Multilokale Hybridstrategien 19
2.5.2 Simultane Hybridstrategien 20
3. Wettbewerbsstrategien im Einzelhandel 23
3.1 Wettbewerbsstrategische Besonderheiten im Einzelhandel 23
3.1.1 Unterschiede zum industriellen Wettbewerb 23
3.1.2 Wettbewerbskräfte im Einzelhandel 24
3.2 Generische Basisstrategien im Einzelhandel 27
3.2.1 Die Strategie der Kosten-/Preisführerschaft 27
3.2.2 Die Differenzierungs-/Qualitätsstrategie 31
3.2.3 Konzentration auf Schwerpunkte 36
3.3 Hybride Wettbewerbsstrategien im Einzelhandel 37
3.3.1 Entkoppelte Hybridstrategien 38
3.3.1.1 Sequentielle Hybridstrategien – Outpacing-Strategie 38
3.3.1.2 Multilokale Hybridstrategien 41
3.3.2 Simultane Hybridstrategien 41
3.4 Zur Heterogenität von Basisstrategien im Einzelhandel 44
4. Fazit 47
5. Literaturverzeichnis 49
1. Einführung
Mit seinem Buch „Competitive Strategy“ (1980) hat Michael E. Porter den wettbewerbsorientierten Ansätzen in der Literatur zur strategischen Planung zum Durchbruch verholfen. Ausgangspunkt war die Ölkrise 1973, die eine Verschärfung der Wettbewerbssituation für viele Unternehmen zur Folge hatte. (vgl. Homburg/Simon 1995, Sp. 2753). Das sich verlangsamende Wirtschaftswachstum seit dem Platzen der Spekulationsblase an den Börsen im Frühjahr 2000 lässt es erneut unumgänglich erscheinen, strategisch besonders gut positioniert zu sein, um im Wettbewerb bestehen zu können.
Die aktuelle Kaufzurückhaltung der Konsumenten und die zunehmende Internationalisierung erhöhen den Wettbewerbsdruck im Einzelhandel und gefährden immer mehr Existenzen von Einzelhandelsunternehmen. Vor diesem Hintergrund nimmt die ohnehin große Bedeutung von Wettbewerbsstrategien auch im Einzelhandel immer weiter zu. Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über die wettbewerbsstrategischen Optionen von Einzelhandelsunternehmen zu geben. Die Typologie generischer Wettbewerbsstrategien von Porter ist das am häufigsten zitierte Klassifikationsschema generischer Geschäftsfeldstrategien und wird als klassisches Konzept bezeichnet. Es existieren jedoch eine Reihe weiterer Typologien (vgl. Fleck 1995, S. 9). Insbesondere die Typologie von Miles und Snow (1978) mit ihrer Klassifikation „Defender“, „Analyzer“, „Prospector“ und „Reactor“ findet in der Literatur weitreichende Berücksichtigung. Aufgrund der dominanten Stellung in der Strategieliteratur konzentriert sich diese Arbeit auf die Typologie Porters und das darauf aufbauende Konzept hybrider Wettbewerbsstrategien.
Zunächst wird in Abschnitt 2 der Begriff Wettbewerbsstrategie erläutert und in den Kontext strategischer Unternehmensaktivitäten eingeordnet. Anschließend erfolgt die Darstellung der generischen Wettbewerbsstrategien nach Porter und die mit ihr verbundene Kritik. Darauf aufbauend werden hybride Wettbewerbsstrategien als weitere strategische Option diskutiert. Abschnitt 3 beginnt mit der Darstellung wettbewerbsbestimmender Faktoren im Einzelhandel, danach werden die zuvor allgemein dargestellten Strategien auf die Einzelhandelsbranche übertragen. Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse.
2. Wettbewerbsstrategien
Bevor auf Wettbewerbsstrategien im Einzelnen eingegangen wird, sind diese zunächst hierarchisch in das Spektrum strategischer Aktivitäten einzuordnen. Grundsätzlich können bei Unternehmen drei strategische Hierarchieebenen unterschieden werden (vgl. Liebmann/Zentes 2001, S. 167f.):
(1) Grundlegende Unternehmensstrategien (corporate strategies); Gegenstand ist die grundsätzliche Ausrichtung des Unternehmens, die Definition der Geschäftsfelder in denen das Unternehmen tätig sein möchte und wie es in diese eintreten will.
(2) Geschäftsfeldstrategien (competitive strategies); Gegenstand ist die strategische Ausrichtung der Geschäftseinheiten bzw. Bestimmung der Grenzen strategischer Geschäftsfelder (SGF). Dabei ist ein wesentlicher Punkt die Art des strategischen Vorteils, mit dem eine Geschäftseinheit einen Wettbewerbsvorteil erzielen möchte (vgl. Fleck 1995, S. 8).
(3) Funktionale Strategien; Umfassen die Konkretisierung und integrative Abstimmung der SGF-Strategie und betreffen die Aktivitätsstrukturen mit Bezug auf die Funktionalbereiche eines Unternehmens. Das Ziel funktionaler Strategien ist die Entwicklung und Nutzung von Ressourcen wie Personal, Beschaffung, Fertigung oder Vertrieb.
Wettbewerb wird als eine Situation gegenseitiger Rivalität sowie die durch sie initiierten Aktionen und Prozesse verstanden. Wettbewerb als Markterscheinung ist ein Ordnungs- und Steuerungsprinzip der Marktwirtschaft (vgl. Liebmann/Zentes 2001, S. 172). „Als Wettbewerbsstrategien werden Strategien auf Geschäftseinheitenebene verstanden, deren Ziel die Schaffung bzw. die Verteidigung von Wettbewerbsvorteilen ist.“ (Liebmann/Zentes 2001, S. 173).
Unter einem Wettbewerbsvorteil wird eine im Vergleich zum Wettbewerb überlegene Leistung verstanden, die erstens in einem für den Kunden wichtigen Leistungsmerkmal erbracht werden muss, zweitens auch vom Kunden wahrgenommen werden muss und drittens dauerhaft sein muss, d.h. nicht leicht und schnell imitierbar sein darf (vgl. Homburg/Simon 1995, Sp. 2754).
2.1 Das Konzept der Wettbewerbsstrategien nach Porter
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