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Seminararbeit, 2003, 16 Seiten
Autor: Alexa Wissel
Fach: Romanistik - Französisch - Linguistik
Details
Institution/Hochschule: Universität des Saarlandes (Romanistik)
Tags: Ferdinand, Saussure, Cours, Proseminar, Ausgewählte, Probleme, Sprachphilosophie, Sprachwissenschaft
Jahr: 2003
Seiten: 16
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-23083-4
ISBN (Buch): 978-3-638-78843-4
Dateigröße: 212 KB
In der Hausarbeit wird der "Cours de linguistique générale" genau untersucht, die darin vorkommenden Dichotomien erklärt, sowie Herkunft und Werdegang Saussures dargelegt.
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Zusammenfassung / Abstract
Der Schweizer Sprachwissenschaftler Ferdinand de Saussure, dessen Werke heute noch von großer Bedeutung für die Sprachwissenschaft sind, gilt als Begründer des Strukturalismus1 . Sein posthumes Werk, Cours de linguistique générale, vielfach auch als sein Hauptwerk bezeichnet, soll hier genauer betrachtet werden und die Hauptgedanken sowohl herausgearbeitet als auch analysiert werden. Der Text Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft2, der die Quelle der Arbeit darstellt, wurde mehrmals gründlich durchgelesen und die einschlägige Sekundärliteratur zu diesem Thema ausgewertet. Dabei stellten sich die Werke von Brigitte Bartschat3 und Heidrun Pelz4 als am informativsten heraus, da sie sich eingehend mit der Thematik des Cours beschäftigen. Besonders für Einzelaspekte wie den Werdegang De Saussures oder die Dichotomie5 «signifié - signifiant» wurde das Werk von Thomas M. Scheerer6 herangezogen. Zur Verdeutlichung der Kritik an den aufgestellten Thesen dienten vor allem die Werke von Brigitte Bartschat und Peter Wunderli7. Alles in allem wurde versucht, die saussureschen Thesen aufzuzeigen, sie verständlich zu machen und auf ihre Gültigkeit für die heutige Sprachwissenschaft zu überprüfen. Zuerst werden Herkunft und Werdegang des Philosophen dargelegt sowie seine akademische Laufbahn, um sich mit dem Menschen Ferdinand de Saussure vertraut machen zu können. Im Anschluss daran erfolgt eine nähere Betrachtung der Auswirkung seiner Ideen auf die moderne Linguistik. Im zweiten Teil der Ausarbeitung kommen die Hauptgedanken des Cours zur Sprache. Beginnend mit der Entstehungsgeschichte des Werkes und den zeitgeschichtlichen Strömungen der Linguistik, die sicherlich Einfluss nahmen auf das Denken De Saussures, wird später auf die Hauptaussagen, die Dichotomien, verstärkt eingegangen. Abschließend werden noch einige Kritikpunkte bezüglich der Ansichten und Thesen De Saussures erwähnt und auf den Prüfstand gestellt.
Textauszug (computergeneriert)
Ferdinand de Saussure –
Cours de linguistique générale
vorgelegt von: Alexa Wissel
INHALTSVERZEICHNIS
1 Einleitung 1
2 Ferdinand de Saussure 2
2.1 Herkunft und Werdegang 2
2.2 Akademische Laufbahn 2
2.3 Bedeutung Saussures für die Linguistik 3
3 Cours de linguistique générale 4
3.1 Entstehungsgeschichte 4
3.2 Linguistische Strömungen und Einflüsse 4
3.3 Hauptgedanke/Leitfaden 5
3.4 Dichotomien 6
3.4.1 langue – parole 6
3.4.2 signifié – signifiant 7
3.4.3 Synchronie – Diachronie 9
3.4.4 syntagmatisch – paradigmatisch 10
3.5 Kritikpunkte 10
4 Schluss 12
Literaturverzeichnis
1. EINLEITUNG
Der Schweizer Sprachwissenschaftler Ferdinand de Saussure, dessen Werke heute noch von großer Bedeutung für die Sprachwissenschaft sind, gilt als Begründer des Strukturalismus1 . Sein posthumes Werk, Cours de linguistique générale, vielfach auch als sein Hauptwerk bezeichnet, soll hier genauer betrachtet werden und die Hauptgedanken sowohl herausgearbeitet als auch analysiert werden. Der Text Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft2, der die Quelle der Arbeit darstellt, wurde mehrmals gründlich durchgelesen und die einschlägige Sekundärliteratur zu diesem Thema ausgewertet. Dabei stellten sich die Werke von Brigitte Bartschat3 und Heidrun Pelz4 als am informativsten heraus, da sie sich eingehend mit der Thematik des Cours beschäftigen. Besonders für Einzelaspekte wie den Werdegang De Saussures oder die Dichotomie5 «signifié - signifiant» wurde das Werk von Thomas M. Scheerer6 herangezogen. Zur Verdeutlichung der Kritik an den aufgestellten Thesen dienten vor allem die Werke von Brigitte Bartschat und Peter Wunderli7. Alles in allem wurde versucht, die saussureschen Thesen aufzuzeigen, sie verständlich zu machen und auf ihre Gültigkeit für die heutige Sprachwissenschaft zu überprüfen.
Zuerst werden Herkunft und Werdegang des Philosophen dargelegt sowie seine akademische Laufbahn, um sich mit dem Menschen Ferdinand de Saussure vertraut machen zu können. Im Anschluss daran erfolgt eine nähere Betrachtung der Auswirkung seiner Ideen auf die moderne Linguistik. Im zweiten Teil der Ausarbeitung kommen die Hauptgedanken des Cours zur Sprache. Beginnend mit der Entstehungsgeschichte des Werkes und den zeitgeschichtlichen Strömungen der Linguistik, die sicherlich Einfluss nahmen auf das Denken De Saussures, wird später auf die Hauptaussagen, die Dichotomien, verstärkt eingegangen. Abschließend werden noch einige Kritikpunkte bezüglich der Ansichten und Thesen De Saussures erwähnt und auf den Prüfstand gestellt.
2. FERDINAND DE SAUSSURE
Ferdinand de Saussure gilt heute als Begründer des modernen Strukturalismus. Im Folgenden soll sein Werdegang sowohl als Mensch als auch als Sprachwissenschaftler näher untersucht werden.
2.1. Herkunft und Werdegang
[...]
1 Strukturalismus: „eine in den 1960er-Jahren von Frankreich ausgehende wissenschaftliche Denkweise, die Tatbestände in erster Linie aus ihrer Einbettung in einen Gesamtzusammenhang zu erklären sucht. Strukturen werden hierbei als überzeitliche Größen verstanden, historischer Wandel erscheint als bloße Veränderung der Grundstrukturen. Strukturalistische Methoden wer den z. B. in Sprachwissenschaft und Völkerkunde (C. Lévi-Strauss) angewendet.“ (aus: Brock- haus)
2 aus: Hoffmann, Ludger (ed.), Sprachwissenschaft. Ein Reader, Berlin/New York, 1996, S. 32-50
3 Bartschat, Brigitte, Methoden der Sprachwissenschaft von Hermann Paul bis Noam Chomsky, Berlin, 1996
4 Pelz, Heidrun, Linguistik. Eine Einführung, Hamburg, 2000
5 Dichotomie: „zweigliedrige Bestimmung eines Begriffs durch einen ihm untergeordneten und dessen Verneinung (z. B. Seele: Bewusstes und Unbewusstes).“ (aus: Brockhaus)
6 Scheerer, Thomas M., Ferdinand de Saussure – Rezeption und Kritik, Darmstadt, 1980
7 Wunderli, Peter, Saussure-Studien, Tübingen, 1981
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