Forfaitierung, grenzüberschreitendes Leasing und Projektfinanzierung

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Details

Titel: Forfaitierung, grenzüberschreitendes Leasing und Projektfinanzierung
Autor: Jan Philipp Hölz
Fach: Wirtschaft - Investition und Finanzierung
Institution/Hochschule: Fachhochschule Aachen (Wirtschaft)
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2003
Seiten: 32
Note: 2,0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 329 KB
Archivnummer: V19071
ISBN (E-Book): 978-3-638-23285-2

Textauszug (computergeneriert)

Hausarbeit
Internationales Finanzmanagement
SS 2003

Forfaitierung, grenzüberschreitendes Leasing, Projektfinanzierung

Jan Philipp Hölz

6. Semester
Fachhochschule Aachen, 
Fachbereich Wirtschaft
07.04.2003

1. Forfaitierung ... 2

1.1 Begriffsdefinition „Forfaitierung“  ... 2
1.2 Geschichtlicher Hintergrund  ... 2
1.3 Merkmale der Forfaitierung  ... 3
1.3.1 Anwendbarkeit eines á-forfait-Geschäftes  ... 3
1.3.2 Bedingungen zum regresslosen Ankauf von Exportforderungen  ... 4
1.3.3 Forfaitierungssicherungsinstrumente ... 4
1.3.4 Risiko des Exporteurs  ... 6
1.3.5 Risiko des Forfaiteur ... 9
1.3.6 Merkmale der Forfaitierung  ... 10
1.3.6.1 Forfaitierungslaufzeiten ... 10
1.3.6.2 Kreditbetrag  ... 10
1.3.6.3 Kosten ... 10
1.4 Ablauf einer Forfaitierung ... 12
1.5 Vor- und Nachteile der Forfaitierung  ... 13

2. Grenzüberschreitendes Leasing ... 15

2.1 Leasing und seine Ausprägungen  ... 15
2.2 Historisches  ... 16
2.3 Leasingobjekte  ... 17
2.4 Leasingvertrag im Aussenhandel ... 18
2.5 Risiken und Risikoverteilung ... 20
2.6 Steuerliche Behandlung ... 21
2.6.1 Ertragssteuerliche Zurechnung ... 22
2.6.2 Verbuchung ... 23
2.6.3 IAS ... 24
2.6.4 „Double Dip" ...  24
2.7 Ablauf eine grenzüberschreitenden Leasinggeschäfts ... 25
2.8 Gründe für die Nutzung dieses Leasinginstruments ... 25

3. Projektfinanzierung  ... 26

3.1 Definition ... 26
3.2 Betreiberkonsortium  ... 27
3.3 Risiken  ... 28

Literaturverzeichnis

 

 

1. Forfaitierung
1.1 Begriffsdefinition „Forfaitierung“

A forfait kommt aus dem Französischen und bedeutet übersetzt: in Bausch und Bogen, in der deutschen Sprache wird dieser Ausdruck vom Wort „Forfaitierung“ geprägt, was finanzwirtschaftlich wie folgt umschrieben wird. Forfaitierung ist der regresslose Verkauf von gewöhnlich mittel- und langfristigen Forderungen, vorwiegend Exportforderungen gegen einen Importeur, die zu einem späteren Zeitpunkt fällig werden, an einen Forfaiteur. Sie stellt eine Form der Innenfinanzierung dar, „da durch den Forderungsankauf lediglich Geldzuflüsse aus dem Umsatz beschleunigt werden“1, d.h. dem Exporteur ermöglicht ein á-forfait-Geschäft die Refinanzierung eines gewährten Lieferantenkredits. Für den Forfaitist entsteht ein Bargeschäft, während der Forfaiteur die mit der Rückzahlung verbundenen Risiken übernimmt. Da es sich in erster Linie um Exportforderungen handelt, dient das Instrument der Forfaitierung hauptsächlich der Außenhandelsfinanzierung.

Damit eine Forderung auch vom Markt angenommen wird, muss sie mit entsprechenden Forfaitierungssicherungsinstrumenten, wie einem Wechsel, einem Akkreditiv, einer Bankgarantie oder einer Exportversicherung, besichert sein. Als Forfaiteur treten „in der Regel international arbeitende Banken, ihnen nahe stehende bzw. von diesen kontrollierte Spezialinstitute oder Finanzierungsgesellschaften auf, teilweise aber auch unabhängige Finanzfirmen und –makler“2.

1.2 Geschichtlicher Hintergrund

Die Forfaitierung erlangte im deutschen Sprachraum besonders dadurch an Bedeutung, dass in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg zwar die Exportanstrengungen schnell wiederauflebten, es aber an Kapital fehlte. Dies nahmen die nicht kriegsgeschädigten, kapitalstarken schweizerischen Banken zum Anlass, den Deutschen ihre Exportkredite abzukaufen. Auf diese Weise entstand in der Schweiz in leistungsstarker Forfaitierungsmarkt. Im internationalen Wettbewerb galt es den ständig wachsenden Zahlungszielwünschen ausländischer Abnehmer und Investoren gerecht zu werden, wohingegen in der Schweiz und später auch an den Euromärkten bedeutende Geldmittel zu Verfügung standen, die eine rentable Anlagemöglichkeit mit vertretbarem wirtschaftlichem und politischem Risiko suchten.

Aufgrund des ständig wachsenden Forfaitierungsmarktes begannen in den 60er Jahren, in die Exportfinanzierung eingeschaltet Banken nicht nur áforfait-Finanzierungen zu vermitteln sondern, kauften Exportforderungen auch auf eigene Rechnung an. In den folgenden Jahren gründeten deutsche Banken Tochtergesellschaften an internationalen Bankplätzen wie z.B. Luxemburg und sogar Zürich, um ihre Refinazierungsbasis an den Euromärkten zu verbessern und so eine wichtigere Rolle in dieser Sparte spielen zu können.3 Die ursprünglich beherrschenden Währungen im Forfaitierungsgeschäft Schweizer Franken, Deutsche Mark und US-Dollar wurden mittlerweile von Euro und US-Dollar abgelöst, doch generell sind á-forfait-Geschäfte „in allen frei konvertierbaren Währungen möglich, in welchen eine entsprechende kongruente Refinanzierung erhältlich ist“4.

1.3 Merkmale der Forfaitierung
1.3.1 Anwendbarkeit eines á-forfait-Geschäftes

[...]


1 Zantow R., 2002, S. 104
2 Kissner Erich, 1982, S.11
3 vgl. Kissner Erich, 1982, S. 10ff
4 „Schweizer Außenwirtschaft“, S.1,

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