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Gelebte Dichtung - gedichtetes Leben

Scholary Paper (Seminar), 2001, 20 Pages
Author: Mirjam Krapoth
Subject: German Studies - Modern German Literature

Details

Event: Ghostwriting: Autobiographie
Institution/College: University of Paderborn (Fachbereich 3)
Tags: Gelebte, Dichtung, Leben, Ghostwriting, Autobiographie
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2001
Pages: 20
Grade: 1,0
Language: German
Archive No.: V19083
ISBN (E-book): 978-3-638-23295-1

File size: 207 KB
Notes :
Gertrud von Le Forts "Hälfte des Lebens"



Excerpt (computer-generated)

Gelebte Dichtung – gedichtetes Leben
Gertrud von le Forts „Hälfte des Lebens“

 

 


Mirjam Krapoth

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung S. 3

2. Theorien der Autobiographie S. 5

2.1. Definitionen
2.2. Elemente der Autobiographie
2.3. Typen der Autobiographie

3. Gertrud von le Forts „Hälfte des Lebens“  S. 10

3.1. Anmerkungen zum Titel
3.2. Lebendige Form und Subjektivität
3.3. „Dichtung und Wahrheit“

4. Schluß S. 17

5. Literaturverzeichnis S. 19

 

 

 

 


1. Einleitung

In der vorliegenden Arbeit soll der Blick gerichtet werden auf drei „Erscheinungen“: Form, Inhalt und Subjekt. Bei der Form handelt es sich um eine Gattung – die Gattung der Autobiographie. Was bezeichnet dieser Begriff? Wie ist diese Form beschaffen? Verschiedene Definitionsversuche, unterschiedliche Blickweisen sollen hier zur Sprache kommen. Denn da die Form – mit einer ungenügenden Metapher gesprochen – als Gefäß des Inhaltes benutzt wird, scheint es erhellend, auch Einzelheiten über sie in Erfahrung zu bringen. Schauen wir in diesen Krug der Form, liegt der Inhalt vor uns. Was sehen wir da? Im Falle der Autobiographie geht es um ein Menschenleben, oder doch wenigstens um Ausschnitte daraus. Wir finden Eckpunkte, Daten, Schauplätze, Personen. Aber auch: Auswahl und Deutung. Damit sind wir bei der dritten „Erscheinung“ angelangt, dem Subjekt. Wer spricht hier zu uns über sich selbst, was gibt er unseren Blicken frei, wie tut er dies und warum oder wozu wohl? Erste Informationen über das schreibende Subjekt gibt uns eine Kurzbiographie aus einem Nachschlagewerk:

„Gertrud von Le Fort. * 11. 10. 1876 Minden (Westf.), † 1. 11. 1971 Oberstdorf. Hugenottenfamilie. Jugend in Mecklenburg. Stud.: Philos. und Kirchengesch. 1926 in Rom Übertritt zur kath. Kirche. 1918 – 1939 Wohnsitz in Baierbrunn (Isar); Aufenthalte in Italien. Während des 2. Weltkriegs Schweiz. U.a. Mitglied der Bayer. Akad. der Schönen Künste, der Deutschen Akad. für Sprache und Dichtung. Bedeutende deutsche kath. Dichterin, „die Theologin unter den Dichtern unserer Tage“. Lyrikerin, Erzählerin und Essayistin. Erhielt u.a. 1947 den Münchener Literaturpreis, 1948 den Annette – v. – Droste – Hülshoff – Preis, 1953 den Schweizer Gottfried – Keller – Preis. Werke u.a.: Das Schweißtuch der Veronika (Roman, 1928); Der Papst aus dem Ghetto (Roman, 1930); Die Letzte am Schafott (Novelle, 1931)“ 1

Die Schrift, die der vorliegenden Arbeit zugrunde liegt, erschien unter dem Titel „Hälfte des Lebens. Erinnerungen“ im Jahre 1965 beim Münchener Ehrenwirth Verlag. Die Dichterin selbst bezeichnete sie als „stille Rechenschaft, die ich vor mir selbst ablege“ und als „Erinnerungen, die ich hier für mich selbst und meine persönlichen Freunde aufschreibe“2 Da der Leser in diesem Moment gleichsam in die Schar ihrer Freunde aufgenommen wird, indem er Anteil an ihrem Leben nehmen darf, ist zu hoffen, daß dies mit der gebührenden Ehrfurcht (sozusagen auf Zehenspitzen) vor einem Menschen geschieht, der „die Stille und Zurückgezogenheit geliebt“3 hat und der „der Überzeugung [war], daß alles Wesentliche im Leben eines Menschen und eines Dichters der schützenden Hülle einer gewissen Verborgenheit bedarf“.4

2. Theorien der Autobiographie

2.1.Definitionen

[...]


1 Bertelsmann Lesering Lektorat (Hg.): Autoren in Wort und Bild. Gütersloh, S. 163.
2 Gertrud von le Fort: Hälfte des Lebens. Erinnerungen. München: 31965, S 6.
3 Hälfte des Lebens, S. 5.
4 ebd.


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