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Seminararbeit, 1999, 18 Seiten
Autor: Markus Wawrzynek
Fach: Soziologie - Klassiker, Grundlagen und Theorierichtungen
Details
Institution/Hochschule: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Institut für Soziologie)
Tags: Einander, Lampe, Norbert, Elias, Leben, Werk, Einführung, Soziologie
Jahr: 1999
Seiten: 18
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-23300-2
Dateigröße: 199 KB
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Textauszug (computergeneriert)
„Einander die Lampe übergeben“
Norbert Elias - Leben und Werk
Markus G. Wawrzynek
A) Inhaltsverzeichnis
B) Hauptteil
I. Einleitung
II. Biographie
1. Breslauer Jugend- und Studienjahre
2. Heidelberger Lernzeit: Karl Mannheim
3. Frankfurter Assistenzjahre
4. Exil in England
5. Honorarprofessor in den Niederlanden
6. Zeit nach dem Durchbruch
III. Wissenschaftliches (?)uvre: Zivilisations- und Figurationstheorie
1. Über den Prozeß der Zivilisation
2. Die höfische Gesellschaft
IV. Kritik und Verteidigung - Ein kurzer Forschungsüberblick Hans Peter Duerr und Michael Schröter
C) Bedeutung der Zivilisationstheorie
D) Literaturverzeichnis
I. Primärliteratur
II. Lexika
III. Sekundärliteratur
B) Hauptteil
I. Einleitung
Nach Norbert Elias´ plötzlichem Tod 1990 - wenngleich in hohem Alter - schnellten die Publikationszahlen empor.1 Geisteswissenschaftler, nicht nur Soziologen, sondern auch Historiker und Psychologen legten eine wahre Publikationswut an den Tag, die heute kein Wissenschaftler mehr - auch bei immenser Anstrengung nicht - zu überblicken im Stande ist. Schon zum Ende seines Lebens wurde er sowohl populärwissenschaftlich, als auch in renommierten Fachzeitschriften breit rezeptiert und endlich wurde ihm auch jene Anerkennung zuteil, die Elias sich zeit seines Lebens gewünscht hatte. Noch immer ist aber der Großteil seiner privaten Schriften nicht durchgesehen und veröffentlicht, so daß in den kommenden Jahren eine weitere Publikationswelle zu erwarten ist.2
Seine Zivilisationstheorie zählt nicht nur wegen der ihr erst Jahrzehnte später zugesprochenen Bedeutung zu den großen Theorien unseres Jahrhunderts, sondern vor allem wegen ihres umfassenden, großangelegten Anspruchs, unsere Gesellschaft, so wie sie sich heute in den westlichen Industrieländern darbietet, aus ihrer Geschichte heraus plausibel-stringent zu erklären als ein organisch gewachsenes Gebilde interdependenter Individuen. N. Elias Lebensmotto „einander die Lampen übergeben“ ist sowohl bezeichnend für den Menschwissenschaftler Elias, als auch für seine kulturhistorische Theorie des sozialen Wandels in der anthropologische, psychologische, historische und soziologische Ansätze zu einem großen Theoriegebäude verknüpft werden.
II. Biographie
1. Breslauer Jugend- und Studienjahre
Norbert Elias, der 1897 in Breslau geboren wurde, wuchs in seiner schlesischen Geburtsstadt als Sohn einer wohlhabenden jüdischen Kaufmannsfamilie auf.3 Mit 9 Jahren besuchte er, nachdem er vorher von Gouvernanten und Hauslehrern erzogen worden war, das angesehene preußische Johannes-Gymnasium seiner Heimatstadt, wo er erstmals in einem privaten Lesekreis, den Schüler organisiert hatten, sich intensiv mit den philosophischen Klassikern auseinandersetzte. Seine religiöse Herkunft spielte zu dieser Zeit keine maßgebende Rolle für ihn, zumal sein Elternhaus treu zum Kaiser hielt, wie er selbst betonte. Im Frühjahr 1915 meldeten er sich freiwillig zum Kriegsdienst wie alle seine Mitschüler und kehrte 1917 verwundet nach Breslau zurück, wo er das Studium der Medizin in Angriff nahm. Bei dieser Studienrichtung hielt es ihn jedoch nicht lange und er wechselt zur Philosophie und Psychologie. Unter Richard Hönigswald promovierte er 1922 mit der Dissertation „Idee und Individuum. Ein Beitrag zur Philosophie der Geschichte.“ zum Doktor der Philosophie. Nach dem gläsernen Turm des Studiums und aufgrund der sich verschlechternden Finanzlage wechselte Elias in die freie Wirtschaft und wurde Juniorchef einer Kleineisenwaren-Fabrik.
2. Heidelberger Lernjahre
[...]
1 Vgl. Korte, Hermann: Von Elias lernen - Ein Vorwort. In: Korte, Hermann (Hrsg.): Gesellschaftliche Prozesse und individuelle Praxis - Bochumer Vorlesungen zu Norbert Elias´ Zivilisationstheorie, Frankfurt a. M. 1. Aufl. 1990, (= stw 894), S. 11f.
2 Albert, Claudia: Elias, Norbert. In: Lutz, Bernd (Hrsg.): Metzler Philosophen Lexikon, Stuttgart und Weimar 2.Aufl. 1995, S. 245.
3 Die Informationen zu Norbert Elias´ Biographie stammen aus folgenden Werken: Albert (1995), S. 245 - 248. - Korte, Hermann (Hrsg.): Norbert Elias über sich selbst - Biographisches Interview mit Norbert Elias, Frankfurt a. Main 1994. - Korte, Hermann: Einführung in die Geschichte der Soziologie, Opladen 3. Aufl. 1995, S. 155 - 171.
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