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Weißer Herr und Schwarzer Diener

Scholary Paper (Seminar), 2003, 20 Pages
Author: Diplom Staatswissenschaftler Alexander Salatzkat
Subject: History - Empire, Imperialism

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2003
Pages: 20
Grade: 1.3
Language: German
Archive No.: V19164
ISBN (E-book): 978-3-638-23346-0

File size: 331 KB


Excerpt (computer-generated)

Weiser Herr und schwarzer Diener
Am Beispiel von Gustav Frenssens: Peter Moors Fahrt nach Südwest

 


Von Alexander Salatzkat

Inhaltsangabe

S. 1 Deckblatt

S. 2 Inhaltsangabe

S. 3 Einleitung

S. 4 Geschichtlicher Hintergrund

S.6 Das Bild des Schwarzen in der (deutschen) Kolonialliteratur im Wandel der Zeit

S. 9 Darstellung des Schwarzen in Gustav Frenssens: Peter Moors Fahrt nach Südwest: Eine Inhaltszusammenfassung

S.11 Die „schwarzen Tiere“ - die Herabsetzung des Schwarzen zum Tier

S.12 „Weiser Herr und schwarzer Diener“: der rassische Unterschied

S.14 „Der arme kleine Heidenneger“ – Missionierung und Sendebewusstsein

S.16 „Der große Haufen“ - das Bild des tapferen, listigen Schwarzen

S.17 Schlussbetrachtung

S.19 Quellen- und Literaturangabe

 

 

 

 


Einleitung

Wenn man sich mit dem Thema „deutsche Kolonialliteratur zwischen 1884 und 1945“ beschäftigt, stellt man sehr schnell zwei Dinge fest. Es ist unmöglich die Fülle an Kolonialliteratur zu sichten oder sie gar klar zu katalogisieren, bzw. kategorisieren. „Zum anderen finden sich die verschiedensten Gattungen unter diesen Texten, die neben Tagebüchern, Romanen, Liedern und Gedichten sogar ein Theaterstück beinhalten. Bemerkenswert dabei ist, dass sie von unterschiedlichsten, häufig nichtprofessionellen ‘Autoren’ (Soldaten, Beamten, Missionaren, Farmern und deren Frauen) geschrieben worden sind, und selbst Texte von Autoren, die nie einen Fuß in die ehemalige deutsche Kolonie gesetzt haben, sind zu finden.“1 Des Weiteren bedeutet es ein erheblicher Mehraufwand für dieses Thema Quellen zu finden. Ich habe festgestellt, dass Kolonialliteratur zum einen unter dem Stichwort Geschichte, zum anderen aber auch bei Germanistik und Literatur zu finden ist. Die Suche nach Büchern (also Originalquellen) aus jener Zeit und Sekundärliteratur gestaltet sich also um einiges vielschichtiger und schwieriger. Nicht nur das jede Universitätsbibliothek anders katalogisiert ist, sondern man findet kaum noch Originalquellen, da diese meist in den Händen privater Haushalte sind. Lediglich bei Antiquitäts- und Gebrauchthändlern findet man die alten Werke. Verständlich, denn nach dem „Boom“ der Kolonialliteratur in der Weimarer Republik und im Dritten Reich wurden die Bücher kaum neu aufgelegt. Trotz des „qua ntitativen und qualitativen Reichtum“2 der deutschen Kolonialliteratur, was für die kurze Dauer ihrer Kolonialherrschaft überraschen mag, findet man heute kaum noch neue Ausgaben. Und auch die Wissenschaft beschäftigt sich mit diesem Thema erst seit kurzer Zeit. Es soll das Bild des Schwarzen in seiner Darstellung in Gustav Frenssens Klassiker: „Peter Moors Fahrt nach Südwest. Ein Feldzugbericht.“ dargestellt und falls möglich auch methodisch zu analysiert werden. Im Buch wird nach stereotypischen Aussagen gesucht und auf ihre Rechtfertigungsgedanken hin untersucht. Dabei dürfte klar sein, dass nicht aufgrund eines Buches „das Bild“ des Schwarzen dargestellt wird und kann. Vielmehr ist hier der Vergleich der damals üblichen Darstellung - welche aus der Sekundärliteratur und anderen zeitgenössischen Quellen geläufig ist - mit der hier speziellen Darstellung von Interesse.

Geschichtlicher Hintergrund

[...]


1 Jörg Wassink: Auf den Spuren des deutschen Völkermordes in Afrika - Der Herero / Nama-Aufstand im Spiegel deutscher Kolonialliteratur. Eine literarhistorische Analyse. Internetsite.
2 Amadou Booker Sadji: Das Bild des Negro-Afrikaner in der deutschen Kolonialliteratur; Berlin, 1985. S.15.


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