Soziale Kompetenz in der Projektarbeit - insbesondere Konfliktmanagement

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Details

Titel: Soziale Kompetenz in der Projektarbeit - insbesondere Konfliktmanagement
Autor: Martin Wienand
Fach: Wirtschaft - Unternehmensführung, Management, Organisation
Institution/Hochschule: Universität Kassel
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2003
Seiten: 31
Note: 2,0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 240 KB
Archivnummer: V19189
ISBN (E-Book): 978-3-638-23370-5
ISBN (Buch): 978-3-638-64603-1
Anmerkungen :
Theoretischer Teil mit daran anknüpfender statistischer Auswertung empirisch gewonnener Daten aus einer Beobachtung von multinational besetzten Gruppen, die an einem Studentenwettbewerb teilgenommen hatten.

Zusammenfassung / Abstract

Der technische Fortschritt in den vergangenen Jahren hat tiefgreifende Auswirkungen in allen gesellschaftlichen Bereichen gehabt. Dabei sind nicht nur Veränderungen in den Kommunikationstechnologien und des Kommunikationsverhaltens gemeint, sondern auch der Wandel in der Organisation verschiedener Institutionen, vor allem in den Unternehmungen. Die Auswirkung der Technik hinsichtlich sozialer Veränderungen ist dabei alles andere als unumstritten. Die Dominanz der Technik ist jedoch nicht aufhaltbar, allenfalls steuerbar. „Fortschritt“ ist wertneutral als Veränderung bzw. Modifikation oder sogar als Innovation in technischer und organisatorischer Hinsicht zu verstehen. Unter Fortschritt ist keinesfalls gleichzeitig eine Verbesserung in sozialer oder humaner Weise aufzufassen, wobei eine Verbesserung aber auch nicht ausgeschlossen ist. Ein Bewertung der Veränderungen im gesellschaftlich-sozialen Bereich ist aber immer stark subjektiv und allenfalls ex post möglich. Unternehmungen müssen erhebliche Investitionen tätigen, um mit dem „Fortschritt“ mitzuhalten, ihre Marktanteile wenigstens zu halten oder sogar auszubauen. Dabei wird meistens der soziale Bereich wenig beachtet. Technische Innovationen werden soweit wie möglich vorangetrieben, aber soziale Fähigkeiten wie bspw. Fähigkeit der Interaktion, Kommunikation oder Fähigkeiten zur Konfliktlösung werden nicht gefördert oder verkümmern gar. Wenn die Ressourcen einer Unternehmung einseitig auf technischen Fortschritt konzentriert werden, sind häufig Ängste und Überbeanspruchungen der Mitarbeiter die Folgen. Projektmanagement ist ein typisches Beispiel für eine organisatorisch-technische Innovation. Projektmanagement ist jedoch nur dann erfolgreich, wenn die soziale Kompetenz der Projektmitarbeiter und der Projektleitung ausreichend ausgeprägt ist. Die vorliegende Arbeit konzentriert sich vornehmlich auf das Feld des Konfliktmanagement in der Projektarbeit. In dem statistischen Teil wird eine Analyse empirischer Daten aus einem beispielhaften Projekt vorgenommen und die These untersucht, ob Antagonismus oder Solidarität als Eigenschaften von Individuen innerhalb eines Teams einen Einfluss auf die in einer Gruppe vorherrschenden Sozialformen haben.

Textauszug (computergeneriert)

Universität Kassel
Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Seminar „International Business Simulation”

„Soziale Kompetenz in der Projektarbeit 
insbesondere Konfliktmanagement“

Wintersemester 2002/03
Martin Wienand

 

INHALTSVERZEICHNIS

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS  II

ABBILDUNGSVERZEICHNIS  II

1. EINLEITUNG  1

2. SOZIALE KOMPETENZ IN DER PROJEKTARBEIT  2
2.1 PROJEKTMANAGEMENT – DEFINITION UND ABGRENZUNG  2
2.2 TEAMSTRUKTUREN  4
2.3 GRUPPENDYNAMIK UND TEAMARBEIT  6
2.4 ARBEITSTECHNIKEN FÜR TEAMS  7
2.4.1 Grundsätze der Gruppenarbeit  7
2.4.2 Problemlösungstechniken  8
2.4.3 Kommunikation und Motivation  10
2.5 KONFLIKTMANAGEMENT IN DER PROJEKTARBEIT  12
2.5.1 Konfliktmanagement - Definition und Abgrenzung  12
2.5.2 Appetenz-Konflikt  12
2.5.3 Aversions-Konflikt  13
2.5.4 Normenkonflikt  13
2.5.5 Folgen unbewältigter Konflikte  13
2.5.6 Indikatoren für Konflikte  15
2.5.7 Konfliktmanagement  17

3. STATISTISCHER TEIL  18

4. FAZIT  27

LITERATURVERZEICHNIS  28

Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung
a.O. anderen Orts
Aufl. Auflage
bspw. Beispielsweise
ca. cirka
d.h. das heißt
ebd. Ebenda
etc. et cetera
evtl. eventuell
f. folgende
ff. fortfolgende
ggf. gegebenenfalls
Hrsg. Herausgeber
i.d.R. in der Regel
S. Seite
Tab. Tabelle
u.a. und andere
u.a.O. und anderen Orts
u.U. unter Umständen
vgl. vergleiche
z.B. zum Beispiel
z.T. zum Teil

Abbildungsverzeichnis
Abb.1: Rahmenmodell des Projektmanagement (nach der Deutschen Gesellschaft für Projektmanagement e.V., 1999)
Abb. 2: Definitionsschema für Projekte (in Anlehnung an Koreimann, Dieter S., 2002)
Abb. 3: Das Modell von Tuckman (Development Sequence in small Groups, 1968)
Abb. 4: Struktur eines Problemlösungsprozesses (Koreimann, Dieter S., 2002)
Abb. 5: Kommunikationsmodell (Koreimann, Dieter S., 2002)

 

1. Einleitung

Der technische Fortschritt in den vergangenen Jahren hat tiefgreifende Auswirkungen in allen gesellschaftlichen Bereichen gehabt. Dabei sind nicht nur Veränderungen in den Kommunikationstechnologien und des Kommunikationsverhaltens gemeint, sondern auch der Wandel in der Organisation verschiedener Institutionen, vor allem in den Unternehmungen. Die Auswirkung der Technik hinsichtlich sozialer Veränderungen ist dabei alles andere als unumstritten. Die Dominanz der Technik ist jedoch nicht aufhaltbar, allenfalls steuerbar. „Fortschritt“ ist wertneutral als Veränderung bzw. Modifikation oder sogar als Innovation in technischer und organisatorischer Hinsicht zu verstehen. Unter Fortschritt ist keinesfalls gleichzeitig eine Verbesserung in sozialer oder humaner Weise aufzufassen, wobei eine Verbesserung aber auch nicht ausgeschlossen ist. Ein Bewertung der Veränderungen im gesellschaftlich-sozialen Bereich ist aber immer stark subjektiv und allenfalls ex post möglich.

Unternehmungen müssen erhebliche Investitionen tätigen, um mit dem „Fortschritt“ mitzuhalten, ihre Marktanteile wenigstens zu halten oder sogar auszubauen. Dabei wird meistens der soziale Bereich wenig beachtet. Technische Innovationen werden soweit wie möglich vorangetrieben, aber soziale Fähigkeiten wie bspw. Fähigkeit der Interaktion, Kommunikation oder Fähigkeiten zur Konfliktlösung werden nicht gefördert oder verkümmern gar. Wenn die Ressourcen einer Unternehmung einseitig auf technischen Fortschritt konzentriert werden, sind häufig Ängste und Überbeanspruchungen der Mitarbeiter die Folgen.

Projektmanagement ist ein typisches Beispiel für eine organisatorisch-technische Innovation. Projektmanagement ist jedoch nur dann erfolgreich, wenn die soziale Kompetenz der Projektmitarbeiter und der Projektleitung ausreichend ausgeprägt ist.

Die vorliegende Arbeit konzentriert sich vornehmlich auf das Feld des Konfliktmanagement in der Projektarbeit. In dem statistischen Teil wird eine Analyse empirischer Daten aus einem beispielhaften Projekt vorgenommen und die These untersucht, ob Antagonismus oder Solidarität als Eigenschaften von Individuen innerhalb eines Teams einen Einfluss auf die in einer Gruppe vorherrschenden Sozialformen haben.

2. Soziale Kompetenz in der Projektarbeit

Der Begriff der sozialen Kompetenz ist nicht eindeutig definiert. Einig sind sich verschieden Autoren nur darin, dass verschiedene Kompetenzfelder die Persönlichkeit eines Menschen bilden. Soziale Kompetenz kann definiert werden als eine Kombination aus verschiedenen Persönlichkeitsmerkmalen (Umgangsformen, Sprachkompetenz, Kommunikation, Fachwissen usw.), die eine konfliktfreie Kooperation ermöglichen und für eine gesellschaftliche Akzeptanz sorgen. Innerhalb der Teamstrukturen entstehen Spannungen und Konflikte, besonders bei wechselnder Teambesetzung und in Stresssituationen.

2.1 Projektmanagement – Definition und Abgrenzung

Der Definition der Norm DIN 69901 folgend ist ein Projekt „ein Vorhaben, das im Wesentlichen durch Einmaligkeit der Bedingungen in ihrer Gesamtheit gekennzeichnet ist, wie z.B.1:


· Zielvorgabe,
· zeitliche, finanzielle, personelle oder andere Bedingungen,
· Abgrenzung gegenüber anderen Vorhaben,
· projektspezifische Organisation.“

Projektmanagement wird definiert als „die Gesamtheit der Führungsaufgaben, -organisation, -technik, und –mittel für die Abwicklung eines Projekts.“
Dazu wurde von der Deutschen Gesellschaft für Projektmanagement e.V. ein Rahmenmodell entwickelt, welches gleichzeitig als Orientierung für die Bewerbung um den Deutschen Projektmanagement-Award dient2.

[....]


1 Vgl. Burghardt, Manfred (1995), S. 13f.
2 Koreimann, Dieter S. (2002), S. 12.

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