Möglichkeiten zur Nutzung von eProcurement - Tools beim Einkauf von IT-Dienstleistungen

Flash Player und JavaScript werden für eine verbesserte Ansicht des Dokuments benötigt. Bitte installieren Sie den Flash Player und aktivieren Sie Javascript.
Install Flash Player
Details
Autor: Oliver Wolschon
Fach: Wirtschaft - Beschaffung, Produktion, Logistik
Institut: Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Essen (BWL)
Jahr: 2002
Seiten: 45
Note: 1,7
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 623 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-23388-0
Textauszug (computergeneriert)
Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Essen
Ausbildungsbegleitender Studiengang
zum Wirtschafts-Diplom Betriebswirt (VWA)
Diplomarbeit
zum Thema
Möglichkeiten zur Nutzung von eProcurement-
Tools beim Einkauf von IT-Dienstleistungen
Autor: Oliver Wolschon
23. Oktober 2002
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis ... 3
1. Einleitung ... 4
1.1. Der E-Hype ist vorbei: Was kommt jetzt? ... 4
1.2. Zielsetzung der Arbeit ... 6
1.3. Aufbau der Arbeit ... 6
2. eProcurement ... 7
2.1. eProcurement und der Vergleich zum traditionellen Einkauf ... 7
2.2. Stand und Entwicklungstendenzen ... 10
2.3. Herausforderungen an die eProcurement-Implementierung ... 12
3. eProcurement - Tools ... 14
3.1. Elektronische Marktplätze ... 14
3.1.1. Definition ... 14
3.1.2. Horizontale und vertikale Marktplätze ... 15
3.1.3. Sell-Side und Buy-Side Marktplätze ... 16
3.1.4. Vor- und Nachteile elektronischer Marktplätze ... 17
3.1.5. Kosten und Nutzen elektronischer Marktplätze ... 19
3.1.6. Zukunftsaussichten elektronischer Marktplätze ... 19
3.2. eBidding / eAuction ... 20
3.2.1. Definition ... 20
3.2.2. Die wichtigsten Auktionsformen ... 20
3.2.3. Vor- und Nachteile von Auktionen ... 26
3.2.4. Kosten und Nutzen eines eBiddings / einer eAuction am Beispiel der von Siemens durchgeführten Auktionen ... 26
3.3. Electronic Request for Quotation (eRfQ) ... 27
3.3.1. Definition ... 27
3.3.2. Design eines eRfQ’s ... 28
3.3.3. Vor- und Nachteile eines eRfQ’s ... 30
4. Der Marktplatz der Siemens AG: Click 2 Procure ... 32
4.1. Aufbau des Marktplatzes ... 32
4.2. Kosten und Nutzen des Siemens-Marktplatzes ... 33
5. Durchführung eines eRfQ’s für IT-Dienstleistungen ... 34
5.1. Ausgangssituation ... 34
5.2. Ausschreibungsgegenstand ... 35
5.3. Teilnehmer der Ausschreibung ... 35
5.4. eRfQ-Design ... 36
5.5. Verlauf und Ergebnisse des eRfQ’s in der Praxis ... 37
5.6. Auswertung des eRfQ’s ... 37
5.7. Kostenvergleichsrechnung eRfQ <-> konventionelle Ausschreibung 38
5.8. Fazit des eRfQ’s ... 41
6. Gesamtfazit / Ausblick ... 42
Literaturverzeichnis ... 44
Glossar ... 45
1. Einleitung
1.1. Der E-Hype ist vorbei: Was kommt jetzt?
Nachdem Ende der neunziger Jahre die Börsenindizes in aller Welt bedingt durch den rasanten Aufstieg kleiner Start-Up-Unternehmen in nie gekannte Höhen schnellten, ist nun nach einer Vielzahl von Unternehmenspleiten und hohen Verlusten an den Börsen die Ernüchterung eingekehrt. Der E-Hype, der in Deutschland von Unternehmen wie EM.TV oder Mobilcom getragen wurde, ist endgültig vorbei!1 Deutlichstes Zeichen dafür ist sicher auch die Auflösung des Börsensegmentes Neuer Markt an der Frankfurter Börse.
Statt zwischen der New- und der Old-Economy zu differenzieren, spricht man nun seit einiger Zeit von der Real Economy. Gemeint sind damit Unternehmen die die Verbindung zwischen dem Markenzeichen der New-Economy, dem so genannten EBusiness, und ihrem traditionellen Geschäft herstellen, und so deren Vorteile zu ihrem Nutzen vereinen2. Es kristallisiert sich derzeit heraus welche Unternehmen der früheren New-Economy auch morgen noch existieren werden und zu den Gewinnern gehören. Ein Beispiel dafür ist z.B. die ehemalige Bank 24, die heute wieder als Deutsche Bank firmiert und ihren Kunden sowohl den Zugang über das Internet und das Telefon bietet, als auch die Vorteile der direkten Beratung vor Ort in einer der zahlreichen Filialen.3
Auch traditionelle Unternehmen haben die unbestrittenen Vorteile des e-Business erkannt und beginnen diese nun konsequent zu nutzen. Mittlerweile haben 89% aller deutschen Unternehmen einen Internetzugang – das sind mehr als in den USA, wo 85% der Unternehmen einen Internetzugang haben.4
!! Im PDF-Dokument befindet sich an dieser Stelle eine Abbildung !!
Abbildung 1: Internationaler Vergleich des Internet-Zugangs von Unternehmen5
Stand am Anfang das Internet als Vertriebskanal und Möglichkeit zur Erschließung neuer Märkte im Vordergrund, so wird es nun - nach einer im Jahre 2001 von KPMG durchgeführten Studie - hauptsächlich als Instrument zur Kostensenkung angesehen. Der alte Spruch „Verdient wird im Einkauf“ gilt mehr denn je.
!! Im PDF-Dokument befindet sich an dieser Stelle eine Abbildung !!
Abbildung 2: Vergleich der Bedeutung verschiedener eBusiness-Aspekte
Doch auch hier findet eine Veränderung der Denkweise statt. Entgegen früherer Erwartungen lassen sich nicht nur bei der Beschaffung von C-Teilen durch Bündelung und Prozessoptimierung Einsparpotentiale realisieren. Bei der Beschaffung von A- und B-Teilen werden Kosteneinsparungen durch die Erhöhung des Wettbewerbs erzielt. Auktionen oder elektronische Anfragen führen zu einer direkten Vergleichbarkeit der Angebote, da außer dem Preis die Rahmenbedingungen für alle Anbieter gleich sind. Damit führen eProcurement-Tools unmittelbar zu einer Verringerung von Ineffizienzen und Intransparenzen am Beschaffungsmarkt.
Die bisherige Entwicklung zeigt aber, dass die Real Economy und die effiziente Nutzung des Internet als Beschaffungsinstrument noch am Anfang ihrer Entwicklung stehen6. Bis alle Prozesse, die durch eProcurement-Tools unterstützt werden, perfekt in die Unternehmen integriert sind, wird noch einige Zeit vergehen.
1.2. Zielsetzung der Arbeit
Zielsetzung dieser Arbeit ist es, zunächst einen Überblick über die heute bekannten und genutzten eProcurement-Tools zu geben, da diese Instrumente den Einkauf der Zukunft prägen werden. Weil diese Tools bisher jedoch meist nur für den Einkauf von Gütern genutzt werden, soll an einem praktischen Beispiel gezeigt werden welche Möglichkeiten es zur Nutzung dieser Tools beim Einkauf von Dienstleistungen gibt. Dafür soll eine IT – Dienstleistungsausschreibung bei der Siemens AG untersucht werden.
1.3. Aufbau der Arbeit
Im zweiten Kapitel wird das Thema eProcurement zunächst einmal generell thematisiert. Der Fokus liegt auf dem Vergleich zur traditionellen Art des Einkaufs, der bisherigen Entwicklung, dem aktuellen Stand und den Entwicklungstendenzen.
Darüber hinaus sollen die besonderen Anforderungen, die sich bei der Implementierung einer eProcurement-Lösung ergeben, erläutert werden.
Der Bezugsrahmen wird im dritten Kapitel abgegrenzt. Dort werden die wichtigsten eProcurement-Tools und deren historischer Hintergrund aufgeführt, sowie die aktuelle Nutzung skizziert.
Im folgenden vierten Kapitel wird der elektronische Marktplatz der Siemens AG, Click 2 Procure, vorgestellt, der den Siemens Einkäufern alle in dieser Arbeit genannten eProcurement-Tools zur Verfügung stellt. Es erfolgt auch eine Kosten- Nutzen-Betrachtung, bei der beide Parteien - also die Lieferanten und die Siemens AG - betrachtet werden.
An einem konkreten Beispiel wird im fünften Kapitel die Durchführbarkeit einer elektronischen Anfrage für IT-Dienstleistungen untersucht. Dabei wird der gesamte eRfQ-Prozess dargestellt und vom Design der Ausschreibung bis hin zu den Ergebnissen bewertet, bevor ein Fazit gezogen wird.
Einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung bzw. ein Fazit zur momentanen Gesamtsituation gibt das Kapitel sechs.
2. eProcurement
2.1. eProcurement und der Vergleich zum traditionellen Einkauf
Lange Zeit war der Einkauf nur der verlängerte Arm der Produktion, dessen oberstes Ziel die Sicherstellung der Materialverfügbarkeit war.
[...]
1 vgl. “Der E-Hype ist vorbei: Und was kommt jetzt?“, T. Gerhard / H. Mühlhäuser / S. Odenthal, e-Business nach der Web-Euphorie, S.11, 2001
2 vgl. http//:www.viadrina.euv-frankfurt-o.de/~sk/startup/neweconomy.html
3 vgl. “Erfolgsfaktoren der Real Economy“, H. Mühlhäuser / A. Weishaar, e-Business nach der Web-Euphorie, S.39, 2001
4 vgl. http//:www.ecin.de/marktbarometer/kmu/
5 vgl. http//:www.ecin.de/marktbarometer/kmu/
6 vgl. http://www.brandeins.de/magazin/archiv/2001/ausgabe_04/schwerpunkt/artikel3.html
Kommentare
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden: