Historische Siedlungselemente an der Küste

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Details

Titel: Historische Siedlungselemente an der Küste
Autor: Björn Schreier
Fach: Geowiss. / Geographie - Sonstiges
Veranstaltung: Historische Landschaftselemente und -strukturen
Institution/Hochschule: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (Geographisches Institut)
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2003
Seiten: 42
Note: 1
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 3959 KB
Archivnummer: V19435
ISBN (E-Book): 978-3-638-23568-6

Textauszug (computergeneriert)

Historische Siedlungselemente an der Küste




Vorgelegt von Björn Schreier

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 2

2. Physische Grundlagen der Besiedlung des Nordseeküstenraumes 3

2.1 Küstenentwicklung 3
2.2 Moore 6

3. Wurtensiedlungen 7

3.1 Diachroner Überblick 7
3.2 Wirtschaftsformen auf den Halligen 11
3.3 Langwurten 12

4. Deiche 14

4.1 Die Anfänge der Bedeichung 14
4.2 Herrschaftliche Kolonisation und Deichreihensiedlungen 16
4.3 Deichbau und Deichschutz 18
4.4 Deichstrichsiedlungen 20

5. Elemente der Entwässerung 21

5.1 Siele 21
5.2 Sielhafenorte 23

6. Formen der Erschließung der Moorgebiete 27

6.1 Aufstrecksiedlungen des Mittelalters 27
6.2 Fehnkolonisation der Frühen Neuzeit 30
6.3 Moorbrandkultur und Deutsche Hochmoorkultur 35

7. Zusammenfassung 36

Literaturverzeichnis 38

 

 

 

 


1. Einleitung

Die Konfrontation der Bewohner mit dem ständig vordringenden Meer und die Erschließung der Ungunsträume an der Küste und im Hinterland ließen das Küstengebiet zu einem besonders gearteten Siedlungsraum werden. Nachdem zu-nächst ein Überblick über die physischen Grundlagen im Nordseeküstengebiet erfolgen soll, wird im Anschluss auf einzelne Elemente eingegangen, die das Verhältnis des Menschen zum Meer und den zu erschließenden Neulandgebieten in der Marsch und im Moor ausdrücken. Hierbei werden nicht nur die Siedlungen selbst behandelt, sondern auch Elemente des Hochwasserschutzes, der Entwässerung etc., die zum Verständnis des Siedlungsraumes notwendig sind.

Viele Elemente tauchen in den meisten mitteleuropäischen Küstenregionen auf, beispielsweise Deiche und Entwässerungsbauten - in einzelnen Regionen allerdings zeitlich stark versetzt. Aufgrund der großen vor allem vom Naturraum abhängigen regionalen Besonderheiten beschränke ich mich in dieser Arbeit aber auf den deutschen (vor allem niedersächsischen) Nordseeküstenbereich, da eine erweiterte Betrachtung den Rahmen sprengen würde. Hier prägen bis heute die behandelten Elemente wie Wurten, Deiche und Siele, aber auch die Formen der Marschen- und Moorkolonisation die gegenwärtige Kulturlandschaft.

2. Physische Grundlagen der Besiedlung des Nordseeküstenraumes

2.1. Küstenentwicklung

Im Rahmen des nacheiszeitlichen eustatischen Meeresspiegelanstiegs hat sich die Küstenlinie der Nordsee in den letzten 15.000 Jahren enorm verändert. Verlief sie vor 10.000 Jahren von Mittelengland nach Nordjütland, so hat sich seitdem durch einen weiteren Meeresspiegelanstieg von ca. 50 m die Deutsche Bucht ausgebildet. Um etwa 3000 v. Chr. schließlich erreichte die Küstenlinie das heutige Küstengebiet. àAbb. 1 zeigt die Entwicklung der nordfriesischen Küstenlandschaft seitdem; gekennzeichnet ist sie besonders durch zwei große Einschnitte: Die Flut von 1362, durch die im wesentlichen die nordfriesische Inselwelt entstand, und die Flut von 1634, der ein Großteil der Insel Strand zum Opfer fiel und die die Inseln Pellworm und Nordstrand hinterließ (àTitelblatt: einzige kartographische Aufnahme, die den Zustand vor 1634 dokumentiert).

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