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Einfluss der steuerlichen Gewinnermittlung auf die Finanzierung von Unternehmen - eine betriebswirtschaftliche Analyse

Scholary Paper (Seminar), 2003, 24 Pages
Author: Dennis Koob
Subject: Economics / Business: Accounting and Taxes

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2003
Pages: 24
Grade: 2,0
Language: German
Archive No.: V19493
ISBN (E-book): 978-3-638-23603-4
ISBN (Book): 978-3-638-64615-4
File size: 157 KB

Abstract

Die Wahl der jeweiligen Gewinnermittlungsart ist eine der fundamentalsten steuerlichen Entscheidungen eines jeden Steuerpflichtigen, der Gewinneinkünfte erzielt. Ebenfalls geht von der Finanzierung eine immanente Wirkung für den dauerhaften Erfolg oder Misserfolg aus. Ziel dieser Arbeit ist es nun darzustellen, welche genauen Einflüsse von den verschiedenen steuerlichen Gewinnermittlungsarten auf unterschiedliche Unternehmensfinanzierungsformen ausgehen. Somit soll diese Arbeit eine Klärung der Vorteilhaftigkeit der Gewinnermittlungsarten auf dem Gebiet der Finanzierungswirkungen bieten.


Excerpt (computer-generated)

Einfluss der steuerlichen Gewinnermittlung auf die Finanzierung von
Unternehmen - eine betriebswirtschaftliche Analyse

Seminararbeit

Dennis Koob
WS 2003/2004

 

Inhaltsverzeichnis

TABELLENVERZEICHNIS  IIII

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS  IV

1. PROBLEMSTELLUNG  1

2. GRUNDZÜGE DER STEUERLICHEN GEWINNERMITTLUNG  2
2.1. Grundlagen der steuerlichen Gewinnermittlung  2
2.2. Darstellung der untersuchungsrelevanten Gewinnermittlungsarten  3
2.2.1. Gewinnermittlung nach Betriebsvermögensvergleich  3
2.2.2. Gewinnermittlung nach Einnahmen-Ausgaben-Überschussrechnung  5

3. UNTERSUCHUNGSRELEVANTE FINANZIERUNGSARTEN  6
3.1. Abschreibungsfinanzierung   6
3.2. Rückstellungsfinanzierung   7
3.3. Selbstfinanzierung  8

4. EINFLUSS DER GEWINNERMITTLUNGSARTEN AUF DIE EINZELNEN FINANZIERUNGSARTEN  9
4.1. Auswirkungen der Gewinnermittlungsarten auf die Abschreibungsfinanzierung  9
4.2. Auswirkungen der Gewinnermittlungsarten auf die Rückstellungsfinanzierung  11
4.3. Auswirkungen der Gewinnermittlungsarten auf die Selbstfinanzierung  11

5. ZUSAMMENFASSUNG  12

ANHANG  V

LITERATURVERZEICHNIS  VIII

Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Gewinnermittlungsmethoden für bestimmte Steuerpflichtige V
Tabelle 2: Vergleich von Rücklagen- und Fremdkapitalfinanzierung VI

Abkürzungsverzeichnis
Abs. Absatz
AO Abgabenordnung
BB Der Betriebs-Berater
BBK Buchführung, Bilanz, Kostenrechnung
DStR Deutsches Steuerrecht
EStDV Einkommensteuerdurchführungsverordnung
EStG Einkommensteuergesetz
f. folgende
ff. fortfolgende
GewStG Gewerbesteuergesetz
HGB Handelsgesetzbuch
Hrsg. Herausgeber
i.V.m. in Verbindung mit
KStG Körperschaftsteuergesetz
Nr. Nummer
NWB Neue Wirtschafts-Briefe
o.V. ohne Verfasser
p.a. per anno
S. Seite
vgl. Vergleiche
v.H. vom Hundert
WISU Das Wirtschaftsstudium
ZEW Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung

 

1. Problemstellung

Die Wahl der jeweiligen Gewinnermittlungsart ist eine der fundamentalsten steuerlichen Entscheidungen eines jeden Steuerpflichtigen, der Gewinneinkünfte erzielt. Ebenfalls geht von der Finanzierung eine immanente Wirkung für den dauerhaften Erfolg oder Misserfolg aus.
Ziel dieser Arbeit ist es nun darzustellen, welche genauen Einflüsse von den verschiedenen steuerlichen Gewinnermittlungsarten auf unterschiedliche Unternehmensfinanzierungsformen ausgehen. Somit soll diese Arbeit eine Klärung der Vorteilhaftigkeit der Gewinnermittlungsarten auf dem Gebiet der Finanzierungswirkungen bieten.
Zunächst wird in Kapitel 2 dieser Arbeit der Frage nachgegangen, welche ertragsteuerlichen Gewinnermittlungsarten überhaupt zulässig sind. Diese werden in einem weiteren Schritt kurz dargestellt und es soll eruiert werden, welche Gewinnermittlungsarten für die nachfolgende Untersuchung relevant und geeignet sind. Anschließend werden die als relevant erachteten Gewinnermittlungsarten des Betriebsvermögensvergleichs und der Einnahmen-AusgabenÜberschussrechnung dargestellt und es wird kurz auf die jeweiligen Besonderheiten und Unterschiede eingegangen.
In Kapitel 3 werden die für die Analyse relevanten Unternehmensfinanzierungsformen der Abschreibungs-, Rückstellungs- und Selbstfinanzierung dargestellt. Ferner soll bereits an dieser Stelle der Frage nach den Auswirkungen der Gewinnermittlungsarten in Bezug auf die einzelne Finanzierungsart ansatzweise nachgegangen werden.
Im anschließenden Kapitel 4 wird nun explizit die Frage aufgegriffen, welche Einflüsse von der jeweiligen Gewinnermittlungsart auf die einzelnen Unternehmensfinanzierungsformen ausgehen. In diesem Rahmen wird auch kurz auf die Wirkungen von Agio und Disagio eingegangen, die denen der Abschreibungsfinanzierung sehr ähnlich sind. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass weniger das exakt quantifizierbare Ausmaß der ertragssteuerliche Beeinflussung auf Finanzierungsentscheidungen, sondern die generelle Wirkung unter bestimmten restriktiven Annahmen im Zentrum dieser Arbeit steht. Eine Quantifizierung der Wirkungen dürfte wohl den Rahmen dieser Arbeit bei weitem übersteigen. Im letzten Kapitel erfolgt eine Zusammenfassung und Bewertung der zuvor herausgearbeiteten Ergebnisse sowie eine abschließende Würdigung.

2. Grundzüge der steuerlichen Gewinnermittlung

2.1. Grundlagen der steuerlichen Gewinnermittlung

Die Grundlage einer jeden Besteuerung bildet die Bemessungsgrundlage. Für die Ertragssteuern bedeutet dies, dass die Bemessungsgrundlage weitgehend durch den jeweiligen steuerrechtlichen Gewinn dargestellt wird.
Nach dem Einkommensteuergesetz sind mehrere Gewinnermittlungsarten möglich1. Die zwei wesentlichen Gewinnermittlungsarten sind zum einen die Gewinnermittlung nach 4 Abs. EStG beziehungsweise nach § 5 Abs. StG2, die Gewinnermittlung nach dem Betriebsvermögensvergleich und zum anderen die Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG, die Einnahmen-AusgabenÜberschussrechnung3. Diese beiden Gewinnermittlungsarten zeichnen sich dadurch aus, dass sie am weitesten verbreitet sind und weitestgehend allen Gewinneinkunftsarten offen stehen4.
Von eher nachrangiger Bedeutung ist die Gewinnermittlung bei Handelsschiffen im internationalen Verkehr nach § 5a EStG, die so genannte „Tonnagebesteuerung“. Bei dieser Gewinnermittlungsart wird der Gewinn, welcher aus dem Betrieb international verkehrender Handelsschiffe resultiert, pauschaliert nach der Tonnage der Schiffe berechnet5.
Ebenfalls als nachrangig ist die Gewinnermittlung nach Durchschnittssätzen für land- und forstwirtschaftliche Betriebe, nach § 13a EStG einzustufen. Als Besteuerungsgrundlage dient hier der Durchschnittssatzgewinn nach § 13a Abs. 3 EStG, welcher unter Beachtung des § 13a Abs. 4-6 EStG pauschal mit 35 v.H. als Gewinn angesetzt wird.

Da sowohl die „Tonnagebesteuerung“, als auch die Gewinnermittlung nach Durchschnittsätzen nur einem sehr beschränkten Kreis an Einkommensteuerpflichtigen offen steht und diese teilweise eher dem Bereich der Subventionen6, als dem Bereich der gerechten Gewinnermittlungsvorschriften zuzuordnen sind7, werden diese beiden Gewinnermittlungsarten bei der weiteren Beurteilung des Gesamtthemenkomplexes außer Acht gelassen.

[....]


1 Die Gewinnermittlung durch Betriebsausgabenpauschalierung nach dem Kleinunternehmerförderungsgesetz wird hierbei nicht berücksichtig, näheres dazu in: Merker, C., Steuer & Studium, 2003, S. 538-540.

2 Auf die Unterschiede diese beiden Regelungen wird in Kapitel 2.2.1. explizit eingegangen.

3 Diese wird in der Literatur auch häufig als Überschussrechnung der Betriebsausgaben über die Betriebseinnahmen bezeichnet.

4 Zur Übersicht des Gesamtkomplexes wird an dieser Stelle auf Anhang I, S. V verwiesen.

5 Vgl. Scheffler, W., Ertragsteuern, 2001, S. 79.

6 Vgl. Drüen, K.-D., DStR, 1999, S. 1589.

7 Vgl. Tipke K./Lang, J., Steuerrecht, 2002, S. 357.


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