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Die Rolle Internationaler Unternehmen in Entwicklungsländern. Ausbeuter oder Entwicklungshelfer?

Hausarbeit, 2002, 21 Seiten
Autor: Johannes Hartmann
Fach: Wirtschaft - Volkswirtschaftslehre

Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2002
Seiten: 21
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V19522
ISBN (E-Book): 978-3-638-23621-8

Dateigröße: 240 KB
Anmerkungen :
Die Analyse ist auf Internationale Unternehmen (IU) der Industrieländer begrenzt, die als Arbeitgeber in Entwicklungsländern auftreten. Folglich ist die Wirkung von Ausländischen Direktinvestitionen (ADI) auf die Entwicklung der Zielländer Gegenstand dieser Arbeit.



Textauszug (computergeneriert)

Hausarbeit im Seminar
International Finance
des Studiengangs International Business
Wirtschaftswissenschaften
an der Fachhochschule Mainz

Die Rolle Internationaler Unternehmen in
Entwicklungsländern. Ausbeuter oder Entwicklungshelfer?

Johannes Thomas Hartmann
03.06.2002

 

INHALTSVERZEICHNIS

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS II

1. EINLEITUNG 1
1.1 THEMA 1
1.2 LÖSUNG 1

2. DIE VERTEILUNG VON AUSLÄNDISCHEN DIREKT INVESTITIONEN 2

3. ENTWICKLUNG DURCH AUSLÄNDISCHE DIREKTINVESTITIONEN? 2
3.1 WACHSTUMSSPEZIFISCHE EINFLUSSBEREICHE 3
3.1.1 Impulse auf die Zahlungsbilanz 3
3.1.2 Technologietransfer 4
3.1.3 Impulse auf Markt- und Wettbewerbsstruktur 5
3.2 ENTWICKLUNGSPARAMETER JENSEITS DES WACHSTUMS 6
3.2.1 Arbeitskonditionen 7
3.2.2 Umwelt 8
3.2.3 Soziokulturelle Entfaltung 9

4. SCHLUSSFOLGERUNG 10

LITERATURVERZEICHNIS 12

ANHANGSVERZEICHNIS 15

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
ADI Ausländische Direktinvestitionen
BIP Bruttoinlandsprodukt
FDI Foreign Direct Investment
F&E Forschung und Entwicklung
ILO International Labour Organization
IU Internationale Unternehmen1
M&A Mergers and Acquisitions
NGO Nongovernmental Organization
OECD Organization for Economic Co-Operation and Development
UN United Nations
UNCTAD United Nations Conference on Trade and Development
UNO United Nations Organization
US United States (of America)

 

1. Einleitung

1.1 Thema


"Die Rolle Internationaler Unternehmen in Entwicklungsländern. Ausbeuter oder Entwicklungshelfer?"2

1.2 Lösung

Die Analyse ist auf Internationale Unternehmen (IU) der Industrieländer begrenzt, die als Arbeitgeber in Entwicklungsländern auftreten. Folglich ist die Wirkung von Ausländischen Direktinvestitionen (ADI) auf die Entwicklung der Zielländer3 Gegenstand dieser Arbeit. IU treten in verschiedener Weise und mit unterschiedlichen Absichten in die Entwicklungsmärkte ein, zudem bieten die aufnehmenden Länder völlig ungleiche Voraussetzungen. Alle genannten Variablen beeinflussen die Rolle IU in Entwicklungsländern. Um eine möglichst homogene Gruppe von IU untersuchen zu können, ist die Analyse auf sogenannte effizienzsuchende4 Investitionen begrenzt. Rohstoffsuchende- und marktsuchende- Investitionen bleiben außen vor.5 Dabei werden Aspekte der Markteintrittsformen: M&A und Greenfield Investment berücksichtigt. 6

Wenngleich in der Literatur keine Einigung über die eigentliche Bedeutung des Begriffs "Entwicklung" herrscht, so wird er doch häufig als direkt korrespondierend mit dem Begriff "Wachstum" verstanden.7 Ausgehend von dieser Annahme soll zunächst auf die Relation zwischen ADI und Wirtschaftswachstum eingegangen werden. Die Wirkung von ADI auf das Wachstum hängt aber nicht nur isoliert von der Wirtschaftsleistung der Auslandsinvestition ab. Vielmehr können durch die Aktivität der ADI komplexe Impulse auf Zahlungsbilanz, Technologie sowie Markt- und Wettbewerbsstruktur des Empfängerlandes ausgehen, die wiederum das nachhaltige Wirtschaftswachstum determinieren. Deshalb wird der Einfluss von IU auf die genannten Aspekte einzeln analysiert.

Darüber hinaus müssen in Bezug auf die Fragestellung, ob IU die Rolle als Entwicklungshelfer oder Ausbeuter in Entwicklungsländern inne haben, zudem der Einfluss von ADI auf die Arbeitskonditionen, die Umwelt und die soziokulturelle Entwicklung der Entwicklungsländer untersucht werden. Diese Sichtweise wird unter anderem von der durch die UNO etablierte Initiative "Globaler Pakt" unterstützt.8

2. Die Verteilung von Ausländischen Direkt Investitionen

Der Anteil der Entwicklungsländer von ca. 1/3 der in den letzten Jahren weltweit geflossenen ADI ist in hohem Maße ungleich auf die einzelnen Regionen der Dritten Welt verteilt. Während Lateinamerika, Südostasien und die Entwicklungsländer von Zentral- und Osteuropa zusammen mehr als 90% der an die Dritte Welt fließenden ADI aufnehmen, sind die ärmsten Entwicklungsländer der Welt von diesem Einfluss nahezu ausgeschlossen.9 IU spielen demnach durch ADI nur dort eine nennenswerte Rolle wo schon ein bestimmtes Maß an Wachstumspotential vorhanden ist.

3. Entwicklung durch Ausländische Direktinvestitionen?

Gemäß der in der "Lösung" getroffenen Annahme, dass Entwicklung direkt mit Wachstum korrespondiert, ist es zunächst von Interesse welche Wirkung allgemein ADI auf das Wirtschaftswachstum des Empfängerlandes haben. Hierzu gibt es eine Vielzahl von empirischen Untersuchungen, die in ihren Ergebnissen zwar zu unterschiedliche Ausmaßen des Wachstumseffektes von ADI kommen aber dennoch gemeinsam eine tendenziell positive Wachstumswirkung diagnostizieren.10 Die im Jahr 2000 für die OECD veröffentlichte Studie von Marcelo Soto "Capital flows and growth in developing countries" zeigt für den Zeitraum 1986 - 1997 für eine Auswahl von insgesamt 44 Entwicklungsländern11, dass ein einprozentiger Zuwachs der ADI in Relation zum BIP ein kurzfristiges Wirtschaftswachstum von 0,16 % und langfristig von 0,6 % induziert.12

[....]


1 Abkürzung vom Verfasser definiert
2 Siehe: Anhang I - Definitionen zu Begiffen des Titels, S. 16
3 Zielländer = Empfängerländer = Entwicklungsländer = Dritte Welt
4 Der Ausdruck "Effizienz" bezieht sich dabei i.d.R. auf Kostenvorteile aus dem Produktionsfaktor Arbeit.
5 Siehe: Nunnenkamp, Peter: Kieler Diskussionsbeiträge, Foreign direct investments in developing countries. Kiel 2001, S.9
6 M&A = Mergers & Acquisitions = Fusionen und Übernahmen, Greenfield Investment = Neuaufbau
7 Entgegen der dargestellten Auffassung vertritt bspw. Wolfgang Sachs den Ansatz, dass jeder Versuch,
Entwicklung normativ zu definieren, die Funktion impliziere, "alle Gesellschaften auf eine von den Entwicklungsländern vorgezeichnete Bahn der Geschichte zu platzieren", siehe: Hein, Wolfgang: Unterentwicklung - Krise der Peripherie, Obladen 1998, S. 148.
8 Siehe: (Internet) UNO - Globaler Pakt - Die neun Grundsätze des Paktes
9 Siehe: Anhang II - Verteilung von Ausländischen Direktinvestitionen, S. 17
10 Siehe: Nunnenkamp, Peter: Kieler Diskussionsbeiträge, Foreign direct investments in developing countries. Kiel 2001, S.16
11 Siehe: Anhang III - Länder der OECD - Studie, S. 18
12 Siehe: (Internet) OECD - Marcelo Soto, Capital flows and growth in developing countrries, 2000


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