Ursachen und Verlauf der Weltwirtschaftskrise 1929 bis1932

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Details
Autor: Jörg Wagner
Fach: Wirtschaft - Wirtschaftspolitik
Veranstaltung: Epochen der Wirtschafts- und Sozialgeschichte
Institut: Fachhochschule für Wirtschaft (Sozialwissenschaften)
Jahr: 2002
Seiten: 19
Note: 2,0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 85 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-23667-6
Textauszug (computergeneriert)
Fachhochschule für Wirtschaft Berlin
Sozialwissenschaften
Hausarbeit
Ursachen und Verlauf der Weltwirtschaftskrise
der Jahre 1929 bis 1932
Jörg Wagner
13. Dezember 2002
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
II. Die Wirtschaft in der Weimarer Republik
1. Die unmittelbare Nachkriegszeit - November 1918 bis November 1923
2. Relative Stabilität – November 1923 bis Oktober 1929
3. Die Krisenjahre von 1929 bis 1933
3.1. Wirtschaftsmacht USA
3.2. Der amerikanische Börsenboom und seine Auswirkungen auf Europa
3.3. Die Börsenkrise und der schwarze Freitag
3.4. Die weltweite Bankenkrise und ihre Folgen
3.5. Die Landwirtschaft in der Krise
3.6. Konjunkturflaute und Deflation
3.7. Politik des Protektionismus
3.8. Die sozialen Missstände und ihre politischen Folgen
3.9. Die Regierungen ab 1932
3.10. Krisenbewältigung in den USA
III. Die Ursachen der Weltwirtschaftskrise
1. Ursachen aus Sicht der Marxisten
2. Die neoklassische Sichtweise
IV. Literaturverzeichnis
I. Einleitung
Nach Ende des ersten Weltkrieges, welches im Spätherbst 1918 durch das Waffenstillstandsgesuch des Deutschen Reiches an die Ententemächte zustande kam, verschwand das machtvolle kaiserlich monarchische System quasi über Nacht. Es folgte die Parlamentarisierung des Deutschen Reiches und die Republik wurde ausgerufen. Die Weimarer Republik war geboren. Schon in der Entwicklung der Verfassung wurden dabei entscheidende Fehler begangen. So war beispielsweise der Reichspräsident mit zuviel Macht ausgestattet (Präsidialdiktatur), wohingegen der Reichskanzler eine beinahe handlungsunfähige politische Figur war. Das Verhältniswahlrecht und das Fehlen der heutigen 5%-Klausel tat sein übriges, indem es für eine starke Zersplitterung der Mandate sorgte. Entscheidungen konnten nur mittels Notverordnungen getroffen werden, da die Regierungen beinahe nie eine Mehrheit im Reichstag erreichten. Die Weimarer Republik war infolgedessen ein sehr schwaches und äußerst instabiles Gebilde. Die Hauptprobleme der Weimarer Zeit waren die Reparationszahlungen, die durch den Versailler-Vertrag gefordert wurden, sowie Probleme in der Wirtschafts- und Sozialpolitik. In den folgenden bewegten Jahren bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten regierten Sage und Schreibe fünfzehn Koalitionskabinette unterschiedlicher Zusammensetzung. Die Zeit der Weimarer Republik endete im Jahre 1933 direkt in den Führerstaat der NSDAP.
II. Die Wirtschaft in der Weimarer Republik
In der Wirtschaftsgeschichte der Weimarer Republik unterscheidet man im Allgemeinen drei Perioden: Die unmittelbare Nachkriegszeit von November 1918 bis November 1923, die Zwischenphase relativer Stabilität bis Oktober 1929 und die nachfolgenden Depressionsjahre bis zum Januar 19331.
1. Die unmittelbare Nachkriegszeit - November 1918 bis November 1923
Die ersten Jahre der Weimarer Republik waren durch wirtschaftliches Chaos infolge der hohen Reparationsauflagen und dem Verfall des Geldwertes, der aufgrund der Budgetdefizite im Haushalt in einer Hyperinflation endete, gekennzeichnet2.
2. Relative Stabilität – November 1923 bis Oktober 1929
In der zweiten Phase konnte durch die Umwandlung der Reparationen in den Dawes-Plan und die Einführung der Rentenmark bzw. der Reichsmark zunächst Stabilität erreicht werden. Die Inflation wurde besiegt und die Wirtschaft begann sich zu erholen. Deutschland bezog von den USA technisches- und betriebswirtschaftliches Know-how. Es wurden riesige Fabriken errichtet, um die Vorteile der Massenproduktion voll ausnutzen zu können. Angesichts der Notwendigkeit von Ausfuhrüberschüssen für die Reparationszahlungen, unterstützte die Regierung die Rationalisierungswelle, die häufig mit dem Kapitalimport zusammenhing3. Dadurch kam zur schon vorhandenen Belastung durch die Reparationszahlungen, dass Deutschland Kapital und Zinsen für die nach der Stabilisierung erhaltenen Auslandsanleihen zurückzahlen musste.
Die deutsche Handelsbilanz war im Jahre 1929 ausgeglichen und in der chemischen, elektrotechnischen, der feinmechanischen und der optischen Industrie hatte Deutschland seine führende Rolle zurückgewonnen. Die internationale Wirtschaftssituation hatte sich aber bereits verändert, und die deutschen Ausfuhren wurden im Ausland mit Zollerhöhungen und anderen Handelsbeschränkungen beantwortet4. Ein weiteres Problem wurde allmählich die Art, mit der die deutsche Wirtschaft modernisiert wurde. Die für den Modernisierungsprozess erforderlichen Importe wurden allesamt über Auslandskredite finanziert. Die deutsche Neuverschuldung im Ausland stieg dadurch in dieser Zeit stark an und die in Zeiten der Inflation billigen Arbeitskräfte wurden in Zeiten der Deflationspolitik immer teurer, was eine Rationalisierungswelle und schon jetzt einen starken Anstieg der Arbeitslosigkeit zur Folge hatte.
3. Die Krisenjahre von 1929 bis 1933
3.1. Wirtschaftsmacht USA
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1 Hardach, a.a.O., S. 23
2 Hardach, a.a.O., S. 23
3 Hardach, a.a.O., S. 43
4 Hardach, a.a.O., S. 43
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