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Hauptseminararbeit, 2001, 24 Seiten
Autor: Korina Solbach
Fach: Theologie - Biblische Theologie
Details
Institution/Hochschule: Justus-Liebig-Universität Gießen (Institut für Evangelische Theologie)
Tags: Johannesevangelium, Zeichen
Jahr: 2001
Seiten: 24
Literaturverzeichnis: ~ 15 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-11215-4
Dateigröße: 266 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut für evangelische Theologie
Sonderfall Johannes - die Eigenart des vierten Evangeliums
SS 2001
Seminar-Arbeit
Korina Käppel
5. Sem. L1
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Der Zeichenbegriff im Alten Testament 4
2.1 Der funktionale Grundcharakter des Zeichenbegriffs 4
2.2 Außerbiblische Belege 4
2.3 ,,Zeichen" und prophetische Sendung im Alten Testament 4
3. ,,Zeichen" im Neuen Testament ohne Johannes 6
3.1 Die Terminologie der Synoptiker 7
4. ,,Zeichen" im Johannesevangelium 8
4.1 Wortfeld und Sprachgebrauch 8
4.2 ,,Zeichen" im Zusammenhang mit großen Machttaten 10
4.2.1 Das ,,Zeichen" zu Kana (2,1-11) 10
4.2.2 Das ,,Zeichen" der Heilung des Sohnes eines königlichen Beamten (4,46-54) 12
4.2.3 Die Heilung eines Kranken am Teich Betesda (5,1-16) 14
4.2.4 Das ,,Zeichen" der Speisung (6,1-15) 15
4.2.5 Der Seewandel (6,16-27) 17
4.2.6 Das ,,Zeichen" der Blindenheilung (9,1-41) 18
4.2.7 Das ,,Zeichen" der Auferstehung (11,1-45) 19
4.2.8 Der Todesbeschluß des Hohen Rates (11,45-53) 20
5. Fazit 21
6. Literaturverzeichnis 23
1. Einleitung
Der Begriff ,,Zeichen" ist ursprünglich nicht im religiösen Bereich beheimatet und gewinnt erst in einem entsprechenden theologischen Zusammenhang eine theologische Färbung.1 Eine frühe Übernahme des Begriffs in theologische Zusammenhänge erfolgt im Alten Testament. Aus diesem Grund wird auf den Verwendungsbereich im Alten Testament, in Kapitel 2, kurz eingegangen.
Auch das Neue Testament verwendet den Begriff ,,Zeichen". Aus diesem Grund soll in Kapitel 3 die Verwendung und Terminologie des Begriffs in Augenschein genommen werden.
Das vierte und letzte Evangelium ist anders als seine drei synoptischen Vorgänger. Dies zeigt sich auch in der Verwendung des Begriffs ,,Zeichen". Daher wird in Kapitel 5 zunächst versucht das Wortfeld und den Sprachgebrauch des Begriffs zu analysieren und seine Bedeutung für das vierte Evangelium heraus zu arbeiten. In einem besonderen Maße zeigt sich die Besonderheit des Johannesevangeliums auch durch die von ihm berichteten Wundergeschichten und Christusreden. Das Evangelium enthält sieben Wunder, die - darauf weist 20,30f. hin - nur einen Ausschnitt aus einer reichen Wundertätigkeit Jesu darstellen. Alle Wunder sind ,,Zeichen", die dem Erweis der Herrlichkeit Jesu dienen und zum Glauben an den Christus, den Sohn Gottes, führen sollen. Die Untersuchung und Darstellung dieser sieben ,,Zeichen" bildet den Schwerpunkt dieser Arbeit (vgl. Kap. 4.2 und 4.3).
Die Behandlung der Quellentheorie R. Bultmanns, die sogenannten Semeia-Quelle, die von S. Schulz weiter ausgebaut wurde, kann im Rahmen dieser Arbeit nicht erfolgen. Das würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen. Aus diesem Grund wird die Semeia-Quelle an wenigen Stellen lediglich ,,gestreift".
2. Der Zeichenbegriff im Alten Testament
2.1 Der funktionale Grundcharakter des Begriffs
Im AT ist ein ,,Zeichen" ausschließlich Gegenstand einer sinnlichen, visuellen Wahrnehmung. Zeichen aber sind sie, weil sie eine genau definierte Funktion haben, also eine konkrete Erkenntnis ermöglichen. Die Funktion, die dem Zeichen im AT zukommt, ist im weitesten Sinn als ,,Erkenntnis zur Vergewisserung"2 zu bezeichnen. Ohne Ausnahme laufen sie darauf hinaus, zu verdeutlichen, daß sie Kräfte enthalten, die in das geistige Zentrum des mit ihnen Konfrontierten hineinwirken und hier klärend wirken sollen, so daß es zu einer vorher so nicht vorhandenen Gewißheit kommt. ,,Zeichen" ist eine Sache, ein Vorgang oder ein Ereignis, woran man etwas erkennen, lernen, im Gedächtnis behalten oder die Glaubwürdigkeit einer Sache einsehen soll.3
Je nach Kontext und Funktion kann man ,,Zeichen" unterteilen in Erkenntniszeichen (als ,,Beweiszeichen" im rechtlichen Bereich), Schutzzeichen, Glaubenszeichen, Erinnerungszeichen, Bundeszeichen (als Spezialfall der Erinnerungszeichen) und Bestätigungszeichen (vor allem bei prophetischen Berufungen). Hinzu treten noch prophetische Zeichenhandlungen.4
2.2 Außerbiblische Belege
Im 4. Lachisch-Ostrakon wird ein Rauch- bzw. Feuerzeichen zur Nachrichtenübermittlung erwähnt (588 v.Chr.). Daran zeigen sich zwei Eigenschaften, die das zuvor genannte Verständnis bestätigen: Zeichen sind optisch wahrnehmbar und sie haben eine genau definierte Funktion, die eine konkrete Erkenntnis ermöglicht.5
[...]
1 vgl. Theologisches Begriffslexikon zum Neuen Testament. Neu bearb. Ausgabe in zwei Bänden. Hrsg. von Coenen, Lothar/Haacker, Klaus. Bd. II: I-Z. Wuppertal: Brockhaus Verlag 2000. S. 1970.
2 Bittner, Wolfgng J.: Jesu Zeichen im Johannesevangelium. Tübingen: J.C.B. Mohr (Paul Siebeck)
1987. S. 23.
3 vgl. Bittner, W. J.: Jesu Zeichen im Johannesevangelium. S. 23.
4 vgl. Theologisches Begriffslexikon zum NT. S. 1971.
5 vgl. DAS GROßE BIBELLEXIKON. Neu bearb. Ausgabe in drei Bänden. Hrsg. von Burkhardt, Helmut/Grünzweig, Fritz/Laubach, Fritz/Maier, Gerhard. Bd. III: Paddan-Zypern. Wuppertal/Zürich: R. Brockhaus Verlag 1989. S. 1716.
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