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Die Rechte afroamerikanischer Muslims in Gefängnissen

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2002, 20 Pages
Author: Sabine Krieg
Subject: American Studies - Culture and Applied Geography

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2002
Pages: 20
Grade: 2
Bibliography: ~ 14  Entries
Language: German
Archive No.: V19672
ISBN (E-book): 978-3-638-23741-3
ISBN (Book): 978-3-638-81161-3
File size: 201 KB

Abstract

Einer statistischen Erhebung des Bureau of Justice in den USA zufolge machten afroamerikanische Staatsbürger Ende des Jahres 1997 12% der Bevölkerung aus, stellten jedoch zugleich 44% aller Gefangener des Landes dar. Diese Statistik widerspiegelt den sozialen Notstand der größten Minderheitengruppe der USA. Recherche hinter Gefängnismauern wird in der Regel Wissenschaftlern verweigert. Man kann aber an Rechtsfällen, die von afroamerikanischen Gefangenen vor Gericht gebracht wurden, ablesen, wie die Insassen behandelt wurden bzw. immer noch behandelt werden. Dabei wird deutlich, dass sich vor allem die Gruppe der Black Muslims im Kampf für eine freie Religionsausübung in Gefängnissen stark macht. Die Nation of Islam, die dominierende gemeinschaftliche Bezeichnung der Black Muslims, der fast ausschließlich afroamerikanische Gläubige angehören, setzt sich speziell für die Rechte ihrer Anhänger ein und ist mit einer einzigartigen Systematik der Missionierung Vorreiter darin, Häftlinge zum Islam zu konvertieren. Die vorliegende Arbeit behandelt im folgenden die Problematik, der afroamerikanische Muslims im Gefängnis ausgesetzt sind, die ihren Glauben praktizieren möchten. Viele Bereiche des Alltags hinter Gefängnismauern kollidieren mit dem Tagesablauf eines gläubigen Muslim. Welche Rechte ihnen heute dank ihres eigenen engagierten Einsatzes gewährt werden, wie Malcolm X die Bewegung beeinflusste und wie sich das Leben in Gefangenschaft gestaltet wird hier dargestellt.


Excerpt (computer-generated)

Die Rechte afroamerikanischer Muslims
in Gefängnissen



Sabine Krieg

Inhalt

1. EINLEITUNG 4

2. DIE GESCHICHTE DER BLACK MUSLIMS IN DEN USA 4

3. BLACK MUSLIMS HEUTE 7

4. FALLBEISPIEL: ELIAS SENGOR 8

5. DIE MORAL IN GEFÄNGNISSEN 9

6. DAS FIRST AMENDMENT 10

7. DER KAMPF DER BLACK MUSLIMS FÜR RELIGIÖSE RECHTE 12

7.1 Gleichberechtigte Behandlung 12
7.2 Essen 13
7.3 Kleidung und Körperpflege 13
7.4 Gebete 14
7.5 Inhaftierte Muslims und weibliches Personal 14
7.6 Umgang mit religiösen Streitpunkten 15

8. MALCOLM X - ERFAHRUNGEN EINES PROMINENTEN HÄFTLINGS 15

9. AUSWIRKUNG DER EINSCHRÄNKUNGEN 17

10. ZUKUNFTSAUSSICHTEN 18

11. LITERATUR 19

12. INTERNETSEITEN 20

 

 

 


1. Einleitung

Einer statistischen Erhebung des Bureau of Justice in den USA zufolge machten afroamerikanische Staatsbürger Ende des Jahres 1997 12% der Bevölkerung aus, stellten jedoch zugleich 44% aller Gefangener des Landes dar. Diese Statistik widerspiegelt den sozialen Notstand der größten Minderheitengruppe der USA. Recherche hinter Gefängnismauern wird in der Regel Wissenschaftlern verweigert. Man kann aber an Rechtsfällen, die von afroamerikanischen Gefangenen vor Gericht gebracht wurden, ablesen, wie die Insassen behandelt wurden bzw. immer noch behandelt werden. Dabei wird deutlich, dass sich vor allem die Gruppe der Black Muslims im Kampf für eine freie Religionsausübung in Gefängnissen stark macht.

Die Nation of Islam, die dominierende gemeinschaftliche Bezeichnung der Black Muslims, der fast ausschließlich afroamerikanische Gläubige angehören, setzt sich speziell für die Rechte ihrer Anhänger ein und ist mit einer einzigartigen Systematik der Missionierung Vorreiter darin, Häftlinge zum Islam zu konvertieren. Die vorliegende Arbeit behandelt im folgenden die Problematik, der afroamerikanische Muslims im Gefängnis ausgesetzt sind, die ihren Glauben praktizieren möchten. Viele Bereiche des Alltags hinter Gefängnismauern kollidieren mit dem Tagesablauf eines gläubigen Muslim. Welche Rechte ihnen heute dank ihres eigenen engagierten Einsatzes gewährt werden, wie Malcolm X die Bewegung beeinflusste und wie sich das Leben in Gefangenschaft gestaltet wird hier dargestellt.

2. Die Geschichte der Black Muslims in den USA

Nach der Aufhebung der Sklaverei zogen viele Schwarze, die ehemals auf Plantagen im Süden arbeitete, in den Norden der USA, um dort im Zuge der Industrialisierung ihr Glück zu versuchen. Sie siedelten sich zunächst in Vorstadtgebieten an, drängten aber immer mehr in die Innenstädte und verdrängten die dort lebenden Weißen. Da die Konkurrenz um die neu entstandenen Arbeitsplätze, die vorwiegend in der Automobilindustrie angesiedelt waren, zu groß war, konnten in den Fabriken und Werken nicht alle Emigranten eine Beschäftigung finden. Die sich breit machende Armut ließ Ghettos entstehen, die einen Anstieg krimineller Delikte mit sich brachte.

Die Gruppe der Black Muslim" war von Anfang an keine gewöhnliche muslimische Gemeinschaft. Sie wollte sich von bereits sesshaft gewordenen muslimischen Einwanderern in den Städten der USA zu Beginn des 20. Jahrhunderts bewusst absondern. Diese Abgrenzung brachten sie verstärkt zum Ausdruck; indem sie sich als "Muslims" und nicht "Moslems" bezeichneten. Dabei ist zu beachten, dass nicht alle Afroamerikaner mit islamischem Glauben der Gruppe der Black Muslims angehören.

[...]


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