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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2002, 21 Pages
Author: Sabine Krieg
Subject: Communications: Intercultural Communication
Details
Tags: Kulturelle, Identität, Welt
Year: 2002
Pages: 21
Grade: 2,3
Bibliography: ~ 22 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-23744-4
ISBN (Book): 978-3-638-81164-4
File size: 213 KB
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Abstract
Kellenberger zitiert Georg Christoph Lichtenberg in Allmende (S. 123) mit den Worten: „Sehr viele und vielleicht die meisten Menschen müssen, um etwas zu finden, erst wissen, daß es vorhanden ist.“ Die Identität der Deutschen fällt genau in diese Kategorie der Dinge, die gefunden werden wollen. Überlegt man sich, was als „typisch deutsch“ gilt, kommen einem Begriffe in den Sinn wie Autos, Bier, Urlaub auf Mallorca. Ich als Deutsche erwidere, ein Auto habe ich noch nie besessen, ich trinke lieber Wein anstatt Bier und auf Mallorca war ich auch noch nicht. Demnach steckt eine gemeinsame kulturelle Identifikation wohl tiefer in uns drin. Graf von Krockow widmet in seinem Buch „Über die Deutschen“ ein Kapitel dem deutschen Wald und behauptet, er sei für die Deutschen ein Sinnbild des Bleibenden und biete der Seele einen Ankergrund (S. 100). Aber womit identifizieren sich die Deutschen? Diese Arbeit soll deutlich machen, dass, ausgehend von der derzeitigen Debatte zwischen Kulturalisten und Universalisten, kulturelle Identität in Deutschland nicht so leicht zu definieren ist, und wir mit unserer eigenen Kultur sowie mit fremden Kulturen in Bezug auf Identifikation eine Problematik darstellt.
Excerpt (computer-generated)
Kulturelle Identität in einer globalen Welt
Sabine Krieg
Inhalt
1. EINLEITUNG 4
2. KULTURALISMUS UND KULTURELLE IDENTITÄT 5
2.1 Kulturalisten und Universalisten 5
2.2 Kulturelle und kollektive Identität 6
3. DEUTSCHE IDENTITÄT 9
3.1 Womit wir uns identifizieren 9
3.2 Identitätsprobleme 10
4. KULTUR ALS STOLPERSTEIN? 13
4.1 Kultur und Globalisierung 13
4.2 Kulturschmelze 14
4.3 Angst vor dem Fremden 15
5. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK 18
6. QUELLEN 20
6.1 Bücher / Artikel 20
6.2 Webseiten 21
1. Einleitung
Kellenberger zitiert Georg Christoph Lichtenberg in Allmende (S. 123) mit den Worten: "Sehr viele und vielleicht die meisten Menschen müssen, um etwas zu finden, erst wissen, daß es vorhanden ist." Die Identität der Deutschen fällt genau in diese Kategorie der Dinge, die gefunden werden müssen. Überlegt man sich, was als "typisch deutsch" gilt, kommen einem Begriffe in den Sinn wie Autos, Bier, Urlaub auf Mallorca ein. Ich als Deutsche erwidere, ein Auto habe ich noch nie besessen, ich trinke lieber Wein anstatt Bier und auf Mallorca war ich auch noch nicht. Demnach steckt eine gemeinsame kulturelle Identifikation wohl tiefer in uns drin. Aber womit identifizieren wir uns? Graf von Kruckow widmet in seinem Buch "Über die Deutschen" ein Kapitel dem deutschen Wald und behauptet……………… Diese Arbeit soll deutlich machen, dass, ausgehend von der derzeitigen Debatte zwischen Kulturalisten und Universalisten, kulturelle Identität in Deutschland nicht so leicht zu definieren ist, und wir mit unserer eigenen Kultur sowie mit fremden Kulturen in Bezug auf Identifikation gewisse Probleme haben. Der Deutsche Wald
2. Kulturalismus und kulturelle Identität
2.1 Kulturalisten und Universalisten
Die allgegenwärtige politische Diskussion um die multikulturelle Gesellschaft beschäftigt seit geraumer Zeit auch die Wissenschaft. In deren Ausgestaltung nehmen nach Schiffauer (S. 144 ff.) Kulturalisten und Universalisten gespaltene Lager ein. Kulturalisten bestehen zunächst auf das Recht jedes Menschen zur kulturellen Selbstverwirklichung und somit auf das Recht, anders sein zu können und zu dürfen. Sie bringen dabei das Argument hervor, der Mensch habe grundsätzlich das Bedürfnis auf eine generelle und weitläufige Anerkennung, welches unerschöpflich sei. Gleichzeitig wird in jedem Menschen das Bedürfnis wach, als besonderes Individuum anerkannt zu werden und ohne Einschränkungen, so wie man ist und so wie man (durch die Herkunft) geworden ist, akzeptiert zu werden. In diesem Zusammenhang wird der Ruf nach Differenz laut. Indem sich Kulturalisten auf die Tatsache beziehen, Normen, Werte und Standards würden geteilt, bringen sie ihre Vorstellung einer Kultur mit einem Zentrum und einer Grenze zutage. Kultur hat ihrer Auffassung nach einen Ursprung und eine Mission. Im gleichen Atemzug leugnen sie, dass jede Kultur prinzipiell offen und lebendig ist. Das Dilemma, das sich für die Ethnologie aufweist ist, dass Kulturalisten mit dieser Einstellung ihre Kultur "stilisieren, reduzieren und standardisieren", um sie zu verteidigen. Schiffauer sieht darin einen Prozeß, der zur "Selbstverkapselung" führt. Das Konzept des Kulturalismus geht auf Charles Taylor zurück.
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