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Referat (Ausarbeitung), 2003, 43 Seiten
Autor: Christina Schulz
Fach: Sachunterricht, Heimatkunde (Grundschulpädagogik)
Details
Institution/Hochschule: Universität Koblenz-Landau (Grundschulpädagogik)
Tags: Interaktionsspiele, Grundschule, Kreativer, Sachunterricht
Jahr: 2003
Seiten: 43
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-23811-3
Dateigröße: 254 KB
Im Anhang (19 Seiten) befinden sich einige sehr gute Interaktionsspiele zum Erlernen der Sozialkompetenz innerhalb dieser.
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Textauszug (computergeneriert)
Universität Koblenz-Landau,
Seminar: Kreativer Sachunterricht
Interaktionsspiele in der Grundschule
Christina Schulz
03.02.2003
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Die Bedeutung von Spielen in der Grundschule 4
3. Was sagt der Lehrplan zu „Spielen im Unterricht“? 5
4. Ziele und Wirkungsweisen von Interaktionsspielen 7
4.1. Wirkungsweisen von Interaktionsspielen 7
4.2. Ziele von Interaktionsspielen 9
5. Voraussetzungen und Durchführung von Interaktionsspielen 11
5.1. Voraussetzungen für Interaktionsspiele 11
5.2. Die Durchführung von Interaktionsspielen 12
6. Beispiele für fächerunabhängige Interaktionsspiele 14
6.1. Geräusche in der Nacht 14
6.2. Zauberschachtel 16
6.3. Ich habe es geschafft 17
6.4. Ähnlichkeiten und Unterschiede 19
7. Interaktionsspiele für den Sachunterricht 20
7.1. Berufe 20
7.2. Die vier Elemente 20
7.3. Tier-, Städte- und Blumenspiel 21
8. Schlusswort 22
9. Literaturverzeichnis 24
1. Einleitung
Im Rahmen des Seminars „Kreativer Sachunterricht“ lernten wir bisher die unterschiedlichsten Möglichkeiten kennen, diesen kreativ zu gestalten. Von Themen wie „Kreativsein mit Naturelementen: Beispiel Feuer“ bis hin zu „Kreativsein mit allen Sinnen“ erstreckte sich das Repertoire. Stets ließ sich dabei ein direkter Lehrplanbezug erstellen.
Der folgende Beitrag wird sich mit der Beziehung zwischen dem Bereich Schulunterricht und Interaktionsspielen auseinander setzen. Es soll versucht werden Bezüge zwischen beiden zu erstellen.
Wie lassen sich Spiele, genauer noch „Interaktionsspiele“, begründet in den Unterricht integrieren? Sind Interaktionsspiele innerhalb des Schulunter- richts zu vertreten, oder dienen sie der reinen Unterhaltung? Lassen sich zwischen „Interaktionsspielen“ und Lehrplänen Bezüge erstellen? Der folgende Beitrag wird sich, mit dem Versuch der Beantwortung dieser Fragen, beschäftigen.
Im Anschluss daran wird die große Vielfalt an „Interaktionsspielen“ näher beleuchtet. Dies geschieht in Hinblick auf ihre Wirkungsweise und ihren Einsatzschwerpunkt. Darüber hinaus sollen direkte Berührungspunkte zwischen Interaktionsspielen und dem Seminarschwerpunkt „Sachunterricht“ aufgezeigt werden. Da das Gebiet der Interaktionsspiele sehr breit gefächert ist, wurden die Beispiele zu Spielmöglichkeiten auf einige wenige beschränkt.
2. Die Bedeutung von Spielen in der Grundschule
Ein wichtiges Thema und großes Gebiet stellt der Übergang des Kindes vom Kindergarten in die Grundschule dar. Ein, für das Kind entscheidender Schritt, da es nun mit einem neuen Lebensabschnitt beginnt. Mit Beendigung der unbeschwerten Kindergartenzeit, und dem Eintritt in den Schulalltag, begegnen dem Kind erstmalig Pflichten und Zeitvorgaben. So erlebt es eine große Veränderung in seinem Leben. Was hat dies nun mit der Frage nach der Bedeutung von Spielen in der Grundschule gemeinsam? Das Leben des Kindes basierte bislang auf der Grundlage des Spielens, und auf dem spielerischen Entdecken seines Umfeldes. Bereits im Kindergarten ist man darum bemüht, dem Kind auf spielerische Art und Weise Kennt- nisse zu vermitteln. Nun, mit dem Eintritt in den Schulalltag, verliert das Kind jedoch nicht sein Verlangen auch weiterhin spielen zu dürfen, sowie auf spielerische Art und Weise zu lernen. Ist es denn möglich auf spielerische Art und Weise einen Wissenszuwachs zu erlangen, oder handelt es sich lediglich um einen unterhaltsamen Zeitvertreib? Überprüft man, mit dem Blick auf „Spiele für die Grundschule“, oder auch spezieller „Spiele für den Sachunterricht“ die pädagogische Fachliteratur, so eröffnet sich einem ein erstaunlich großes Gebiet. Bei näherer Betrachtung der einzelnen Spielmöglichkeiten und ihren Zielvorgaben, besser gesagt ihren Wirkungs- weisen, lassen sich positive Lernzuwachse nicht mehr leugnen, zumal diese wissenschaftlich erwiesen sind.
Es gibt viele Gründe dafür, warum Spiele im Schulunterricht befürwortet werden sollten. Allein die Tatsache, dass das Kind mit bereits, durch das selbständige Spiel erlangten Fähigkeiten in motorischen, kognitiven und auch sozialen Bereichen in die Schule eintritt, spricht für sich. Ein weiterer Aspekt ergibt sich durch die Möglichkeit der Durchführung von, speziell auf defizitäre Bereiche des Kindes, abgestimmter Spielmöglichkeiten. Ein solcher Bereich stellt mittlerweile zunehmend die mangelnde Konzentrationsfähigkeit von Kindern dar. Hier fänden Konzentrationsfördernde Spiele ihren Ansatz. Die begründete Forderung dem Kind einen gleitenden, ineinander greifenden Übergang, vom Kindergarten in die Grundschule zu ermöglichen, wäre ein weiterer Grund dafür, Spiele innerhalb des Unterrichts zu integrieren (Hanns Petillon 2000, S.5). Die genannten „Gründe“ sind einige wenige von vielen, sollten aber an dieser Stelle, eine ausreichende „Rechtfertigung“, besser Begründung darstellen.
3. Was sagt der Lehrplan zu „Spielen im Unterricht“?
Im bisherigen Beitrag stand stets der Begriff des „Spielens“ im Mittelpunkt, was mit Blick auf das Thema dieser Arbeit eventuell zu Fragen führen könnte. Aus diesem Grunde sei darauf hingewiesen, dass „Interaktionsspiele“ eine Möglichkeit des Spielens an sich bilden. Daher soll hier zunächst der Oberbegriff erläutert werden, um dann zu dem Beispiel der „Interaktionsspiele“ überzugehen.
Nachdem der pädagogische Nutzen, sowie der Lernzuwachs von Spielen innerhalb des Unterrichts aufgezeigt wurden, gilt es nun nach einer Verankerung derer innerhalb des Lehrplans zu suchen. In den „Leitlinien für die Arbeit in der Grundschule“ von 1984, für das Land Rheinland-Pfalz, findet man hierzu folgende Aussage:
„Das spielende Lernen fördert beim Grundschulkind in besonderem Maße Spontaneität, Phantasie und Selbständigkeit und läßt das Kind spielerisch zu Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten gelangen. Rollenspiele, Denkspiele und Sprachspiele stellen Möglichkeiten des Lernens im und durch Spiel dar. Spielerisches Lernen eignet sich besonders für das weniger selbstsichere und selbstbewusste Kind und kann ihm helfen, seine Hemmungen abzubauen und eine tiefere Bindung zur Klassengemeinschaft zu finden.“ (S.9)
Es ist also die Rede von „(...) Möglichkeiten des Lernens im und durch Spiel (...)“. Dies bedeutet auch, dass spielerisches Lernen nicht an einzelne Fächer gebunden ist, was der Blick in herangezogene pädagogische Fachliteratur zeigt. Darüber hinaus verbirgt sich hinter der Aussage des Lehrplans die „Forderung“, dem Kind zu helfen Hemmungen abzubauen, und eine „tiefere Bindung zur Klassengemeinschaft zu finden“. Hier setzen die so genannten „Interaktionsspiele“ an, denn sie fördern das Kind im Hinblick auf sein Vertrauen anderen gegenüber, seine Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit, sowie sein Selbstbewusstsein. Auch im „Lehrplan für den Sachunterricht“ von 1984, des Landes Rheinland-Pfalz, findet man direkte Bezüge zwischen „Interaktionsspielen“ und dem Schulunterricht.
So heißt es auf Seite fünf des Lehrplanes:
„Aus fachspezifischer Sicht sollen die Kinder im Sachunterricht insbesondere lernen:
[....]
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