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Forstliche Standortaufnahme zum Exkursionsziel Hochspessart

Termpaper, 2003, 19 Pages
Author: Denny Ohnesorge
Subject: Forestry / Forestry Economics

Details

Category: Termpaper
Year: 2003
Pages: 19
Grade: 1,3
Language: German
Archive No.: V19832
ISBN (E-book): 978-3-638-23871-7
ISBN (Book): 978-3-638-78853-3
File size: 718 KB

Abstract

Im Rahmen der Lehrveranstaltung Waldbau-Praktikum in Unterfranken fanden Exkursionen in verschiedene Forstämter Nordbayerns statt. Eines der Schwerpunktthemen war die Eichenwirtschaft, wie sie in Bayern praktiziert wird, vorzustellen. Neben wald-baulichen und ökologischen Fragen wurde auch das Zusammenspiel von Standort und Waldwachstum thematisiert. Grundlage dafür war die Interpretation von Bodeneinschlägen nach der Zusammenstellung des ARBEITSKREISES STANDORTSKAR-TIERUNG (1996). Ein spezielles Exkursionsziel zur Eichenwirtschaft war das Bayerische Forstamt Rothenbuch im Spessart. Die dort vorgenommene Standortsansprache an einem Exkursionspunkt ist das Thema dieser Arbeit. Ziel ist es, die Modalitäten der forstlichen Standortsaufnahme an diesem Beispiel zu erläutern und die daraus ziehbaren Rückschlüsse für die waldbauliche Behandlung der Bestände zu diskutieren. 2 Vorstellung des Exkursionsgebietes Das Forstamt Rothenbuch liegt im bayerischen Teil des Spessarts. Dieser wird im Osten, Süden und Westen vom Main, im Norden von Hessen, Nordosten von Jossa und Sinn begrenzt. Das gesamte Gebiet umfasst eine Fläche von 155.000 ha - 2/3 davon sind mit Wald bedeckt. Das Forstamt liegt zum überwiegenden Teil im Teilwuchsbezirk des Hochspessart, welcher ein Teil des Wuchsbezirkes Buntsandsteinspessart und dieser wiederum zum Wuchsgebiet Spessart-Odenwald gehört. Im Gegensatz zu den übrigen Teilen des Wuchsgebietes konnte der Hochspessart seinen reinen Laubwaldcharakter weitgehend bewahren (INSTITUT F. WALDBAU, 2003). Ein Umstand, den er kurfürstlichen und erzbischöflichen Jagdgelüsten vor mehreren hundert Jahren verdankt. Diese förderten vor allem die masttragenden Eichenwälder. (INSTITUT F. WALDBAU, 2003)


Excerpt (computer-generated)

"Forstliche Standortaufnahme zum Exkursionsziel Hochspessart"




von Denny Ohnesorge

Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG 2

2 VORSTELLUNG DES EXKURSIONSGEBIETES 3

2.1. HÖHENLAGE UND KLIMA 3
2.2. GEOLOGIE UND BÖDEN DES EXKURSIONSGEBIETES 3
2.3. KURZE BESTANDESBESCHREIBUNG UND NATÜRLICHE WALDGESELLSCHAFT 4

3 AUSWERTUNG DER STANDORTAUFNAHME 5

3.1. ÖRTLICHE LAGE UND KLIMA 5
3.2. ERGEBNISSE DER MINERALBODENUNTERSUCHUNG 6

3.2.1 Ausgangssubstrat 6
3.2.2 Mineralboden 6

3.3. BESCHREIBUNG DER HUMUSFORM 8
3.4. BEURTEILUNG DES WASSERHAUSHALTES 9

3.4.1 Bodenwasserhaushalt als Nutzbare Wasserspeicherkapazität (nWSK) 10
3.4.2 Gesamtwasserhaushalt als Transpirationswasserangebot 11

3.5. NÄHRSTOFFHAUSHALT 12

3.5.1 Messung der Azidität/ des pH-Wertes 12
3.5.2 Ermittlung der Pufferbereiche und Beurteilung der Basenversorgung 12
3.5.3 Beurteilung der Phosphor- und Stickstoffversorgung 13

4 ZUSAMMENFASSUNG 14

5 LITERATURVERZEICHNIS 16

6 ANHANG 17

STANDORTSAUFNAHMEBLÄTTER ZU DEN PROFILEN I. UND II.

 

 

 

 


1 Einleitung

Im Rahmen der Lehrveranstaltung Waldbau-Praktikum in Unterfranken fanden Exkursionen in verschiedene Forstämter Nordbayerns statt. Eines der Schwerpunktthemen war die Eichenwirtschaft, wie sie in Bayern praktiziert wird, vorzustellen. Neben wald-baulichen und ökologischen Fragen wurde auch das Zusammenspiel von Standort und Waldwachstum thematisiert. Grundlage dafür war die Interpretation von Bodeneinschlägen nach der Zusammenstellung des ARBEITSKREISES STANDORTSKAR-TIERUNG (1996). Ein spezielles Exkursionsziel zur Eichenwirtschaft war das Bayerische Forstamt Rothenbuch im Spessart. Die dort vorgenommene Standortsansprache an einem Exkursionspunkt ist das Thema dieser Arbeit. Ziel ist es, die Modalitäten der forstlichen Standortsaufnahme an diesem Beispiel zu erläutern und die daraus ziehbaren Rückschlüsse für die waldbauliche Behandlung der Bestände zu diskutieren.

2 Vorstellung des Exkursionsgebietes

Das Forstamt Rothenbuch liegt im bayerischen Teil des Spessarts. Dieser wird im Osten, Süden und Westen vom Main, im Norden von Hessen, Nordosten von Jossa und Sinn begrenzt. Das gesamte Gebiet umfasst eine Fläche von 155.000 ha - 2/3 davon sind mit Wald bedeckt. Das Forstamt liegt zum überwiegenden Teil im Teilwuchsbezirk des Hochspessart, welcher ein Teil des Wuchsbezirkes Buntsandsteinspessart und dieser wiederum zum Wuchsgebiet Spessart-Odenwald gehört. Im Gegensatz zu den übrigen Teilen des Wuchsgebietes konnte der Hochspessart seinen reinen Laubwaldcharakter weitgehend bewahren (INSTITUT F. WALDBAU, 2003). Ein Umstand, den er kurfürstlichen und erzbischöflichen Jagdgelüsten vor mehreren hundert Jahren verdankt. Diese förderten vor allem die masttragenden Eichenwälder. (INSTITUT F. WALDBAU, 2003)

2.1. Höhenlage und Klima

Der größte Teil des Forstamtes liegt in einem Höhenbereich zwischen 300 und 450 m über NN. Die Amplitude reicht allerdings von 250 bis 580 m über NN. Dies bedeutet natürlich je Höhenlage und Hangexposition eine unterschiedliche Gefährdungssituation für das Pflanzenwachstum. Zu nennen sind hier vor allem die Spätfrostgefahr (bis Mai/Juni), die Frostzone in den Tallagen, Schneebruchgefahr durch Nassschnee und Trockenperioden im Frühjahr. Die Trockenheit ist bedingt durch das Niederschlagminimum im Frühjahr, während im Sommer sowie im Winter Maxima zu verzeichnen sind. Bei Niederschlagsummen, von bis zu 1000 mm/a (je nach Höhenlage) und bei einer mittleren Jahrestemperatur von ca. 7°C befindet sich das Forstamt im atlantisch getöntem Mittelgebirgsklima. Das bedeutet relativ kühl sowie niederschlags- und nebelreich - also ein Buchenoptimum.

2.2. Geologie und Böden des Exkursionsgebietes

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