Güteverteilung für einen Buchenbestand

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Details
Autor: Denny Ohnesorge
Fach: Forstwirtschaft / Forstwissenschaft
Veranstaltung: Steuerung und Analyse der Waldentwicklung
Institution/Hochschule: Georg-August-Universität Göttingen (Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie / Institut für Waldinventur und Waldwachstum)
Jahr: 2003
Seiten: 22
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 482 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-23874-8
Textauszug (computergeneriert)
Steuerung und Analyse der Waldentwicklung
vorgelegt von Denny Ohnesorge
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG 2
1.1 PROBLEMSTELLUNG 2
1.2 ZIEL DER ARBEIT 4
2 VERFAHRENSÜBERBLICK 5
3 DATENGRUNDLAGE UND METHODIK 7
3.1 DATENGRUNDLAGE 7
3.2 METHODIK 8
3.21 Inventurmethodik 8
3.22 Methodik der Forstschreibung 10
4 AUSWERTUNG DER DATEN 11
4.1 ERGEBNISSE DER WERTINVENTUR 11
4.2 ERGEBNISSE DER FORTSCHREIBUNG 14
5 DISKUSSION 16
6 ZUSAMMENFASSUNG 18
7 VERZEICHNISSE 19
7.1 LITERATURVERZEICHNIS 19
7.2 ABBILDUNGSVERZEICHNIS 21
7.3 TABELLENVERZEICHNIS 21
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
Lange Zeit bildete die Kenntnis über die quantitative Entwicklung des Vorrats und des Zuwachses das wichtigste Planungskriterium im schlagweisen Hochwald. Dies war um so wichtiger, da es galt der Waldverwüstung der früheren Jahrhunderte entgegenzuwirken und trotzdem den Ansprüchen der Wirtschaft und der Bevölkerung gerecht zu werden. Es wurden viele Verfahren entwickelt, die es ermöglichten den Holzvorrat zu schätzen und seine Entwicklung vorherzusagen. Die Massenfachwerkstheorie, die G.L. Hartig im Jahre 1795 vorstellte, sei nur ein Beispiel dafür. Als BIOLLEY 1920 die praktischen Erfolge der Schweizer Kontrollmethode veröffentlichte, entbrannte eine lebhafte Auseinandersetzung über die Kontrollmethode. In dessen Folge machte man sich auch in Deutschland Gedanken über die qualitative Erfassung des Holzvorrats. Gefördert wurde dies durch die aufkommende Dauerwaldbewegung. So machte Ernst Jürgen von ARNSWALDT 1935 durch die Veröffentlichung seines Wertkontrollverfahrens auf die Notwendigkeit aufmerksam, neue Inventurenverfahren zu entwickeln, die auch die Qualität erfassen (SPEIDEL im Vorwort zu ARNSWALDT, 1950). Heute ist diese Forderung aktueller denn je: In den meisten Waldbaurahmenrichtlinien der Bundesländer ist nämlich die Entwicklung von naturnahen, strukturreichen Mischwäldern als prioritäres Ziel formuliert. Ein zentrales Element der naturnahen Waldbewirtschaftung ist wiederum die von der Massenleistung losgelöste Wertleistung (Gadow, 2002a). Zur Kontrolle der Wertleistung wurden zahlreiche Verfahren entwickelt, die sich in Methodik aber auch in Arbeits- und Kostenaufwand teilweise erheblich voneinander unterscheiden (Wiegard, 1998). Hinzu kommt, dass sich zukünftige Inventurmethoden der Forsteinrichtung wachsenden Ansprüchen an den Informationsgehalt ausgesetzt sehen. So beeinflussen zunehmend die Struktur und Vielfalt eines Bestandes genauso waldbauliche Entscheidungen, wie die Vorrats- und Güteverteilung. Deshalb sollte ein Wertholzinventur-verfahren erweiterbar bzw. in andere Inventurmethoden integrierbar sein. Die Anforderungen, die ein Wertinventurverfahren erfüllen sollte, werden von Burmann u. Hessenmöller (2000) folgendermaßen zusammengefasst:
· Es soll in vorhandene Inventurverfahren integrierbar sein (vgl. auch Wiegard et al., 1997; Wiegard, 1998; Schroeter, 2000)
· Die Stichprobepunkte sollen systematisch über die gesamte Aufnahmeeinheit verteilt sein (Saborowski, 1993; Kramer u. Akça, 1995; Akça, 1997; Mench, 2000).
· Zur Erfassung von Information über die Qualität von Merkmalsträgern wird empfohlen, zahlreiche kleine Stichprobeneinheiten systematisch auf eine Inventurfläche zu legen, statt nur weniger großer (Lohl et al., 1994).
· Es sollten nur die äußerlich sichtbaren Holzmerkmale erfasst werden, die objektiv und damit reproduzierbar erhoben werden können. Notwendige Merkmalsklassen für die Stammform und den Drehwuchs sollen eindeutig definiert sein (Wiegard et al., 1997).
· Die waldbaulich beeinflussbaren Holzmerkmale wie der Durchmesser, die astfreie Schaftlänge, die Anzahl und Stärke von Ästen und die Form und Länge der Kronen sollten bei der Ansprache im Vordergrund stehen (u.a.: Leibundgut, 1978; Bachmann, 1990; Burschel und Huss, 1997).
· Die aus naturschutzfachlicher Sicht bedeutsame Erfassung von Habitat-, Horst- und Höhlenbäume sowie das stehende Totholz sollten in das Anspracheverfahren integriert sein (Bürger-Arndt, 2000).
· Durch die Holzernte oder Schälschäden am verbleibenden Bestand verursachte Schä-den sollten bei einer umfassend konzipierten Qualitätskontrolle erfasst werden können (Trisl, 1998).
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