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Die fünf Sinne erfahren - Unterrichtsvorbereitung anlässlich eines besonderen Unterrichtsbesuchs

Unterrichtsentwurf, 2003, 50 Seiten
Autor: Anne Zeller
Fach: Sachunterricht, Heimatkunde (Grundschulpädagogik)

Details

Institut: Studienseminar Hildesheim
Tags: Sinne, Unterrichtsvorbereitung, Unterrichtsbesuchs
Kategorie: Unterrichtsentwurf
Jahr: 2003
Seiten: 50
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V20080
ISBN (E-Book): 978-3-638-24070-3

Dateigröße: 2020 KB
Anmerkungen :
Der Unterrichtsentwurf enthält 40 Seiten, da ihm alle Arbeitsblätter und Vorarbeitsblätter angehängt sind. Es handelt sich hierbei um einen ausführlichen Entwurf mit Bemerkungen zur Lerngruppe, Anmerkungen zur Sache, Didaktischen Begründungen, Unterrichtszielen, Methodischen Überlegungen, der Verlaufsplanung.



Textauszug (computergeneriert)

Die fünf Sinne erfahren - 
Unterrichtsvorbereitung anlässlich eines besonderen Unterrichtsbesuchs

Anne Zeller
18. 12. 2003

Lehramtsanwärterin

 

1. Bemerkungen zur Lerngruppe
1.1 Zur Situation der Klasse 3
1.2 Zu den sozialen Voraussetzungen in der Klasse 3
1.3 Zu den fachlichen Voraussetzungen der Klasse 3

2. Bemerkungen zur Sache 4

3. Didaktische Begründungen 5

4. Unterrichtsziele 7

5. Methodische Überlegungen 8

6. Verlaufsplanung 12

7. Literaturangaben 13

8. Anlagen 13

 

1. Bemerkungen zur Lerngruppe

1.1 Zur Situation der Klasse

Seit Februar 2003 unterrichte ich in der Klasse 2c (damals 1c) eigenverantwortlich drei Stunden Sachunterricht in der Woche.
Die Klasse 2c setzt sich aus insgesamt 24 Schülerinnen und Schülern zusammen, davon 10 Mädchen und 14 Jungen.
Das Schüler- Lehrerverhältnis ist positiv. Die Schüler erledigen ihre Aufgaben gewissenhaft und halten sich an vereinbarte Regeln.
Zu Schuljahresbeginn sind zwei neue Schüler in die Klasse gekommen: xxx und xxx. Beide wiederholen die 2. Klasse.

xxx scheint nicht in die Klasse integriert, während xxx sich mit xxx angefreundet hat. xxx hat dadurch Schwierigkeiten, einen Partner zu finden, mit dem sie Aufgaben gemeinsam lösen kann. Da auch wegen Krankheit zurzeit viele Kinder fehlen, dürfen Aufgaben doppelt bearbeitet werden.

xxx versucht mit seinem Verhalten Anerkennung seiner Mitschüler zu bekommen, während xxx mit seiner Unruhe die Aufmerksamkeit des Lehrers wecken möchte. Durch eine neue Sitzordnung sitzen sie nicht mehr nebeneinander. Arbeiten sie zusammen, werde ich eingreifen, sie an die Regeln erinnern bzw. sie alleine arbeiten lassen. Das auffällige Verhalten wirkt sich bei xxx nicht auf seinen Lernfortschritt aus, bei xxx jedoch schon.

Es gibt einen Schüler in der Klasse, dessen Lesefortschritt deutlich unter dem des Klassenniveaus liegt, zunehmend fällt er auch in anderen Bereichen des Unterrichts auf: xxx. Ihm fällt es schwer, Aufgabenstellungen zu erlesen bzw. Texten Informationen zu entnehmen. Zudem wirkt er antriebsschwach, wenn es darum geht, Aufgaben auszuführen. Ich werde zum einen mit ihm besprechen, welche Aufgaben er sich für den Tag vornehmen soll, und ihn in der Woche gezielt beobachten um ihm dann Hilfestellung zu geben.

1.2 Zu den sozialen Voraussetzungen in der Klasse

Die Klasse 2c zeigt ein kooperatives und soziales Verhalten. Die Ss. sind Partnerarbeit gewöhnt. Hierbei ist es jedoch besser, die Kinder an einem Gruppentisch zusammen arbeiten zu lassen, da es immer wieder Schüler gibt, die bei solchen Arbeiten außen vorgelassen werden. Aus diesem Grund dürfen Aufgaben doppelt gemacht werden.

1.3 Zu den fachlichen Voraussetzungen der Klasse

Mit der Klasse habe ich zuvor die fünf Sinne erarbeitet. Die Kinder arbeiten zum vierten Mal im Arbeitsplan, der nun Mitte der 2. Klasse, umfangreicher gestaltet ist: Zum einen gibt es mehr Aufgaben, die erledigt werden sollen, zum anderen sind die Aufgabenstellungen komplexer: Größerer Textaufwand bei den Aufgaben, und zudem auch Aufgaben, die eine schriftliche 4 Fixierung außerhalb eines Arbeitsblattes erfordert.

2. Bemerkungen zur Sache

Da in meiner Arbeitsplanarbeit alle fünf Sinne angesprochen werden, werde ich auch in meinen Bemerkungen zur Sache auf alle fünf Sinne eingehen. Zudem werde ich teilweise kurz ihre Funktionsweise ansprechen.

Unsere Wahrnehmung und Vorstellung von der Welt wird durch die fünf Sinne bestimmt: Hörsinn, Gesichtssinn, Geruchssinn, Geschmackssinn und Tastsinn. Über die fünf Sinnesorgane unseres Körpers nehmen wir die Zustände und Vorgänge in der Außenwelt wahr. Mit Augen, Ohren, Nase, Zunge und Haut empfangen wir Reize, übersetzen sie in elektrische Nervenimpulse und geben diese ans Gehirn weiter. Dort werden sie in bestimmten Regionen verarbeitet und von uns als Bilder und Bewegungen, Geräusche, Gerüche, Geschmack, Temperatur und Berührung erfahren. Die Sinnesorgane nehmen ständig Informationen auf und geben diese an das Gehirn weiter. Die wichtigsten und am häufigsten benutzten Sinnesorgane sind das Auge und das Ohr.

Etwa dreiviertel aller Wahrnehmung erfahren wir über das Auge.
Das Sehen: Durch die Pupille gelangt das Licht des gesehenen Gegenstandes ins Auge. Hornhaut und Linse bündeln das Licht. Auf der Netzhaut entsteht dadurch ein umgekehrtes, verkleinertes Bild des gesehenen Gegenstandes. In der Netzhaut sind Tausende feiner lichtempfindlicher Sinneszellen. Sie melden dem Gehirn durch den Sehnerv, wie hell und von welcher Farbe das Licht an jeder Stelle ist. Das Gehirn verarbeitet diese Meldungen und lässt uns erkennen, was wir sehen.

Mit dem Ohr nehmen wir nicht nur Töne und Geräusche wahr; es ermöglicht uns auch, das Gleichgewicht zu halten.
Das Hören: An die Ohrmuschel schließt sich zunächst der Gehörgang an, der am Ende mit dem Trommelfell abschließt. Kommt ein Geräusch an die Ohrmuschel, dann schwingt die Luft im Gehörgang. Diese Schwingungen macht auch das Trommelfell mit. Direkt hinter dem Trommelfell befinden sich drei kleine Knöchelchen: Hammer, Amboss und Steigbügel. Der Hammer liegt z.T. auf dem Trommelfell und wird von diesem mitbewegt. Die drei Gehörknöchelchen zusammen verstärken die Schwingungen des Trommelfells und leiten sie dann an das Labyrinth mit der Schnecke weiter. In der Schnecke finden sich feine Tasthärchen, die die Schallschwingungen in elektrische Signale umwandeln. Diese werden dann von den Nerven ins Gehirn geleitet.

Durch die Nase atmen wir nicht nur ein und aus, sondern wir nehmen auch Duftstoffe auf, die unser Gehirn analysiert. Als Riechorgan verfügt die Nase über zahlreiche entsprechende Sinneszellen, die vom Riechnerv ausgehen.

Das Riechen: Die Riechzellen liegen an der Oberseite der beiden Nasengänge. Nerven übertragen den Geruchsreiz ins Gehirn. Durch die Riechzellen können wir rund 4000 verschiedene Gerüche unterscheiden.

Mit der Zunge nehmen wir die Geschmacksrichtungen süß, salzig, sauer und bitter wahr. Dazu dienen vier Arten von Papillen mit insgesamt 9000 Geschmacksknospen, die sich auf dem Zungenrücken befinden.

Das Schmecken: Nehmen wir etwas in den Mund, dann sind es chemische Reize, die auf die Zunge und die Mundschleimhaut einwirken. Etwas kann bitter (hinterer Zungenrand), sauer (rechts und links am mittleren Zungenrand), süß (Zungenspitze) oder salzig (Diese Geschmacksknospen sind über die ganze Zunge verteilt.) schmecken. Auch an der Innenwand der Wangen und am Gaumen sind Geschmacksknospen zu finden.

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