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Hausarbeit, 2003, 23 Seiten
Autor: Anja Winterstein
Fach: Mathematik - Didaktik
Details
Institution/Hochschule: Universität Lüneburg (Pädagogik)
Tags: Mathematisch, Grundschulkinder, Mathematische, Lernprozesse
Jahr: 2003
Seiten: 23
Note: gut
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-24163-2
Dateigröße: 254 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Mathematisch begabte Grundschulkinder
Anja Winterstein
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was ist Hochbegabung? Versuch einer Definition
3. Begabungsmodelle
3.1. Das Drei- Ringe- Modell nach Renzulli
3.2. Das Triadische Interpendenzmodell nach Mönks
3.3. Das Differenzierte Begabungs- und Talentmodell nach Gagné
4. Diagnose von Hochbegabung
4.1. Subjektive Diagnoseverfahren
4.1.1. Identifikation anhand schulischer Informationen
4.1.2. Identifikation anhand außerschulischer Informationen
4.2. Objektive Diagnoseverfahren
4.3. Merkmale von Hochbegabung
5. Zum Erscheinungsbild einer besonderen mathematischen Begabung
5.1. Zur Diagnose von mathematischen Begabung
5.2. Der Indikatoraufgaben-Test von Friedhelm Käpnick
5.3. Resultate der Indikatoraufgaben- Die 7 Merkmale mathematischer Hochbegabung.
5.4. Besondere Phänomene mathematisch begabter Grundschulkinder
6. Schlussbetrachtung
7. Bibliographie
1. Einleitung
Hochbegabung ist heutzutage immer noch ein relativ wenig erforschtes Thema. Es herrscht Unwissenheit und Unsicherheit bei den Eltern, aber genauso bei vielen Lehrern, Pädagogen und Erziehern. Oft haben diese ebenso wenige Informationen wie betroffene Eltern, bzw. haben keine spezielle Ausbildung zu diesem Thema. Circa 2 % der Schulkinder (ca. 300.000) sind hochbegabt und weitere 8 % (1,2 Mio.) bereits stark in den Schulen unterfordert. Von diesen 2 % Hochbegabten werden bis zur gymnasialen Oberstufe 15 % zu Schulversagern (underachiever). Das sind immerhin ca. 45.000 Schulkinder. Wenn man diese Zahlen betrachtet, fragt man sich natürlich wie man dies in Zukunft verhindern und die Betroffenen speziell fördern kann.1
Die PISA-Studie und andere empirische Studien haben deutlich gemacht, dass alle Schüler in gleichem Maße gefördert und unterstützt werden müssen. Dies betrifft neben den lernschwachen Schülern ebenso die Begabten und Hochbegabten. Dennoch hat sich, v.a. in der Schulpraxis, immer wieder gezeigt, dass der Schwerpunkt hierbei meist auf lernschwache Schüler gesetzt wird. In nahezu jeder Grundschule gibt es eigens hierfür ins Leben gerufene Förderprogramme, oder Nachhilfegruppen. Die begabten Schüler werden hierbei leider oft konsequent vernachlässigt. Argumente von Lehrern und Pädagogen ist oft, dass die begrenzte Anzahl der Förderstunden einfach lieber für lernschwache Schüler genutzt werden. Außerdem herrscht das Vorurteil, dass begabte Schüler keine Hilfe benötigen, da sie ja schon hochbegabt sind. Doch auch diese Schüler brauchen Förderung und Unterstützung. Jedes Kind in einer Schule muss entsprechend seines Bildungsstandes, und somit seinen speziellen Bedürfnissen, optimal betreut und gefördert werden.
Leider wurde auch in der Mathematikdidaktik die Erforschung mathematischer Denkprozesse von Hochbegabten lange Zeit stark vernachlässigt. Hochbegabtenforschung hat in der Bundesrepublik Deutschland bis Anfang der 80er Jahre kaum eine Rolle gespielt. Lediglich im Bereich des Sportes fand intensive Förderung der starken Schüler statt. Erst in den 90er Jahren hat die Forschung ihren Blick auch verstärkt auf das Gebiet der Hochbegabung gerichtet. Friedhelm Käpnicks Studien bilden hierbei eine nennenswerte Ausnahme. Seine Arbeit zeigt wie wichtig es ist begabte Kinder richtig und erfolgreich zu fördern. Um sich intensiv mit dem Thema „mathematische Hochbegabung“ beschäftigen zu können, halte ich es für grundlegend, zunächst zu klären was Hochbegabung allgemein überhaupt ist. Danach werde ich die drei Begabungsmodelle von Renzulli, Mönks und Gagné veranschaulichen und erläutern. Ein besonderes Problem stellt das Erkennen von (mathematisch) Hochbegabten dar. Die Begabungsmodelle stellen hierfür zwar eine Hilfe dar, unter Punkt 4 werde ich jedoch aufzeigen, dass eine zuverlässige Diagnose dennoch sehr schwierig und kompliziert sein kann. Im zweiten Teil meiner Hausarbeit werde ich das Erscheinungsbild von mathematischer Begabung näher durchleuchten. Zunächst ist es wichtig darauf einzugehen, wie man speziell mathematische Begabung erkennen kann. Im Folgenden werde ich mich hauptsächlich auf die Studien von Friedhelm Käpnick beziehen. Im Speziellen werde ich den von ihm entwickelten Indikatoraufgaben-Test und die daraus resultierenden sieben Merkmale von Hochbegabung, vorstellen. Zum Abschluss werde ich mich noch mit besonderen Phänomenen, die bei den Untersuchungen von Käpnick aufgetreten sind, auseinandersetzen.
2. Was ist Hochbegabung? Versuch einer Definition.
[...]
1 Vgl. Hochbegabtenförderung e.V. .Wir fördern hochbegabte Kinder. http://www.hbf-ev.de. 31.08.2003.
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