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Die RAF - Wege der Gewalt zur Lösung von Problemen - Kann terroristische Gewalt Mittel zur Lösung von Konflikten sein?

Scholary Paper (Seminar), 2003, 17 Pages
Author: Anne Piegert
Subject: Politics - International Politics - Topic: Peace and Conflict Studies, Security

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2003
Pages: 17
Grade: 2,1
Language: German
Archive No.: V20385
ISBN (E-book): 978-3-638-24271-4

File size: 212 KB


Excerpt (computer-generated)

Die RAF - Wege der Gewalt zur Lösung von Problemen -
Kann terroristische Gewalt Mittel zur
Lösung von Konflikten sein?

 

 

von Anne Piegert

Gliederung

1. Einleitung S.2

2. Historischer Kontext

2.1 Zwischen Revolte und Anpassung S.3
2.1 Gründung der RAF S.5

3. Erklärungsversuche für den Weg in die Gewalt

3.1 Ideologie S.6
3.2 Biographische Betrachtungen S.8

4. Die RAF als Organisation

4.1 Struktur und Aufbau der RAF S.9
4.2 Handlungsweisen und Aktionen S.11

5. Schlussbetrachtung

5.1 Zusammenfassung S.13
5.2 Ausblick S.14

6. Quellen S.15

7. Literatur S.16



 

 


1. Einleitung

Erschütternde Bilder gehen um die Welt - Bilder vom 11. September 2001. Terroristen schlugen zu und mordeten tausende unschuldige Menschen. Das ist Anlass über terroristische Gewalt nachzudenken.
Erinnern wir uns an die Zeit der terroristischen Gewalt in Deutschland; an die zwei Jahrzehnte der Furcht vor der RAF - der Roten Armee Fraktion. Auch sie hinterließ ihre Blutspur der terroristischen Gewalt. Sie propagierte den bewaffneten Kampf gegen den Staat. Ihr Ziel war es, den Staat und auch die Gesellschaft zu verändern, die Massen zu politisieren und zu mobilisieren. Die RAF wollte den Erkenntnisstand der Bewegung von 1967/68 retten und die Idee des Marxismus-Leninismus weiterführen. Sie wählte den Weg der Gewalt, da sie andere Wege für sinnlos erachtet.
Im Nachdenken über die RAF ergaben sich für mich folgende Fragen:
- Taugt terroristische Gewalt zur Durchsetzung von Interessen und zur Lösung von
Konflikten?
- Wer sind diese Menschen, die nicht davor zurückschrecken, Menschenleben aufs Spiel zu
setzen, sie zu opfern und das eigene Leben gering zu achten?
- Wo liegen die Ursachen für den blinden Hass, den Mitglieder der RAF auf Staat und
Gesellschaft entwickelten?
Um Antworten zu finden, betrachte ich die Entstehung der RAF in ihrem historischen Kontext, verfolge ihre Theorien, ihre Motive und die Biographien der Mitglieder der ersten Generation der RAF, um Ursachen für ihr Handeln zu finden. Im Anschluss befasse ich mich mit der Struktur ihrer Organisation und beleuchte die Aktionen der RAF in Interaktion zu Staat und Gesellschaft. Damit stelle ich einen Weg terroristischen Handelns dar, den ich gleichzeitig in seiner Wirkung und Berechtigung hinterfrage.

Zu diesem Thema haben sich eine Vielzahl von Soziologen, Kriminologen und Psychologen geäußert, aber auch ehemalige Anhänger und Zeitgenossen. Horst Mahler, ein ehemaliges Mitglied der RAF, verfasste 1971 die "Neue Straßenverkehrsordnung". Er versuchte mit dieser Schrift die Stadtguerilla, die Vorgehensweise der RAF zu definieren. Klaus Mehnert betrachtete in seinem Buch "Jugend im Zeitbruch" von 1976 die Jugendlichen seiner Zeit im Rahmen des bestehenden Generationskonflikts. Mehnert stellte fest, dass Rebellion und Terror der Jugendlichen gegenüber Autoritäten in der Geschichte immer vorhanden waren.
Tobias Wunschik untersuchte sehr kritisch und präzise den Terrorismus der RAF.
Er analysierte ihre Ideologie und gab Aufschluss über die Täter und ihre Motive. Er stellte die RAF als eine Gruppierung von jungen Leuten dar, die auf der Suche nach Neuem, Revolutionärem waren. Wunschik kam zu dem Schluss, dass sich der Einsatz terroristischer Gewalt als folgendschwerer Irrweg erwies, Gewolltes sich ins Gegenteil verkehrte. Tobias Wunschik zeigte in seinem Buch "Baader Meinhofs Kinder" die Mitglieder der RAF aber nicht nur als blutrünstige Terroristen, sondern sah sie als Menschen, die den richtigen Weg nicht fanden, weil Hass sie blind für andere Lösungen machte.
Weitere wichtige Publikationen zur Auseinandersetzung mit der RAF sind von Thomas Meyer " Am Ende Der Gewalt? Der deutsche Terrorismus - Protokoll eines Jahrzehnts" und Herrmann Glaser " Jugend zwischen Aggression und Apathie".

Der Weg der RAF endete in einer Sackgasse. An keiner Stelle konnte sie ihr Interesse durchsetzen.
Vergleiche ich das Streben und Wirken der RAF mit Organisationen, die heute auf die Karte terroristischer Gewalt setzen, wage ich zu sagen, dass dieser Weg zu keiner Lösung führt, sondern die Probleme verschärft und unkontrollierbar macht.

2. Historischer Aspekt

2.1 Zwischen Revolte und Anpassung

[...]


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