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Freundschaften im Jugendalter. Entwicklungspsychologische Betrachtungen

Intermediate Examination Paper, 2002, 24 Pages
Author: Robert Nemitz
Subject: Psychology - Developmental Psychology

Details

Category: Intermediate Examination Paper
Year: 2002
Pages: 24
Grade: 2,3
Language: German
Archive No.: V20387
ISBN (E-book): 978-3-638-24273-8

File size: 557 KB


Excerpt (computer-generated)

Freundschaften im Jugendalter.
Entwicklungspsychologische Betrachtungen

 

 

von Robert Nemitz

Inhaltsverzeichnis

Einleitung  3

1. Das Jugendalter  4

1.1. Identitätsfindung im Jugendalter 5
1.2. Entwicklungsaufgaben im Jugendalter 6

2. Freundschaften  8

2.1. Freundschaft - Was ist das überhaupt? 8
2.2. Der Freundschaftsbegriff bei Kindern 9
2.3. Der Freundschaftsbegriff bei Jugendlichen 10
2.4. Grundlagen für die Auswahl von Freunden  11

3. Selman′s fünf Entwicklungsstufen des Freundschaftskonzeptes 12

4. Die Bedeutung von Gleichaltrigen  15

4.1. Peer-Groups 15

4.1.1. Funktionen 15
4.1.2. Formen von Peer-Groups 16
4.1.3. Cliquen 17

4.2. Freundschaften zu Gleichaltrigen 17

4.2.1. Was ist das besondere Lernpotenzial in Freundschaftsbeziehungen? 19

4.3. Kontakt zum anderen Geschlecht  21

5. Zusammenfassung  23

6. Literaturverzeichnis  25

 

 

 

 


Einleitung

"Friendship are crucial to children′s well-being and happiness and lay important foundations upon which later relationships in adolescence and adulthood are built."
(Phil Erwin 1998)

Freundschaft ist entscheidend für das Wohlbefinden und Glücklichsein von Kindern und legt wichtige Grundsteine, auf denen spätere Beziehungen im Jugendalter und Erwachsenalter aufgebaut werden. Somit gehört Freundschaft zu den essentiellen Dingen im Leben.
Auch für mich ist Freundschaft von großer Bedeutung. Im meiner Schulzeit habe ich sowohl positive und negative Erfahrungen gemacht, habe ich Freundschaften geschlossen oder wieder gelöst. Heute ist es mir nicht mehr so wichtig viele Freunde zu haben, vielmehr ist die Intimität in einer Freundschaft von großer Bedeutung. Unsere Gesellschaft ist oft sehr oberflächlich und echte Freunde können da Geborgenheit und den nötigen Halt geben. Durch das Seminar "Entwicklung im Schulkind- und Jugendalter" ist die Motivation zu dieser Arbeit "Freundschaften im Jugendalter" entstanden.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Freundschaften im Jugendalter. Zu Beginn der Arbeit gehe ich auf das Jugendalter ein, die Zeit in der aus Kindern Erwachsene werden. In diese Zeit ist Freundschaft für die Entwicklung des Heranwachsenden sehr prägend. Freundschaft kann helfen, die verschiedenen Entwicklungsaufgaben zu bewältigen. Was Freundschaft bedeutet und wie Kinder und Jugendliche den Freundschaftsbegriff sehen wird im Abschnitt 2 dargestellt. Um Freundschaften schließen zu können, muss man fähig sein, von sich selbst abzusehen und Dinge aus dem Blickwinkel des anderen zu sehen. Diesen Aspekt untersuchte der Amerikaner Robert Selman und entwickelte ein Freundschaftskonzept in fünf Stufen, welches im Teil 3 der Arbeit erklärt wird.
Der letzte Abschnitt hat zum Ziel die Beutung von Freundschaften unter Gleichaltrigen aufzuzeigen. Dabei steht die Peer-Group im Mittelpunkt der Betrachtung. Bedeutung, Funktionen und Formen der Peer-Group werden geklärt. Wichtig dabei ist auch der Kontaktaufbau zum anderen Geschlecht. Dabei gehe ich auf das Stufenmodell von Dexter C. Dunphy ein, der den Entwicklungsprozess der Zusammenführung der Geschlechter in fünf Schritten darstellt.

1. Das Jugendalter

Das Jugendalter ist die Zeit, die die Veränderung des Kindes zum Jugendlichen und des Jugendlichen zum Erwachsenen beschreibt. Nach traditioneller Auffassung ist das Jugendalter eine einzigartige wildbewegte Lebensphase, die durch extreme Stimmungsschwankungen sowie durch ein unberechenbares, problematisches Verhalten gekennzeichnet ist: "Sturm und Drang" (vgl. Zimbardo 1999: S.493). Diese Auffassung vertrat zu Beginn des Jahrhunderts G. Stanley Hall (1904) und später sah Erik H. Erikson (1966) das Jugendalter als eine abgeschlossene Entwicklungsstufe, in der es eine stufenspezifische Krise erfolgreich zu meistern gilt, wird seit Mitte der 60er Jahre unter der Perspektive der Entwicklung über die Lebensspanne das Jugendalter als "Musterfalle" für das Zusammenspiel biologischer, sozialer und psychischer Veränderungen , wie es in verschiedenen Lebensaltern vorkommt, betrachtet (vgl. Kracke 1993: S.4). Das Jugendalter beschreibt nicht nur den Zustand des Zusammenwirkens körperlicher, sozialer und psychischer Veränderungen, sondern ist auch charakterisiert durch typische Entwicklungsaufgaben wie die Bewältigung der körperlichen Veränderung von einer kindlichen zu einer erwachsenen Erscheinung, den Aufbau gleich- und gegengeschlechtlicher Freundschaften, die Ablösung vom Elternhaus und die Vorbereitung auf das Berufsleben.
Der Heranwachsende befindet sich in einer Phase, in der er in manchen Situationen noch gänzlich Kind ist, in anderen wiederum Verhaltensweisen Erwachsener zeigt.
Diese Phase kann als Adoleszenz beschrieben werden. Sie umfasst auf der einen Seite die Zeit der Pubertät. Da es sich auch hier um einen Prozess handelt, lassen sich der Beginn und das Ende nicht näher feststellen. Man geht aber davon aus, dass sie im Durchschnitt etwa ab dem dreizehnten Lebensjahr eintritt. Der Beginn und vor allem die Dauer der Pubertät sind jedoch abhängig von der physischen und psychischen Konstitution und der Fähigkeit zur Entwicklung der einzelnen Person. Eine Beschränkung der Entwicklung dieser Phase auf die Pubertät reicht jedoch nicht aus, denn die Pubertät beschreibt nur die somatische Reifung des Heranwachsenden.

1.1. Identitätsfindung im Jugendalter

[...]


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