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Referat (Ausarbeitung), 2003, 18 Seiten
Autoren: Svenja Plitt, Maike Brink
Fach: Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Details
Institution/Hochschule: Bergische Universität Wuppertal (Erziehungswissenschaft)
Tags: Lebensweltorientierte, Soziale, Arbeit, Neuere, Theorien, Sozialpädagogik
Jahr: 2003
Seiten: 18
Note: Leistungsnachweis
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-24437-4
Dateigröße: 273 KB
Referatsausarbeitung mit theoretischer Darstellung und Anwendung auf ein Fallbeispiel, das Referat bekam nur positives Feedback.
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Textauszug (computergeneriert)
Lebensweltorientierte Soziale Arbeit
Von: Maike Brink und Svenja Plitt
Inhalsverzeichnis
0. Einleitung 4
1. Definition und geschichtliche Zuordnung 5
1.1 Definition der Schlüsselbegriffe Lebenswelt, Alltag und Lebensweltorientierung 5
1.2 Geschichtliche Entwicklung und Traditionslinien des Lebensweltorientierten Ansatzes 6
1.2.1 Geschichtliche Entwicklung 6
1.2.2 Traditionslinien des Lebensweltorientierten Konzeptes 7
2. Grundlagen der Lebensweltorientierten Arbeit 9
2.1 Die Rekonstruktion der Lebenswelt 9
2.2 Dimensionen der Lebensweltorientierten Sozialen Arbeit 10
2.3 Handlungsmaximen der Lebensweltorientierten Sozialen Arbeit 11
3. Fallbeispiel12
3.1 Beschreibung der Lebenssituation 12
3.2 Bearbeitung des Fallbeispiels unter besonderer Berücksichtigung des Lebensweltorientierten Konzeptes 14
4. Vergleich Konzept Lebensweltorientierung mit dem Konzept Lebensbewältigung 16
5. Kritische Stellungnahme 17
6. Literaturverzeichnis 18
0. Einleitung
So wie Menschen für ihr Überleben eine menschengerechte Umwelt benötigen, die ihnen alles zur Verfügung stellt, was sie zur Befriedigung ihrer physiologischen Bedürfnisse brauchen, so sind die Menschen auch auf die sozial gerechte Gesellschaft angewiesen, um Wohlbefinden erlangen zu können. Die Soziale Unterstützungsthese, die auf Emile Durkheim zurückgeht, geht davon aus, dass die Gesellschaft generell einen wohltätigen Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden ihrer Mitglieder hat. Der Umfang und die Qualität sozialer Integration sind demnach für die seelische und körperliche Gesundheit der Menschen von größter Bedeutung. Gruppenbindungen fördern z.B. die Solidarität, geben dem Leben Sinn und dem einzelnen soziale Unterstützung. Als soziales Wesen ist der Mensch zur Regulierung seiner Gefühle, Wünsche und Gedanken zwingend auf eine kulturelle und zwischenmenschliche Regulierung angewiesen.
Die Soziale Arbeit kann, nach Staub - Bernasconi1 als die Profession verstanden werden, „deren Mitglieder von dieser Angewiesenheit wissen und versuchen, ihr unter schwierigen gesellschaftlichen Bedingungen Geltung zu verschaffen.“ Sie kann auch als Profession angesehen werden, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, denjenigen zu helfen, die ihre Bedürfnisse infolge fehlender Ressourcen nicht selber befriedigen und ihre Probleme nicht alleine lösen können. Im Vergleich zu anderen Professionen muss sie dabei ein sehr großes Spektrum an Problematiken bearbeiten. Die Probleme weisen dabei eine ebenso große Vielfalt auf, angefangen von Hunger und Obdachlosigkeit über Delinquenz bis zur sozialen Isolation, wie die betroffenen Altersgruppen, die sozialen Systeme, in denen die Menschen leben oder die Nationalitäten.
Der Gegenstand der Sozialen Arbeit, die als Überbegriff der Sozialpädagogik und der Sozialarbeit verstanden werden kann, sind also soziale Probleme, hierbei kann einmal die Dimension, die das Problem, z.B. Arbeitslosigkeit, betrachtet werden, zum anderen aber auch der soziale Mechanismus, wie ein ungleicher Zugang zu Ressourcen, der das Problem erzeugt. Ziele der Sozialen Arbeit sind die Hilfe zur Selbsthilfe ebenso wie die soziale Integration und auch der Abbau herrschender, diskriminierender Machtstrukturen. Die Arbeitsweisen der sozialen Arbeit sind dabei ebenso breit gestreut wie die Anforderungen und reichen von beratenden über ressourcenerschließende bis zu bildenden Aktivitäten, wobei die klassischen, ursprünglichen Arbeitsweisen Sozialer Arbeit in der Ressourcenerschließung in Form von Nothilfe und der Nacherziehung im Falle auffälligen Verhaltens liegen. Die ersten theoretischen Bezüge der Sozialen Arbeit waren theologisch oder philosophisch begründete Almosenlehren, wer viel hat sollte auch viel geben. Im Laufe der Zeit bildeten sich dann verschiedene Schulen der Sozialen Arbeit heraus, wie die geisteswissenschaftliche Sozialpädagogik, mit Vertretern wie Eduard Spranger und Hermann Nohl, die kritisch- emanzipatorische Sozialpädagogik, mit H. Giesecke und K. Mollenhauer als Hauptvertretern und die Alltagsorientierte Sozialpädagogik, als deren Hauptvertreter Hans Thiersch gilt. Mit einem Konzept aus der Fülle der Ansätze der sozialen Arbeit, der Lebensweltorientierung, werden wir uns nun beschäftigen. In diesem Ansatz geht es darum, den Klienten zu einem gelingenderen Alltag zu verhelfen. Nach einer kurzen Begriffsklärung werden wir auf die geschichtliche Zuordnung dieses Ansatzes eingehen und danach Inhalte und Besonderheiten herausstellen.
1. Definition und geschichtliche Zuordnung
1.1 Definition der Schlüsselbegriffe Lebenswelt, Alltag und Lebensweltorientierung
[...]
1 Vergl. Stimmer: „Lexikon der Sozialpädagogik und der Sozialarbeit“, S.619
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