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Seminararbeit, 2003, 17 Seiten
Autor: Sascha Schmitt
Fach: Pädagogik - Allgem. Didaktik, Erziehungsziele
Details
Institution/Hochschule: Universität Trier (Fachbereich I)
Tags: Herkunft, Entwicklung, Anwendung, Projektmethode, Unterricht, Seminar, Unterricht
Jahr: 2003
Seiten: 17
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 13 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-24496-1
ISBN (Buch): 978-3-638-75931-1
Dateigröße: 228 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Die Projektmethode, die im Schulalltag zunehmend in der Form von Projektwochen, aber auch im Fachunterricht, vorkommt ist seit den Versuchen einer Schulreform in den Sechziger und Siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts „die am häufigsten diskutierte Unterrichtsmethode“. (Knoll: 300 Jahre lernen am Projekt, S. 62) Obwohl die Bereitschaft zur Anwendung der Methode gewachsen ist liegt gerade darin auch die Gefahr einer „Ausbreitung bei gleichzeitiger Reduzierung des Konzepts“. (Bastian/Gudjons: Über die Projektwoche hinaus…, S. 8) Hier setzt die vorliegende Hausarbeit an mit dem Versuch, Herkunft und Entwicklung der Methode sowie die besonderen Aspekte ihrer Anwendung vorzustellen. Grundsätzlich weißt ein Projekt drei Aspekte auf: Es orientiert sich an den Interessen der Lernenden, ist also schülerorientiert, es behandelt ein tatsächliches Problem, ist also wirklichkeitsorientiert und es hat ein bestimmtes Ziel, ist also produktorientiert. Am Beginn steht ein historischer Überblick, denn auch wenn die Grundlagen des heutigen Projektverständnisses überwiegend auf den Ideen beruhen, die John Dewey und William H. Killpatrick Anfang des 20. Jahrhunderts formuliert haben, so greift dies „historische gesehen immer schon zu kurz“(Duncker: Handeln im Dienste von Aufklärung und Demokratie, S. 67), denn Vorläufer und Grundideen finden sich bereits wesentlich früher. Daran schließ sich eine kurze Bemerkung zum Problem der Definition des Projektbegriffs an. Hierauf aufbauend erfolgt ein Blick auf die Merkmale, die Projektunterricht heute erfüllen soll und muss, um als solcher zu gelten, auf seinen Bezug zum alltäglichen Fachunterricht, auf die besonderen Aufgaben des Lehrers sowie lernpsychologische Aspekte der Methode. Zum Abschluss folgt ein kurzer Ausblick auf die Form von Projektunterricht in seiner bekanntesten und weitesten Ausführung, die Projektwoche.
Textauszug (computergeneriert)
Die Projektmethode
Sascha Schmitt
Inhalt
1. Einleitung 4
2. Die Entwicklung der Projektmethode 5
2.1 Historische Vorläufer 5
2.2 Die Methode des praktischen Problemlösens 5
2.3 Die Entwicklung der Projektmethode Anfang des 20. Jahrhunderts 6
2.3.1 Die Orientierung an den Interessen des Kindes: William H. Killpatrick 6
2.3.2 Die Methode der denkenden Erfahrung: John Dewey 7
2.4 Zur Problematik der Definition 8
3. Projektunterricht 9
3.1 Merkmale des Projektunterrichts 9
3.2 Das Verhältnis zum Fachunterricht 12
3.3 Lehreraufgaben 13
3.4 Lernpsychologische Aspekte 14
4. Projektwochen 15
5. Zusammenfassung 16
Literaturverzeichnis 17
1. Einleitung
Die Projektmethode, die im Schulalltag zunehmend in der Form von Projektwochen, aber auch im Fachunterricht, vorkommt ist seit den Versuchen einer Schulreform in den Sechziger und Siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts „die am häufigsten diskutierte Unterrichtsmethode“.1 Obwohl die Bereitschaft zur Anwendung der Methode gewachsen ist liegt gerade darin auch die Gefahr einer „Ausbreitung bei gleichzeitiger Reduzierung des Konzepts“.2
Hier setzt die vorliegende Hausarbeit an mit dem Versuch, Herkunft und Entwicklung der Methode sowie die besonderen Aspekte ihrer Anwendung vorzustellen. Grundsätzlich weißt ein Projekt drei Aspekte auf: Es orientiert sich an den Interessen der Lernenden, ist also schülerorientiert, es behandelt ein tatsächliches Problem, ist also wirklichkeitsorientiert und es hat ein bestimmtes Ziel, ist also produktorientiert. Am Beginn steht ein historischer Überblick, denn auch wenn die Grundlagen des heutigen Projektverständnisses überwiegend auf den Ideen beruhen, die John Dewey und William H. Killpatrick Anfang des 20. Jahrhunderts formuliert haben, so greift dies „historische gesehen immer schon zu kurz“,3 denn Vorläufer und Grundideen finden sich bereits wesentlich früher. Daran schließ sich eine kurze Bemerkung zum Problem der Definition des Projektbegriffs an. Hierauf aufbauend erfolgt ein Blick auf die Merkmale, die Projektunterricht heute erfüllen soll und muss, um als solcher zu gelten, auf seinen Bezug zum alltäglichen Fachunterricht, auf die besonderen Aufgaben des Lehrers sowie lernpsychologische Aspekte der Methode. Zum Abschluss folgt ein kurzer Ausblick auf die Form von Projektunterricht in seiner bekanntesten und weitesten Ausführung, die Projektwoche.
2. Die Entwicklung der Projektmethode
2.1 Historische Vorläufer
Historisch betrachtet lässt sich ein erster Vorläufer der Projektmethode bereits im 16. Jahrhundert ausmachen. An der römischen Kunsthochschule Academia de San Luca erhielten die Studenten erstmals zusätzlich zur praktischen Ausbildung eine Vermittlung in den wissenschaftlich-theoretischen Aspekten ihres Faches. Dazu kam dann ein Wettbewerb, in dem die Studenten gezwungen waren die erworbenen theoretischen und praktischen Kenntnisse anzuwenden, indem sie Baupläne entwarfen. Es handelt sich zwar noch nicht um eine reguläre Unterrichtsmethode, aber es erfüllt bereit drei wichtige Kriterien der Projektarbeit, die später noch zu behandeln sein werden, es schließt nämlich Schülerorientierung, Wirklichkeitsorientierung und Produktorientierung mit ein.4 Ähnlich wie in Rom rückte dann ab den 1670er Jahren diese Methode auch an der Académie Royale d’ Architecture in Paris in den Mittelpunkt der Ausbildung. Dabei veranstaltete man zwei Wettbewerbe, den einen monatlich, den anderen jährlich. Am Monatswettbewerb teilzunehmen war für alle Studenten Pflicht, und nur wer mehrere erfolgreiche Projekte abgeschlossen hatte konnte einen Abschluss als Architekt erwerben.5
2.2 Die Methode des praktischen Problemlösens
[...]
1 Knoll: 300 Jahre lernen am Projekt, S. 62
2 Bastian/Gudjons: Über die Projektwoche hinaus…, S. 8
3 Duncker: Handeln im Dienste von Aufklärung und Demokratie, 67
4 Knoll: 300 Jahre lernen in Projekten, S. 58 f.
5 ebd., S. 59
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