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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2003, 20 Pages
Authors: Kristin Retzlaff, Dirk Krause
Subject: Sport - Kinematics and Training Theory
Details
Institution/College: Otto-von-Guericke-University Magdeburg (Institut für Sportwissenschaft)
Tags: Schwellenkonzepte, Laktatschwelle, Ausdauersportarten, Sportmedizinische, Aspekte, Leistungstrainings
Year: 2003
Pages: 20
Grade: sehr gut (1)
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-24543-2
ISBN (Book): 978-3-640-20294-2
File size: 323 KB
Diese Hauptseminararbeit umfasst 20 Seiten und wurde mit "sehr gut" benotet. Sie gibt einen Überblick über leistungsphysiologische und sportmedizinische Grundlagen, Schwellenkonzepte von Mader, Kindermann, Keul, Stegmann/Kindermann, Simon, Dickhuth sowie die Anwendbarkeit der Laktatmessungen in der Leistungsdiagnostik für die Trainingsgestaltung und Trainingssteuerung.
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Abstract
Das Training von Ausdauersportarten ist in der Literatur vielseitig vertreten. Diese Broschüre legt grundsätzlich anerkannte Konzepte der Trainingswissenschaft zu den Laktatschwellen dar. Es werden Toleranzgrenzen des Leistungsfaktors Ausdauer und deren Anwendung aufgezeigt.
Excerpt (computer-generated)
Schwellenkonzepte der anaeroben
Laktatschwelle in Ausdauersportarten
von: Kristin Retzlaff und Dirk Krause
INHALTSVERZEICHNIS
1 EINLEITUNG 3
2 LEISTUNGSPHYSIOLOGISCHE UND SPORTMEDIZINISCHE GRUNDLAGEN 4
2.1 Energiebereitstellung in der Muskelzelle 4
2.2 Anaeroblaktazide Energiebereitstellung 6
2.3 Laktatbildung 6
3 SCHWELLENKONZEPTE 8
3.1 Allgemeine Definition der Schwelle 8
3.2 Frühere Schwellenkonzepte 8
3.3 Schwellenkonzepte auf der Basis der Laktatmessung 9
3.3.1 Aerob-anaerobe Schwelle nach MADER (1976) 9
3.3.2 Schwellenkonzept nach KINDERMANN (1978) 11
3.3.3 Schwellenkonzept nach KEUL (1979) 11
3.3.4 Individuelle anaerobe Schwelle nach STEGMANN und KINDERMANN (1981) 12
3.3.5 Das SIMON′sche Schwellenkonzept 13
3.3.6 Bestimmungsverfahren der +1,5-mmol/l-Methode nach DICKHUTH (1991) 13
4 ANWENDBARKEIT DER LAKTATMESSUNGEN IN DER LEISTUNGSDIAGNOSTIK FÜR DIE TRAININGSGESTALTUNG UND TRAININGSSTEUERUNG 14
5 HINWEIS ZU WEITEREN LITERATURSTUDIEN 17
ANHANG
LITERATURVERZEICHNIS 18
1 EINLEITUNG
Die Leistungsdiagnostik spielt in der Sportmedizin schon seit vielen Jahren eine große Rolle. Untersuchungsgegenstand sind hier überwiegend Hochleistungssportler, die Ausdauersportarten betreiben. Beispiele wären der Radsport oder speziell in der Leichtathletik die Langstreckenläufer. Seit Jahren und Jahrzehnten wird versucht mit verschiedenen theoretischen Ansätzen Ausdauerleistungsgrenzen festzulegen, die den unterschiedlichen Intensitätsformen, die während einer körperlichen Belastung auftreten, gerecht werden. Diese mehr oder weniger aussagekräftigen Konzepte werden benutzt, um die zukünftige Trainingsgestaltung der Sportler zu determinieren und ihnen Hinweise über die zu erreichenden Trainingsintensitäten zu geben. Nicht nur Herzfrequenz, sondern auch Laktatwerte und Laufgeschwindigkeiten dienen hier als Referenzen eines ,,optimal" gesteuerten Trainingsprozesses. Im folgenden wird auf einige Schwellenkonzepte und deren Wirkungsweisen eingegangen, und versucht, einen groben Überblick über die vielfältigen Interpretationsmöglichkeiten und Theorien zu geben.
2 LEISTUNGSPHYSIOLOGISCHE UND SPORTMEDIZINISCHE GRUNDLAGEN
2.1 Energiebereitstellung in der Muskelzelle
Zum Leben benötigt ein Organismus Energie, die ihm kontinuierlich bereitgestellt werden muss. Das Adenosintriphosphat, im weiteren Verlauf ATP genannt, ist diese energiereiche Substanz für alle Zellen des Körpers. Das ATP setzt sich zusammen aus Adenin, einem Zuckermolekül Ribose und drei energiereichen Phosphatgruppen (s. Abbildung 1). [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden] Bei der Abspaltung einer Phosphatgruppe vom ATP wird Energie freigesetzt, welche den Zellen sofort zur Verfügung gestellt wird. Dieser Prozess wird hydrolytische Reaktion genannt, da er unter Mithilfe von Wasser stattfindet. Aus dem ATP entsteht Adenosindiphosphat, i. w. V. auch als ADP bezeichnet (vgl. DICKHUTH 2000, 174). Die daraus freiwerdende Energie wird zum Kontraktionsvorgang der Muskelzelle verwendet. Dies reicht für maximal ein bis drei Muskelkontraktionen. Alle anderen energieliefernden Prozesse dienen dem ständigen Wiederaufbau (Resynthese) von ATP, diese werden in der Abbildung 2 verdeutlicht (vgl. GROSSER/ZINTL 1994, 126).
[...]
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