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Grundprobleme der Übertragbarkeit und Vermittlung kognitiver Strategien close

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Grundprobleme der Übertragbarkeit und Vermittlung kognitiver Strategien

Scholary Paper (Seminar), 2001, 28 Pages
Author: Etta-Maria Mütz
Subject: Economics / Business, Miscellaneous

Details

Event: Seminar: Lern- und Denkstrategien im schulischen Unterricht
Institution/College: Carl von Ossietzky University of Oldenburg (FB Wirtschaftspädagogik)
Tags: Grundprobleme, Vermittlung, Strategien, Seminar, Lern-, Denkstrategien, Unterricht
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2001
Pages: 28
Grade: gut
Bibliography: ~ 5  Entries
Language: German
Archive No.: V2081
ISBN (E-book): 978-3-638-11280-2

File size: 209 KB


Excerpt (computer-generated)

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fachbereich 4
Berufs- Wirtschaftspädagogik

Seminar: Lern- und Denkstrategien im schulischen Unterricht
WS 2000/2001

Grundprobleme der Übertragbarkeit
und Vermittlung
kognitiver Strategien

Etta-Maria Mütz
5. Semester LA BBS
Wiwi, Politik

 

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung    ....  4

2. Taxonomien kognitiver Lern- und Denkstrategien    ....  5

2.1. Lernstrategien    .... 5
2.1.1 Enkodierstrategien    ....  5
2.1.2. Erhaltungsstrategien    ....   7
2.1.3. Abrufstrategien    ....  7
2.1.4. Wissensnutzungsstrategien     ....  7
2.1.5. Kontrollstrategien    ....   9

2.2. Denkfertigkeiten und Denkstrategien     ....  10
2.2.1. Denkfertigkeiten vs. Denkstrategien    ....   10
2.2.2 Denkstrategien     ....  10
2.2.2.1. Problemlösen     ....  10
2.2.2.2. Entscheidungen treffen    ....   11
2.2.2.3. Kritisches Denken     ....  11
2.2.2.4. Kreatives Denken     ....  12
2.2.2.5. Vernetztes Denken    ....   13

3. Lehrstrategien    ....   14

3.1. Vorbemerkung     ....  14
3.2. Induktive Lehrstrategien    ....   14
3.3. Deduktive Lehrstrategien    ....   15
3.4. Induktive vs. Deduktive Lehrstrategien    ....  15

3.5. Lehrstrategien zur Förderung von Denkfertigkeiten     ....  16
3.5.1. Lehrstrategie: Wissenselemente erfassen,  ordnen und gruppieren     ....  16
3.5.2. Lehrstrategie Generalisieren     ....  16
3.5.3. Lehrstrategie: Zwischen Fakten, Behauptungen und normativen Aussagen  Unterscheiden    ....   17
3.5.4. Lehrstrategie: Hypothesen suchen     ....  17
3.5.5. Lehrstrategie: Sachverhalte und Alternativen beurteilen    ....   18
3.5.6. Folgerung 1    ....  8

4. Grundprobleme beim Erwerb und bei der Entwicklung  kognitiver Lern- und Denktstrategien    ....   19

4.1. Lassen sich allgemeine und spezifische Strategien erfolgreich transferieren?    ....   19
4.2. Wie sieht das Verhältnis von Inhaltswissen und Strategien aus?    ....   20
4.3. Wie sollen Lernumgebungen gestaltet sein?    ....   20

5. Konsequenzen für die Vermittlung im Unterricht     ....  21

5.1. Zur Transferproblematik     ....  21
5.2. Der ,,Eva-Unterricht"    ....  22
5.3. Wie soll EVA eingesetzt werden?     ....  23
5.4. Die ,,Eva-Lernspirale"     ....  23

5.5. Mögliche Arbeitsinseln zum Thema ,,Menschen im Betrieb"    ....   24
5.5.1. Vorwissen / Voreinstellungen aktivieren    ....   24
5.5.2. Neue Kenntnisse / Verfahrensweisen erarbeiten     ....  25
5.5.3. Komplexe Anwendungs- / Transferaufgaben     ....  25
5.6. Die neue Lehrerrolle / Die neue Schülerrolle    ....   26
5.7. Schlussbemerkung 2    ....  7

6. Literaturverzeichnis     ....  28

 

 

1. Einleitung

Die folgende Arbeit befasst sich mit dem Thema ,,Grundprobleme der Übertragbarkeit und Vermittlung kognitiver Strategien." Zunächst sollen exemplarisch Lern-, Denk- und Lehrstrategien dargestellt und erläutert werden. Im Anschluss daran wird auf die Grundprobleme ihrer Vermittlung und Entwicklung eingegangen.

Als Konsequenz für die Vermittlung im Unterricht wird speziell der ,,EVA-Unterricht" nach Heinz Klippert als eine mögliche Lösung vorgestellt.

Das behandelte Thema ist recht weit gefasst, so dass wir uns, um den Rahmen der vorliegenden Arbeit nicht zu sprengen, auf wesentliche Punkte konzentriert haben.

2. Taxonomien kognitiver Lern- und Denkstrategien

2.1. Lernstrategien
»Lernstrategien sind [,,,] Pläne für Sequenzen von Handlungen, mit denen Lernende ein bestimmtes Lernziel erreichen wollen.«1 Sie dienen der Wissenserarbeitung. Nachfolgend soll zunächst eine Taxonomie von Lernstrategien erfolgen. Diese orientiert sich am folgenden sequentiellen Informationsverarbeitungs- bzw. Gedächtnismodell:


[...] Information [wird] aus der Umwelt über die Sinne aufgenommen und gelangt dann in das Arbeitsgedächtnis. In diesem wird die Information verschiedenen Verarbeitungs-schritten unterzogen, die dazu führen, dass die Information mehr oder minder dauerhaft ins Langzeitgedächtnis enkodiert wird. Aus dem Langzeitgedächtnis wird die Information bei Bedarf wieder abgerufen. Verarbeitungs-prozesse im Arbeitsgedächtnis und Abrufprozesse aus dem Langzeitgedächtnis werden durch eine Kontrollinstanz überwacht und gesteuert. Diese Kontrollinstanz reguliert beispielsweise die Verteilung der Aufmerksamkeit auf die Inhalte des Arbeitsgedächtnisses oder auf die Suche im Langzeitgedächtnis.2

2.1.1. Enkodierstrategien

Häufig werden neu erhaltene Informationen schnell wieder vergessen. Das liegt daran, dass sie nicht dauerhaft ins Langzeitgedächtnis überführt werden. Enkodierstrategien sind Verarbeitungsstrategien, die die dauerhafte Überführung von neuen Informationen ins Langzeitgedächtnis unterstützen. Diese Strategien bewirken eine tiefergehende Auseinandersetzung mit neuer Information, so dass eine mehrschichtige Repräsentation von ihr vorliegt. Diese mehrschichtige Repräsentation enthält Gedächtnisspuren der sprachlichen Oberfläche (z.B.: Wortlaut), der spezifischen Enkodierungsumstände (z.B.:"das stand oben links..."), sowie der lokalen und globalen Bedeutung und der Beziehung zu bereits gespeicherten Daten. Zu den Enkodierstrategien gehören Mnemotechniken und Verstehensstrategien.

Mnemotechniken dienen dazu bedeutungsarme, unstrukturierte Informationen dauerhaft ins Langzeitgedächtnis zu übertragen. Zu diesen Informationen gehören z. B. Vokabeln oder das Auswendiglernen von Namen und Begriffen. Diese ,,für sich stehenden" Begriffe werden durch Mnemotechniken mit Bedeutung angereichert und mit anderen Gedächtnisinhalten verknüpft. Zum großen Teil werden die neuen Informationen durch Mnemotechniken auch unter Abrufplänen subsumiert. Beispiele für Mnemotechniken sind die Schlüsselwort-Methode, die Aufhänger-Methode und die Methode der Orte.

Handelt es sich bei dem zu lernenden Stoff um sehr komplexe, semantisch umfangreiche Informationen so wird dieser Lernstoff durch das Verstehen am besten dauerhaft behalten. Notwendig ist also eine starke Auseinandersetzung mit der Bedeutung der Informationen. Informationen sollen nicht mehr ,,nur" verarbeitet werden, sie sollen auch verstanden und in Zusammenhänge gesetzt werden. Verstehensfördernde Maßnahmen sind z.B. das Herstellen externer und interner Verknüpfungen.

Externe Verbindungen sind Verknüpfungen zwischen Vorwissen und Neuem.3 Besonders lernfördernd ist die Aktivierung des Vorwissens vor dem eigentlichen Lernen. So können Anknüpfungspunkte für die neuen Informationen geschaffen werden.

Sollen innerhalb eines neuen Wissensgebietes die einzelnen Wissenselemente zueinander in Beziehung gesetzt werden, so spricht man von internen Verknüpfungen. Um diese Verknüpfungen herzustellen, wird das neue Wissensgebiet strukturiert und organisiert und in der Folge davon auch häufig reduziert, so dass man diese Verstehensstrategien auch als reduktiv-organisierende Strategien bezeichnet. Mit Hilfe von z.B. Flussdiagrammen oder Begriffshierarchien lassen sich interne Verknüpfungen organisieren. 4

[...]


1 Friedrich, H.G.: Analyse und Förderung kognitiver Lernstrategien. In: Empirische Pädagogik 9 (1995),Heft 2, S. 115.

2 Ebd., S. 117.

3 Vgl. Ebd., S. 120/121.

4 Vgl. Ebd., S. 122/123.


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