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Der Film Metropolis im Kontext des gesellschaftlichen Lebens in der Weimarer Republik

Hausarbeit, 2003, 18 Seiten
Autor: Martin Eckhardt
Fach: Filmwissenschaft

Details

Veranstaltung: Film und Kino in der Weimarer Republik
Institution/Hochschule: Universität Trier (Medienwissenschaft)
Tags: Film, Metropolis, Kontext, Lebens, Weimarer, Republik, Film, Kino, Weimarer, Republik
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2003
Seiten: 18
Note: 2,3
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V20822
ISBN (E-Book): 978-3-638-24598-2

Dateigröße: 248 KB
Anmerkungen :
Die Arbeit versucht, die Metropolis-Wirkung auf die Gesellschaft der Weimarer Republik aufzuschlüsseln. Dies geschieht hauptsächlich an dem Leben in Berlin.



Textauszug (computergeneriert)

Universität Trier

Der Film METROPOLIS
im Kontext des gesellschaftlichen
Lebens in der Weimarer Republik

Hausarbeit zum Seminar:
Film und Kino in der Weimarer Republik
im Wintersemester 02/03

Martin Eckhardt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung 3

2 Der Hintergrund des Films – die Weimarer Republik 5

3 Der Film METROPOLIS 7
3.1 Die Idee 7
3.2 Das Filmteam 8
3.3 Die Werbung – Spiegel des Zeitgeistes 10

4 METROPOLIS und die Gesellschaft 11
4.1 Soziale Unterschiede im Film 11
4.2 Technik und ihre Darstellung im Film 14

5 Fazit 16

6 Literaturverzeichnis 18

 

1. Einleitung

Als METROPOLIS am 10.01.1927 im Berliner Zoopalast Premiere hatte, konnte keiner ahnen welchen Einfluss dieser Film bis heute auf das internationale Kino haben sollte. Anspielungen und „bildliche Zitate“ finden sich bis heute in modernen Science-Fiction-Filmen wie z.B. in Ridley Scotts BLADE RUNNER (1982), Luc Bessons DAS FÜNFTE ELEMENT (1997) oder jüngst in George Lucas fünften Teil seiner Star Wars Sage, EPISODE II – ANGRIFF DER KLONKRIEGER (2002) und Steven Spielbergs MINORITY REPORT (2002)1 wieder, welche die Architektur der Zukunftsstadt von Fritz Lang aufgreifen. Für die herausragende Stellung die der Film auch international einnimmt dürfte ebenfalls sprechen, dass METROPOLIS als einziger deutscher Film 2001 von der UNESCO in das „Memory of the World-Register“ aufgenommen wurde. Dort steht er unter anderem neben dem Nachlass Goethes und der 9. Sinfonie Beethovens2. Sicher war dies alles nicht die Absicht von Fritz Lang, als er am 22. Mai 1925 die Dreharbeiten an METROPOLIS begann. Was aber war der Gedanke METROPOLIS zu drehen? Viele der Publikationen über METROPOLIS beschäftigen sich mit der Suche nach der Aussage des Films und behandeln die Ursachen für sein Scheitern.

Diese Arbeit möchte nun den Film von Fritz Lang unter dem Aspekt des damaligen Zeitgeistes untersuchen. METROPOLIS ist der Spiegel der damaligen Gesellschaft und zeigt die existierenden Probleme zwischen den Klassen der Weimarer Republik, so lautet die These, die dieser Arbeit vorangestellt werden soll. Er spiegelt also die gesellschaftlichen Strömungen und Tendenzen aus Politik und Wirtschaft wieder und ist somit ein durchaus politisch motivierter Film, der Missstände und Ungerechtigkeiten aufzeigen möchte. Einhergehend damit steht die Behauptung, dass es der Wunsch von Lang und der Produktionsfirma Ufa gewesen sein müsste, die herrschende Situation in der Weimarer Zeit zu skizzieren. Immerhin war METROPOLIS die teuerste Produktion der damaligen Zeit und hat einen Großteil dazu beigetragen, dass die Ufa letztlich am Rande des Bankrotts stand. Diese und ähnliche Aspekte werden die folgenden Seiten versuchen genauer zu beleuchten, immer auch unter dem Gesichtspunkt, dass METROPOLIS in erster Linie als ein Film gedreht wurde, der unterhalten sollte.

2. Der Hintergrund des Films – die Weimarer Republik

Nach dem Untergang des deutschen Kaiserreiches bildete sich im Kielwasser des ersten Weltkrieges ein neues Kulturverständnis innerhalb der deutschen Gesellschaft aus. Die alten Eliten waren geschwächt – so glaubte man landläufig – und mit dem Einsetzen des wirtschaftlichen Aufschwunges nach dem unterzeichnen des Dawesplanes schauten die Deutschen zuversichtlich in die Zukunft. Gerade die Großstädte, allen voran Berlin, übten Anziehungskraft auf junge Menschen aus, und man kann daher von einer einsetzenden Landflucht sprechen3. Berlin verkörperte in den zwanziger Jahren das, was heute internationale Metropolen wie New York oder London ausstrahlen: Weltoffenheit und Internationalität. Die deutsche Hauptstadt galt damals als die wichtigste Stadt in Europa, deren Ruf kultureller Mittelpunkt zu sein, weithin bekannt war. Auch die Filmindustrie profitierte von diesem Image und trug ihr Übriges dazu bei. Der Film emanzipierte sich gerade in den frühen zwanziger Jahren stark von seinem Rummelplatz-Image und erlangte, auch unter Intellektuellen, einen anerkannten „Kunststatus“. Dies war vor allem der Ufa und ihren Regisseuren zu verdanken, die mit ihren Ideen und Vorstellungen Pionierarbeit leisteten und mit den daraus resultierenden Filmen neue Standards setzen und bis heute anerkannte Meisterwerke schufen. Dennoch war nicht alles Gold was glänzte. Gerade in den Städten, auch hier soll Berlin prominentestes Beispiel sein, zeigten sich soziale Unterschiede zwischen der Oberschicht und dem Proletariat deutlicher als an anderen Orten der jungen Weimarer Republik.

[....]


1 Vgl. Elsaesser, Thomas, „Metropolis – der Filmklassiker von Fritz Lang“, Hamburg 2000 und Internet Movie Data Base: www.imdb.de [02.03.2003]

2 Vgl.: Homepage der UNESCO Deutschland: www.unesco.de [02.03.2003]

3 Vgl. Neebe, Reinhardt: „Die Republik von Weimar 1918-1933 Demokratie ohne Demokraten?“. Ernst Klett Verlag, Stuttgart, 1991. S. 47.


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