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Exkursionsbericht Ahrntal und Zillertal - Eine grenzüberschreitende Exkursion zwischen den Staaten Italien und Österreich

Other, 2003, 35 Pages
Author: Christoph Knoll
Subject: Geography / Earth Science - Regional Geography

Details

Category: Other
Year: 2003
Pages: 35
Grade: sehr gut
Language: German
Archive No.: V20864
ISBN (E-book): 978-3-638-24627-9

File size: 1490 KB


Excerpt (computer-generated)

Exkursionsbericht

Ahrntal – Zillertal
Eine Grenzüberschreitende Exkursion zwischen den
Staaten Italien und Österreich

Knoll Christoph

 

Routenplan der Exkursion
[in Downloaddatei enthalten]

Routenplan der Exkursion  1

Inhaltsverzeichnis  3

Exkursionsbericht Ahrntal-Zillertal  4

1. Tag: Samstag, 5. Juli 2003  4
1. Standort: Naturparkhaus Sand in Taufers, 870 Meter  4
Naturparks in Südtirol  5
2. Standort: Rötalm, 1.416 Meter  6
3. Standort: Museum Kornkasten in Steinhaus, 1.045 Meter  9
4. Standort: Heilig Geist Kirche, 1.621 Meter  10

2. Tag: Sonntag, 6. Juli 2003  12
Führung durch das ehemalige Bergbaugelände in Prettau  12
Standort: Kehrer Alm, 1.845 Meter (Talschluss)  15

3. Tag: Montag, 7. Juli 2003  17
1. Standort: Waldner Alm, 2.068 Meter  17
2. Standort: Waldner See, 2.338 Meter  17
3. Standort: Hundskehljoch, 2.559 Meter  19
4. Standort: Zollhaus Hundskehle, 1.947 Meter  20
5. Standort: Gasthof Bärenbad, 1.450 Meter  21
6. Standort: Krafthaus Mayrhofen, 640 Meter  24

4. Tag: Dienstag, 8. Juli 2003  25
1. Standort: Finkenberg (Gasthof Persal), 940 Meter  25
2. Standort: Vorderlanersbach, 1.300 Meter  26
3. Standort: Geislerhöfe, 1.620 Meter  28
4. Standort: Geiseljoch, 2.292 Meter  30
5. Standort: Weidener Alm, 1.859 Meter  31

Abbildungsverzeichnis  33

Literaturverzeichnis  35

 

 

1. Tag: Samstag, 5. Juli 2003

Fahrt von Sand im Taufers nach Kasern
Fahrstrecke: 48km

1. Standort: Naturparkhaus Sand in Taufers, 870 Meter

Als Ausgangspunkt unserer Exkursion besuchten wir das Naturparkhaus in Sand in Taufers. Dieses Haus repräsentiert den Naturpark Rieserferner - Ahrn in einer beeindruckenden Art und Weise nach außen hin. Beeindruckend ist vor allem die didaktische Aufbereitung der einzelnen Themengebiete. Das Naturparkhaus hat keinen typischen Museumscharakter, sondern man muss sich mit allen Sinnen durch die Ausstellung arbeiten. In einem Film am Anfang des Rundgangs wird die imposante Bergwelt des Naturparks aus der Vogelperspektive dargestellt.

Ein eindrucksvolles Relief, eine didaktisch sehr klug aufgebaute Darstellung der Gesteinsformationen im Naturpark und dessen nähere Umgebung, eine Darstellung der Höhenstufen im Gebirge mittels einer Treppe, illustriert durch dazupassende Bilder der Flora und Fauna in den einzelnen Bereichen und der abschließenden Blick auf die umliegende Bergwelt vermitteln ein eindrucksvolles Bild des Naturparks. Ein sehr schön angelegter Biotop mit Pflanzen, die in den Ahrnauen zu finden sind, rundet ein museumspädagogisch durchaus eindrucksvolles Konzept ab.

Abbildung 2: Sand in Taufers
[Abb. 2 in Downloaddatei enthalten]

Naturparks in Südtirol

Naturparks haben heute einen besonderen Wert für die Erhaltung von Natur und Landschaft, für Forschung und Bildung und für das Erlebnis von Natur. Das Konzept beruht auf wenigen klaren Richtlinien:

1. Anregung zu neuem Verständnis der Natur und zu verantwortungsvollem Handeln (durch Information und Bildung)

2. Forst- und Almwirtschaft werden beibehalten, soweit sie im Einklang mit der Natur und Umwelt stehen.

3. Dauersiedlungen sind ausgegrenzt.

4. Nicht mehr möglich sind: jede Bautätigkeit (außer Anlagen der Land- und Forstwirtschaft); die Errichtung von Freileitungen; Bergbau und Schotterabbau; die Nutzung der Gewässer zu hydroelektrischen oder industriellen Zwecken.
Die Naturparks Südtirols bewahren die Vielfalt der Bergwelt – mit Mooren, Seen, Almen und deren Flora und Fauna.

In Südtirol befinden sich neben dem Naturpark Rieserferner – Ahrn noch sieben weitere Naturparks, wobei der erste (Schlern) bereits 1974 gegründet wurde. Weitere Schutzgebiete sind die Texelgruppe, Puez – Geisler, Fanes – Sennes – Prags, Trudner Horn, die Sextner Dolomiten, sowie das in Planung befindliche Gebiet der Sarntaler Alpen (vgl. Amt für Naturparks, 2000).

Abbildung 3: Übersicht über die National- & Naturparks Südtirols (vgl. http://www.provinz.bz.it/natur/2803/index_d.asp)
[Abb. 3 in Downloaddatei enthalten]

Neben den Naturparks hat der Nationalpark Stilfser Joch ebenfalls Anteil an Südtirol. Nationalparks unterscheiden sich von Naturparks grundsätzlich in der Größe (ein Nationalpark muss mindestens 100.000 ha umfassen) bzw. in der Art der Verwaltung und den autonom festgelegten Schutzbestimmungen.

Das von uns besuchte Schutzgebiet arbeitet sehr eng mit den angrenzenden österreichischen Schutzgebieten, dem Nationalpark Hohe Tauern und dem Ruhegebiet Zillertaler Alpen zusammen. Die drei Gebiete umfassen insgesamt eine Fläche von 2500km2. Die Zusammenarbeit zeigt sich in Projekten wie z.B. der Wiederansiedlung der Bartgeier (gemeinsam mit NP Hohe Tauern) bzw. der Steinböcke. 2. Standort: Rötalm, 1.416 Meter

Diese idyllische Alm liegt an einer Verflachung des Rotbachtals nach Norden hin, welches eine Steilstufe ins Ahrntal darstellt. Von hier aus kann man das Exkursionsgebiet der ersten Tage sehr schön überblicken. Im Ahrntal befinden wir uns erst ab Sand in Taufers, von Bruneck bis Sand in Taufers wird das Gebiet Tauferertal genannt. Beim Blick nach Osten wird der Horizont von der Dreiherrenspitze abgeschlossen. Talabwärts ist die Talweitung von Luttach sichtbar, die durch den Zusammenfluss der eiszeitlichen Gletscher aus dem Ahrntal und dem Weißenbachtal entstanden ist. Wir befinden uns an einer Durchbruchsenge, talaufwärts weitet sich das Tal bis zum Schluss, wobei zwei Steilstufen (St. Peter und Kasern) sichtbar sind. Das Tal wird durch Schwemm- und Murkegel in fünf deutlich erkennbare Abschnitte geteilt. Der erste Abschnitt ist die Steilstrecke zwischen der Birnlücke und Kasern, der zweite von dort bis zur Klamme zwischen Prettau und St. Peter, der dritte und vierte Abschnitt umfassen die Murschuttkegel und Terrassen bis zur Mündung des Weißenbachs. Sie sind durch einen Riegel aus Bergsturzmaterial von einander getrennt. Die letzte Steilstrecke ist als Durchbruchstal nach Sand in Taufers ausgebildet (vgl. Erhard / Innerbichler, o.n.A.).

[....]


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