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Möglichkeiten der Arbeit mit Bildern zum Thema 'Going West - Die Besiedlung des Westens der USA zwischen 1803 und 1890' in einer 11. Klasse (Fundamentalbereich - Gymnasium)

Examination Thesis, 2002, 51 Pages
Author: Claudia Mettge
Subject: English - Pedagogy, Didactics, Literature Studies

Details

Institute: Schulpraktisches Seminar Berlin
Tags: Möglichkeiten, Arbeit, Bildern, Thema, Going, West, Besiedlung, Westens, Klasse, Gymnasium)
Category: Examination Thesis
Year: 2002
Pages: 51
Grade: 2,0
Language: German
Archive No.: V20958
ISBN (E-book): 978-3-638-24691-0
ISBN (Book): 978-3-638-70094-8
File size: 1252 KB
Notes :
Arbeit zum 2. Staatsexamen, betrachtet thematisch USA / frontier (von Louisiana Purchase 1803 bis 'frontier closed' 1890), methodisch den Einsatz von visuellen Medien im Unterricht der Sekundarstufe II, Wahrnehmung, visual literacy, Visualisierung, Motivation und Lernen mit Bildern etc.


Abstract

Wir leben heute in einer von visuellen Reizen überladenen Welt – Fernsehen, Video, Zeitschriften und Zeitungen, Werbung und das Internet arbeiten mit den verschiedensten Mitteln, um Aufmerksamkeit zu erlangen. Alle verwenden Bilder und optische Anreize, um die gewünschte Aufmerksamkeit sicherzustellen. Anlässlich dieser Dominanz des Visuellen im alltäglichen Bereich fragt man sich, wenn diese denn offensichtlich so erfolgreich ist, warum nicht ähnliche Mittel viel häufiger im Unterricht genutzt werden. Ein Ansinnen dieser Arbeit ist es somit, zu untersuchen, ob Bilder positive Effekte im Lernen bewirken können, ob hierdurch Motivation, Aufmerksamkeit und Behaltensleistung befördert werden können. Dieser Ansatz ist nicht neu, die Tradition des Lernens mit Bildern begann mit Comenius, sie wird von Erziehungswissenschaft und Fachdidaktik fortgesetzt. Dabei beschränkt sich erstere aber häufig auf die Untersuchung des Lernens mit Bildern bei jüngeren Kindern, etwa im Grundschulalter, wohingegen letztere stark auf den Bereich der Sekundarstufe I, also den beginnenden Fremdsprachenerwerb, fokussiert. In der Sekundarstufe II, die hier im Mittelpunkt der Betrachtung steht, wird der Bildeinsatz theoretisch weniger häufig gestreift. Erstaunlicherweise ist das Bild heutzutage trotz der intensiven Forschung zumeist nur als schmückendes Beiwerk im Unterricht anzutreffen. Andere Medien haben es wieder verdrängt, zudem eine deutliche Dominanz des geschriebenen Wortes vorherrscht. Eindeutige Definitionen, handfeste Bildungsinhalte sind in der Schule dem Arbeiten auf mehreren Eingangskanälen gleichzeitig vorzuziehen, lautet die landläufige Meinung. Ob es nicht vielleicht auch anders geht, und trotzdem (oder gerade deshalb) gelernt wird, soll hier erprobt werden. Aus den Eingangsbemerkungen zur visuellen Flut im alltäglichen Leben ergibt sich die Notwendigkeit, diese auch in die Schule schwappen zu lassen, um dort eine Kompetenz der Schüler zu entwickeln, selbständig mit Bildinformationen umgehen zu können. Dies ist Teil dessen, was unter dem Stichwort „visual literacy“ diskutiert wird. Ziel der Arbeit wird es sein, zunächst eine theoretische Grundlage zum Lernen mit Bildern zu schaffen, um diese dann in der Praxis umsetzen zu können. Daran anschließend sollen die praktischen Erfahrungen wiederum reflektiert und analysiert werden. Meine Ausgangsthese hierbei ist, dass im Englischunterricht mit Bildern sinnvoll inhaltlich und sprachlich gearbeitet werden kann.


Excerpt (computer-generated)

Möglichkeiten der Arbeit mit Bildern zum Thema

‚Going West - Die Besiedlung des Westens der USA zwischen 1803 und 1890′
in einer 11. Klasse (Fundamentalbereich - Gymnasium)

Schriftliche Prüfungsarbeit
zur Zweiten Staatsprüfung
für das Amt der Studienrätin

vorgelegt von

Claudia Mettge

Berlin, den 16.09.2002

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung ... 2

2. Theoretische Grundlagen ... 4
2.1. Wahrnehmung ... 4
2.2. Visuelle Medien im Englischunterricht ... 6
2.3. Funktionen und Möglichkeiten von Bildern im Unterricht ... 9
2.4. Tiefere Darlegung einzelner Varianten ... 11
2.4.1. Möglichkeit 1: Aktivierung und Antizipation (1. Stunde) ... 11
2.4.2. Möglichkeit 2: Kreatives Schreiben zu Bildern (3. Stunde) ... 12
2.4.3. Möglichkeit 3: Dialogerstellung zu Bildern (6. Stunde) ... 12
2.4.4. Möglichkeit 4: Wiederholung (8. Stunde) ... 13

3. Unterrichtsvoraussetzungen ... 13
3.1. Allgemeine Unterrichtsvoraussetzungen ... 13
3.2. Spezielle Unterrichtsvoraussetzungen ... 14

4. Planung der Unterrichtsreihe ... 15
4.1. Didaktisch-methodische Überlegungen und Entscheidungen ... 15
4.2. Thematische Schwerpunkte - Sachanalyse ... 17
4.3 Auswahl der sprachlichen Schwerpunkte ... 19
4.4. Auswahl der Bildmedien ... 19
4.5. Lernziele ... 20
4.6. Klausur ... 21

5. Synopse der Unterrichtsreihe ... 23

6. Durchführung und Analyse ausgewählter Unterrichtsstunden ... 25
6.1. Möglichkeit 1: Aktivierung und Antizipation ... 25
6.2. Möglichkeit 2: Kreatives Schreiben zu Bildern ... 29
6.3. Möglichkeit 3: Dialogerstellung zu Bildern ... 33
6.4. Möglichkeit 4: Wiederholung ... 36
6.5. Analyse Klassenarbeit ... 39

7. Gesamtreflexion ... 41

8. Anhang ... 45

9. Literaturverzeichnis ... 49


1. EINLEITUNG

Wir leben heutzutage in einer von visuellen Reizen überladenen Welt - Fernsehen, Video, Zeitschriften und Zeitungen, Werbung und das Internet arbeiten mit den verschiedensten Mitteln, um Aufmerksamkeit zu erlangen, sie stehen in einem immer größer werdenden Wettstreit miteinander. Alle verwenden Bilder und andere optische Anreize, um die gewünschte Aufmerksamkeit sicherzustellen, da ist es nur ehrlich, wenn eine Tageszeitung sich gleich so nennt und mit dem Slogan "BILD dir deine Meinung" wirbt. Anlässlich dieser Dominanz des Visuellen im alltäglichen Bereich fragt man sich, wenn diese denn offensichtlich so erfolgreich - will heißen, werbewirksam weil einprägsam - ist, warum nicht ähnliche Mittel viel häufiger im Unterricht genutzt werden - natürlich unter Beachtung der unterschiedlichen Menschenbilder und Ziele, die in der Werbebranche bzw. in der Schule allgemein üblich sind.

Ein Ansinnen dieser Arbeit ist es somit, zu untersuchen, ob Bilder positive Effekte im Lernen bewirken können, ob hierdurch Motivation, Aufmerksamkeit und Behaltensleistung befördert werden können. Dieser Ansatz ist nicht neu, schon Comenius verwendete 1658 Bilder in seinem Orbis Sensualium Pictus, um den Lernern die zu vermittelnden Vokabeln näher zu bringen. Hiermit wurde eine lange Tradition des Lernens mit Bildern eröffnet, die auch in der Erziehungswissenschaft und der Fachdidaktik fortgesetzt wird. Dabei beschränkt sich erstere aber häufig auf die Untersuchung des Lernens mit Bildern bei jüngeren Kindern, etwa im Grundschulalter, wohingegen letztere stark auf den Bereich der Sekundarstufe I, also den beginnenden Fremdsprachenerwerb, fokussiert. In der Sekundarstufe II, die hier im Mittelpunkt der Betrachtung steht, wird der Bildeinsatz theoretisch weniger häufig gestreift.

Erstaunlicherweise ist das Bild heutzutage trotz der intensiven Forschung zumeist nur als schmückendes Beiwerk im Unterricht anzutreffen. Andere Medien haben es wieder verdrängt, zudem eine deutliche Dominanz des geschriebenen Wortes vorherrscht. Eindeutige Definitionen, handfeste Bildungsinhalte sind in der Schule dem Arbeiten auf mehreren Eingangskanälen gleichzeitig vorzuziehen, lautet die landläufige Meinung. Ob es nicht vielleicht auch anders geht, und trotzdem (oder gerade deshalb) gelernt wird, soll hier erprobt werden.

Die Forderung nach "eindeutigen" Inhalten legt auch die Frage nahe, was denn überhaupt "eindeutig" ist. Als Synonyme hierfür benennen Wörterbücher z.B. "anschaulich", "bildhaft" oder "augenfällig", also Wortprägungen, die visuelle Aspekte betonen. Auch "Bildung" beinhaltet in seiner Wortbildung "Bild"1 , also wieder die "Anschaulichkeit". Ähnliche Wortprägungen, die die Bedeutung der Sinne für das Verständnis betonen, finden sich - nicht nur im Deutschen - zuhauf. Natürlich kann man auch die Frage stellen, ob beim Lernen mit Bildern nicht eher gilt: "Aus den Augen - aus dem Sinn". Dieses zu untersuchen ist Teil dieser Arbeit.

Aus den Eingangsbemerkungen zur visuellen Flut im alltäglichen Leben ergibt sich die Notwendigkeit, diese auch in die Schule schwappen zu lassen, um dort eine Kompetenz der Schüler2 zu entwickeln, selbständig und kritisch mit den Bildinformationen umgehen zu können. Dies ist Teil dessen, was unter dem Stichwort "visual literacy" intensiv diskutiert wird3. Die Schule muss nicht nur das Lesen und Schreiben vermitteln, sondern darüber hinaus auch das Sehen. Wie bei allen anderen Lernprozessen auch ist dabei zunächst von einfacheren Lerngegenständen auszugehen, im Fall dieser Arbeit sind dies nur unbewegte Bilder, Filme oder auch Bildfolgen werden nicht Eingang finden.
Ziel der Arbeit wird es sein, zunächst eine theoretische Grundlage zum Lernen mit Bildern zu schaffen, um diese dann in der Praxis umsetzen zu können. Daran anschließend sollen die praktischen Erfahrungen wiederum reflektiert und analysiert werden. Meine Ausgangsthese hierbei ist, dass im Englischunterricht mit Bildern sinnvoll inhaltlich und sprachlich gearbeitet werden kann.

2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN
Im Folgenden sollen einige theoretische Grundlagen und Hintergründe zum Lernen mit Bildern erläutert werden. Nach einer kurzen Skizzierung wahrnehmungstheoretischer Hintergründe werden diese dann als Grundlage für die Betrachtung von visuellen Medien im Unterricht herangezogen. Der Schwerpunkt wird somit in der Anwendung in der Unterrichtspraxis liegen, nicht auf psychologischen oder biologischen Geschehen, die nur ansatzweise mit ihren für das übergeordnete Thema relevanten Aspekten angerissen werden sollen.

[...]


 

1 Auf die Ursprungs- und Ideengeschichte von "bilden", "Bild" und "Bildung" geht Peter Stöger ausführlich ein: Peter Stöger "Bilden, Bild und Bildung - pädagogisch-anthropologische und psychonanalytische Überlegungen." In: Bild und Bildung. Beiträge zur Grundlegung einer pädagogischen Ikonologie und Ikonographie. Franz Pöggler (Hg). Frankfurt/ Main: Peter Lang, 1997. S.267-316

2 Um eine bessere Lesbarkeit zu gewährleisten, werden in Rahmen dieser Arbeit Doppelungen wie "Schülerinnen und Schüler" zugunsten des generischen Begriffs "Schüler" aufgegeben.

3 ein Beispiel unter vielen ist etwa Rune Petterson′s "Visual Literacy und Infologie" In: Wissenserwerb mit Bildern: instruktionale Bilder in Printmedien, Film/ Video und Computerprogrammen. Bernd Weidemann (Hrsg.). Bern/ Göttingen/ Toronto/ Seattle: Huber, 1993. S. 170-193


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