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Diploma Thesis, 2003, 140 Pages
Author: Volker Vahl
Subject: Pedagogy - Adult Education
Details
Tags: Angebote, Förderung, Kreativität, Erwachsenenbildung
Year: 2003
Pages: 140
Grade: 3,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-24692-7
ISBN (Book): 978-3-638-84809-1
File size: 4704 KB
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Abstract
Kreativität ist zu einem Schlüsselbegriff in unserer heutigen Zeit geworden. Überall im täglichen Leben wird man damit konfrontiert. So zum Beispiel bei der Auswahl eines Geburtstagsgeschenkes, beim Einrichten der neuen Wohnung, bei der Aufgabenbewältigung im Beruf sowie in vielen anderen alltäglichen Situationen. Die Kreativität ist eben nicht mehr nur der Kunst zuzuschreiben, vielmehr bezeichnet sie eine Strategie zur erfolgreichen Umweltbewältigung durch Problemlösung. Gerade in der Wirtschaft erhofft man sich von kreativen Mitarbeitern den benötigten Innovationsschub, ohne den heutzutage kein Unternehmen mehr konkurrenzfähig bleibt. Es ist immer wichtiger geworden, schnell, flexibel und innovativ auf den immer schneller werdenden Markt reagieren zu können, um sich einen Markterfolg zu sichern. Innovativ bedeutet, eine Idee in einen Markterfolg umzusetzen. Dies ist die Krönung der unternehmerischen Kreativität. „Ideenfindung (Kreativität) + Ideenrealisierung = Innovationsfähigkeit“1 Genau deshalb gibt es zahlreiche Bildungsanbieter, welche angeblich die in jedem von uns schlummernden kreativen Kräfte wecken, entfalten oder befreien können. Kreativitätstechniken bilden den Schwerpunkt dieser Arbeit. Zum einen soll aufgezeigt werden, welche Techniken für welches Problem geeignet sind. Zum anderen soll untersucht werden, ob die Anwendung solcher Techniken einen effektiven Nutzen für Unternehmen haben. Bei der wohl bekanntesten Methode der Ideenfindung, dem Brainstorming, wurde inzwischen nachgewiesen, das die Anwendung keinen signifikanten Einfuß auf die Zahl der verwertbaren Ideen hat. Es fehlen jedoch noch eine Reihe wissenschaftlicher Untersuchungen weiterer Techniken, um eine allgemeine Aussage über die Nützlichkeit von Kreativitätstechniken geben zu können. Doch die bisherigen Erkenntnisse führen in der Wissenschaft zu einschlägigen Meinungen, welche in dieser Arbeit vorgestellt werden sollen. Trotz alledem erlebt das Thema Kreativität und Kreativitätstechniken zur Zeit eine große Popularität. Die Masse an wissenschaftlicher und noch unüberschaubarer Anzahl an nicht-wissenschaftlicher Literatur lässt fast den Überblick zu diesem Thema verlieren. Dies ist wohl Anlass genug, sich mit diesem Thema näher auseinander zu setzen und einen Überblick zu geben.
Excerpt (computer-generated)
Angebote zur Förderung der Kreativität
in der Erwachsenenbildung
Diplomarbeit
im Rahmen der Prüfung
für Diplom-Pädagogen
an der Universität der Bundeswehr Hamburg
vorgelegt am
10. Juli 2003
von
Volker R. Vahl
I. Inhaltsverzeichnis
II. Übersicht der Abbildungen ... 5
1. Einleitung ... 7
Der äußere Rahmen ... 9
2. Grundlagen und Gedanken zur Kreativität ... 12
2.1 Vom Ende des Genies ... 12
2.2 Geschichte der Kreativitätsforschung ... 14
2.3 Versuch einer Definition von Kreativität ... 16
Zusammenfassung ... 19
3. Kreativitätsforschung ... 20
3.1 Einflussfaktoren der Kreativität ... 20
3.1.1 Die kreative Person ... 21
3.1.2 Der kreative Prozess ... 24
3.1.3 Das kreative Produkt ... 27
3.1.4 Das kreative Umfeld ... 29
3.1.5 Hemmende und fördernde Faktoren ... 31
3.2 Kreativität in der Gehirnforschung ... 33
3.3 Kreativität und der Einfluss von Stress ... 36
3.4 Wo bekommen Menschen kreative Einfälle? ... 38
Zusammenfassung ... 39
4. Kreativität im Unternehmen ... 40
4.1 Bedeutung von Wissen und ‚Frühaufklärung’ ... 40
4.2 Innovation ... 42
4.3 Feststellen des kreativen Potentials ... 42
4.4 Einfluss der Unternehmensstruktur ... 43
4.5 Ansatzpunkt für die Weiterbildung ... 45
Zusammenfassung ... 46
5. Kreativitätstechniken ... 47
5.1 Probleme sowie situative Umstände als Auswahlkriterium für Methoden der Ideenfindung ... 48
5.2 Methoden der Ideenfindung ... 50
5.2.1 Analyse-Methoden ... 52
5.2.1.1 Progressive Abstraktion ... 52
5.2.1.2 Hypothesen-Matrix ... 54
5.2.1.3 KJ-Methode ... 55
5.2.1.4 NM-Methode ... 57
5.2.2 Systematisch-analytische Methoden ... 57
5.2.2.1 Morphologische/-r Matrix/ Kasten ... 58
5.2.2.2 Attribute Listing ... 60
5.2.2.3 Morphologisches Tableau ... 61
5.2.2.4 Funktionsanalyse ... 62
5.2.2.5 Sequenzielle Morphologie ... 62
5.2.2.6 Problemlösungsbaum und Relevance-Tree ... 63
5.2.2.7 Mind-Mapping ... 64
5.2.3 Intuitiv-kreative Methoden ... 65
5.2.3.1 Brainstorming ... 65
5.2.3.2 Imaginäre Brainstorming ... 68
5.2.3.3 Diskussion 66 ... 69
5.2.3.4 Anonyme Brainstorming ... 69
5.2.3.5 Solo-Brainstorming ... 70
5.2.3.6 Didaktische Brainstorming / Little Technik ... 70
5.2.3.7 Destruktiv-konstruktive Brainstorming ... 71
5.2.3.8 “And-also”-Methode ... 71
5.2.3.9 Creative Collaboration Technique ... 71
5.2.3.10 Brainwriting / Methode 635 ... 72
5.2.3.11 Brainwriting-Pool ... 73
5.2.3.12 Buzz-Sitzung ... 74
5.2.3.13 Collective-Notebook-Methode ... 74
5.2.3.14 Delphi-Methode ... 74
5.2.3.15 Kärtchen-Befragung ... 75
5.2.3.16 Metaplan ... 76
5.2.3.17 Idea-Engineering ... 77
5.2.3.18 Trigger-Technik ... 77
5.2.3.19 Inkubation ... 78
5.2.3.20 Bionik ... 78
5.2.3.21 Heuristische Prinzipien/ Osborn-Checkliste ... 79
5.2.3.22 Suchfeldauflockerung ... 79
5.2.3.23 Weitwinkelprinzip ... 80
5.2.3.24 Synektik ... 80
5.2.3.25 TILMAG-Methode ... 83
5.2.3.26 Synektische Konferenz ... 85
5.2.3.27 Visuelle Synektik ... 85
5.2.3.28 BBB-Methode ... 86
5.2.3.29 Reizwortanalyse ... 86
5.2.3.30 Force-Fit-Spiel ... 86
5.2.3.31 Semantische Intuition ... 87
5.2.3.32 Forced-Relationship ... 88
5.2.3.33 Katalog-Technik ... 88
5.2.3.34 Nebenfeldintegration ... 88
5.2.3.35 SIL-Methode ... 89
5.2.4 Die Kopplung von Methoden der Ideenfindung ... 91
5.3 Aktuelle Erkenntnisse über die Wirksamkeit von Kreativitätstechniken ... 91
Zusammenfassung ... 96
6. Interview ... 95
6.1 Formen qualitativer Interviews ... 98
6.2 Konzeption der Leitfragen ... 99
6.3 Aufzeichnung und Transkiption ... 100
6.4 Auswertung ... 101
7. Zum Schluss ... 106
III. Anhang ... 108
IV. Literaturverzeichnis ... 136
V. Stichwortverzeichnis ... 139
„In jedem Geniestreich erkennen wir Gedanken, die wir selbst verworfen haben.“
(Ralph Waldo Emerson, 25.05.1803 bis 27.04.1882, amerik. Philosoph und Dichter)
1. Einleitung
Kreativität ist zu einem Schlüsselbegriff in unserer heutigen Zeit geworden. Überall im täglichen Leben wird man damit konfrontiert. So zum Beispiel bei der Auswahl eines Geburtstagsgeschenkes, beim Einrichten der neuen Wohnung, bei der Aufgabenbewältigung im Beruf sowie in vielen anderen alltäglichen Situationen. Die Kreativität ist eben nicht mehr nur der Kunst zuzuschreiben, vielmehr bezeichnet sie eine Strategie zur erfolgreichen Umweltbewältigung durch Problemlösung.
Gerade in der Wirtschaft erhofft man sich von kreativen Mitarbeitern den benötigten Innovationsschub, ohne den heutzutage kein Unternehmen mehr konkurrenzfähig bleibt. Es ist immer wichtiger geworden, schnell, flexibel und innovativ auf den immer schneller werdenden Markt reagieren zu können, um sich einen Markterfolg zu sichern. Innovativ bedeutet, eine Idee in einen Markterfolg umzusetzen. Dies ist die Krönung der unternehmerischen Kreativität.
„Ideenfindung (Kreativität) + Ideenrealisierung = Innovationsfähigkeit“1
Genau deshalb gibt es zahlreiche Bildungsanbieter, welche angeblich die in jedem von uns schlummernden kreativen Kräfte wecken, entfalten oder befreien können.
Diese Diplomarbeit macht es sich zur Aufgabe, die von Bildungsanbietern angebotenen Methoden zu untersuchen, welche die kreativen Potentiale für innovative Zwecke in Unternehmen nutzbar machen wollen.
Eine produktive Möglichkeit der Ideenfindung in Unternehmen stellen Kreativitätstechniken dar. Die Weiterbildung bietet ihnen die Möglichkeit, diese Techniken zuvor in einem ‚freien’ Raum zu erlernen, auszuprobieren und kreativitätshemmende Blockaden abzubauen. Dies fällt nicht jedem Menschen leicht, da diese Techniken von den Teilnehmern verlangen, ungewohnte Verhaltensweisen zu zeigen.
Kreativitätstechniken bilden den Schwerpunkt dieser Arbeit. Zum einen soll aufgezeigt werden, welche Techniken für welches Problem geeignet sind. Zum anderen soll untersucht werden, ob die Anwendung solcher Techniken einen effektiven Nutzen für Unternehmen haben.
Bei der wohl bekanntesten Methode der Ideenfindung, dem Brainstorming, wurde inzwischen nachgewiesen, das die Anwendung keinen signifikanten Einfuß auf die Zahl der verwertbaren Ideen hat. Es fehlen jedoch noch eine Reihe wissenschaftlicher Untersuchungen weiterer Techniken, um eine allgemeine Aussage über die Nützlichkeit von Kreativitätstechniken geben zu können. Doch die bisherigen Erkenntnisse führen in der Wissenschaft zu einschlägigen Meinungen, welche in dieser Arbeit vorgestellt werden sollen.
Trotz alledem erlebt das Thema Kreativität und Kreativitätstechniken zur Zeit eine große Popularität. Die Masse an wissenschaftlicher und noch unüberschaubarer Anzahl an nicht-wissenschaftlicher Literatur lässt fast den Überblick zu diesem Thema verlieren. Dies ist wohl Anlass genug, sich mit diesem Thema näher auseinander zu setzen und einen Überblick zu geben.
Der äußere Rahmen
Im folgenden wird beschrieben, wie die Arbeit aufgebaut ist, was mit jedem Kapitel erreicht werden soll und mit welchen Methoden an die Beantwortung herangegangen worden ist.
Kapitel 2: Grundlagen und Gedanken zur Kreativität In diesem Kapitel soll geklärt werden, ob nur auserwählte Menschen kreativ sein können oder ob diese Fähigkeit bei jedem Menschen gleich ausgeprägt ist.
Dabei ist darzustellen, wie man überhaupt dazu kam, sich mit diesem Phänomen näher zu beschäftigen und wie man Kreativität definiert. Als Grundlage diente die Auswertung von Literatur.
Kapitel 3: Kreativitätsforschung
Um aussagekräftige und gefestigte Aussagen zur Kreativität geben zu können, sind die Erkenntnisse der Kreativitätsforschung von großer Bedeutung. Es soll der Frage nachgegangen werden, was es bedeutet kreativ zu sein und was einen Menschen zu dieser Fähigkeit ermöglicht.
Es werden nur zu diesem Thema interessante Aspekte der Forschung zusammengetragen, die bei der Literaturrecherche relevant erschien.
Kapitel 2 und 3 bilden die Grundlage für das Verständnis zu diesem Thema.
Kapitel 4: Kreativität im Unternehmen
In Kapitel 4 soll der Schulterschluss zwischen den theoretischen Grundlagen der Kreativität und der Anwendung in der Wirtschaft erläutert werden. Die zu beantwortenden Kernfragen sind:
Wozu sind Kreativität und Innovationen für Unternehmen wichtig? Welchen Beitrag können Weiterbildungseinrichtungen leisten?
Kapitel 5: Kreativitätstechniken
Dieses Kapitel bildet ein Schwerpunkt der Diplomarbeit. Es soll dargestellt werden, welche Kreativitätstechniken es überhaupt gibt und für welche Problemstellungen sie sich eignen.
Die Auflistung und Beschreibung dieser einzelnen Techniken erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, dennoch stellt sie eine umfangreiche und ausführliche Sammlung dar. Auch hierzu ist die Anwendung von zahlreicher Literatur notwendig gewesen, um ein umfangreichen Überblick der verschiedenen Techniken zu erhalten. Außerdem werden Untersuchungsergebnisse vorgestellt, welche die Wirkungsweise des Brainstorming von Osborn überprüft..
Kapitel 6: Interview
Ein zweiter Schwerpunkt dieser Arbeit bildet die Konfrontation des Themas mit Fachleuten. Entgegen noch nicht ausreichend bewiesenen Erkenntnissen und fehlenden Untersuchungen (,da diese sehr umfangreich und kompliziert sind,) soll ein Spiegelbild dessen wiedergegeben werden, welche Meinungen in der Fachwelt zu diesem Thema vorherrschen. Dabei werden vor allem Gespräche mit Personen geführt, die sich mit dem Thema Kreativität wissenschaftlich in irgendeiner Weise schon auseinandergesetzt haben.
Kapitel 7: Zum Schluss
Aufgrund der erlangten Erkenntnisse in dieser Arbeit soll am Ende eine Aussage darüber getroffen werden, inwiefern Weiterbildungseinrichtungen durch spezielle Angebote die Kreativität und somit die Innovationsfähigkeit von Unternehmen fördern können und wie sinnvoll und erfolgsversprechend solche Maßnahmen sind.
Anhang
Im Anhang werden zu einigen im Kapitel 5. aufgezählten Kreativitätstechniken jeweils ein Beispiel dargestellt und visualisiert.
Anmerkungen:
- In dieser Arbeit werden durchweg maskuline Formen verschiedener Begriffe verwendet. Wenn zum Beispiel von Teilnehmer gesprochen wird, sind die Teilnehmerinnen durch die gewählte Diktion automatisch mit einbezogen.
- Es wird die klassische Zitierweise mit Fußnoten gewählt, um ein umblättern zur verwendeten Literatur zu ersparen und den Lesefluss nicht zu beeinträchtigen.
- Wenn in dieser Arbeit von Weiterbildung gesprochen wird, ist sie als ein spezifischer Teilbereich der Erwachsenenbildung zu sehen, in dem es vorwiegend um die Erlangung beruflicher Kompetenzen und Fähigkeiten geht.
[...]
1 Backerra, Hendrik/ Malorny, Christian/ Schwarz, Wolfgang: Kreativitätstechniken. Kreative Prozesse anstoßen, Innovation fördern, Die K7. 2. Auflage. München Wien 2002, S. 5.
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23.07.2004 21:04:30
Ich bin begeistert!!! Grüße Michael