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Scholary Paper (Seminar), 2003, 23 Pages
Author: Ralph Panzer
Subject: Sociology - Religion
Details
Institution/College: University of Heidelberg (Institut für Soziologie)
Tags: Ethik, Geist, Kapitalismus, Sekten, Geist, Kapitalismus, Vergleich, Webers, Proseminar, Klassische, Texte, Religionssoziologie
Year: 2003
Pages: 23
Grade: 1,7
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-24716-0
File size: 209 KB
Hier handelt es sich nicht um eine Hausarbeit im klssischen Sine, sondern es werden die beiden Texte von Max Weber rekonstruiert und anschließend miteinander verglichen!
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Excerpt (computer-generated)
„Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“
und „Die protestantische Sekten und der Geist des Kapitalismus“
Ein Vergleich Max Webers
Verfasser: Ralph Panzer
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus 2
2.1. Die Problemstellung 2
2.1.1. Konfession und soziale Schichtung 2
2.1.2. Der Begriff des „Geistes“ 3
2.1.3. Luthers Berufskonzeption 6
3. Die Berufsethik des asketischen Protestantismus 7
3.1. Die religiösen Grundlagen der innerweltlichen Askese 7
3.2. Askese und kapitalistischer Geist 13
4. Protestantische Sekten und der Geist des Kapitalismus 15
5. Der Vergleich 18
5.1. Gemeinsamkeiten und Unterschiede 18
5.2. Schlussbemerkung 21
6. Literaturverzeichnis 22
1. Einleitung
Gegenstand dieser Arbeit sind die beiden Schriften „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“ und „Die protestantischen Sekten und der Geist des Kapitalismus“ von Max Weber. Da diese beiden Texte hier rekonstruiert und anschließend miteinander verglichen werden, ist es meiner Meinung nach nicht sinnvoll, ihren Inhalt in die Einleitung mit einzubeziehen. Stattdessen möchte ich einleitend kurz den Soziologen Max Weber vorstellen. Max Weber war deutscher Volkswirtschaftler und Wirtschaftsgeschichtler. Er war und ist bekannt vor allem wegen seiner systematischer Schriften zur politischen Soziologie und zur Entwicklung des Kapitalismus und der Bürokratie. Max Weber war Mitbegründer der Soziologe als eigenständige wissenschaftliche Disziplin, die soziales Handeln deutend verstehen und erklären sollte. Als Reaktion auf die marxistische Theorie, so wie er sie interpretierte, bezog Weber die gesellschaftliche und religiöse Entwicklung in seine wirtschaftswissenschaftlichen Untersuchungen mit ein. In einem seiner bekanntesten Werke, „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“ von 1905, stellte er den von ihm als ursächlich angesehenen Zusammenhang zwischen calvinistisch geprägter Lebensführung und kapitalistischer Wirtschaftsweise heraus. Die Art und Weise, wie er das herausstellte, soll im Folgenden Gegenstand der Untersuchung sein.
2. Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus
2.1. Die Problemstellung
2.1.1. Konfession und soziale Schichtung
Max Weber beginnt diese Schrift mit einem Blick in die Berufsstatistik eines multireligiösen Landes, wobei er herausstellt, dass der Protestantismus in Deutschland den höchsten Anteil am Kapitalbesitz und Unternehmertum hat. Dieser Anteil am Kapitalbesitz ist für Weber zum Teil historisch zu begründen, wobei die Gründe weit in der Vergangenheit liegen und bei denen die Religionszugehörigkeit nicht die Ursache für den Anteil am Kapitalbesitz darstellt, sondern eher die Folge ist. In diesem Zusammenhang zeigt Weber, dass sich eine große Zahl der reichen Städte im 16. Jahrhundert dem Protestantismus zugewendet haben. Dies ist ein Grund dafür, warum die Protestanten zu Beginn des 20. Jahrhunderts einen so großen Anteil am Kapitalbesitz haben. Wie gesagt ist dieser Anteil am Kapitalbesitz für Weber nur zum Teil historisch zu begründen, denn er gibt einige Gegenbeispiele dazu. So besteht ein nachweisbarer Unterschied in der Art des höheren Unterrichts, den katholische Eltern im Gegensatz zu protestantischen ihren Kindern zuzuwenden pflegen. Nach einer Studie von Martin Offenbacher1 liegen die Katholiken nämlich insgesamt hinter den Protestanten beim Besuch von „höheren“ 2 Lehranstalten. Ein Grund hierfür ist natürlich der, dass die Protestanten mehr Geld haben. Aber es gehen auch weniger Katholiken zu Lehranstalten, die auf einen technisches Studium oder einen gewerblich-kaufmännischen Beruf vorbereiten. Sie besuchen eher humanistische Gymnasien, was als Erklärung zur geringen Anteilnahme der Katholiken am kapitalistischen Erwerb herangezogen werden kann. Außerdem fällt auf, dass weniger Katholiken als Arbeiter in der modernen Großind ustrie beschäftigt sind. Laut der Offenbacher Studie neigen bei den Handwerksgesellen die Katholiken eher zum Verbleiben im Handwerk, werden also relativ häufig Handwerksmeister, während die Protestanten in relativ stärkerem Maße in die Fabriken abströmen, um dort die oberen Staffeln der gelernten Arbeiterschaft und des gewerblichen Beamtentums zu füllen. Max Weber will die historische Ursache für diese Gegebenheiten untersuchen. Dafür ist eine Betrachtung der verschiedenen Ausprägungen der christlichen Religionen erforderlich. Doch zunächst erfolgt eine Erklärung des Begriffes „Geist“ des Kapitalismus.
2.1.2. Der Begriff des „Geistes“
[...]
1 Martin Offenbacher: Konfession und soziale Schichtung. Eine Studie über die wirtschaftliche Lage der Katholiken und Protestanten in Baden, Tübingen und Leipzig 1901. Hier aus Max Weber,1920: 19
2 vgl. Weber: 21
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