Die Rolle der Geldpolitik in Währungskrisen - Implikationen einer neuen Modellgeneration

Flash Player und JavaScript werden für eine verbesserte Ansicht des Dokuments benötigt. Bitte installieren Sie den Flash Player und aktivieren Sie Javascript.
Install Flash Player
Details
Autor: Boris Heyden
Fach: Wirtschaft - Volkswirtschaftslehre
Institution/Hochschule: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (Institut für Internationale Wirtschaftspolitik)
Jahr: 2003
Seiten: 57
Note: 1,7
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 478 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-24743-6
Die Arbeit widmet sich der Fragestellung nach der angemessenen Geldpolitik in Währungskrisen. Eingangs werden zwei Standardmodelle zur Erklärung von Währungskrisen vorgestellt, hieran schließt sich die modelltheoretische Herleitung von geldpolitischen Implikationen aus einem (neueren)Währungskrisenmodell der sog. "dritten Generation" an, um dann diese Implikationen anhand von sechs empirischen Studien zu überprüfen und zu bewerten.
Textauszug (computergeneriert)
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
D I P L O M A R B E I T
Thema:
Die Rolle der Geldpolitik in Währungskrisen –
Implikationen einer neuen Modellgeneration
Vorgelegt von
cand. rer. pol. Boris Heyden
Abgabetermin: 29. September 2003
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ... 1
2. Währungskrisenmodelle ... 2
2.1 Zahlungsbilanzkrisen und spekulative Attacken – Modelle der ersten Generation ... 2
2.2 Die Rolle selbsterfüllender Erwartungen – Modelle zweiter Generation ... 4
2.3 Modelle erster und zweiter Generation im Licht jüngster Währungskrisen ... 7
3. Währungskrisen bei unvollständigen Finanzmärkten ... 8
3.1 Die Rolle hoher Fremdwährungsverbindlichkeiten und der Kreditbeschränkung des Unternehmenssektors – Das Währungskrisenmodell von Aghion, Bacchetta und Banerjee ... 9
3.1.1 Annahmen des Modells ... 9
3.1.2 Geld- und Kreditmarkt ... 10
3.1.3 Die Währungskrise – Mögliche Entwicklung von Wechselkurs und Einkommen ... 14
3.1.4 Diskussion des Modells ... 15
3.2 Können Krisen durch die Geldpolitik verhindert werden? – Implikationen des Modells von AGHION et al. 2000a ... 16
3.2.1 Die Rolle der Geldpolitik, wenn die Kreditbeschränkung vom Realzins abhängt – warum eine restriktive Geldpolitik erforderlich ist ... 17
3.2.2 Modifikation: Implikationen, falls die Kreditbeschränkung vom Nominalzins abhängig ist ... 20
4. Empirische Ergebnisse zur Frage nach der angemessenen Geldpolitik in Währungskrisen ... 21
4.1 Der Zusammenhang von Zins und Wechselkurs ... 22
4.1.1 KRAAY 2000 – Wechselkursstabilisierung während spekulativer Attacken ... 22
4.1.2 GOLDFAJN/GUPTA 2003 – Reale Aufwertung durch Aufwertung des nominalen Wechselkurses oder durch höhere Inflation? ... 24
4.1.3 FURMAN/STIGLITZ 1998 – Der Zusammenhang von Zins und Wechselkurs in ausgewählten Entwicklungsländern ... 27
4.2 Geldpolitik während der Asienkrise ... 28
4.2.1 DEKLE/HSIAO/WANG 1998 – Nominale Aufwertung und hohe Nominalzinsen ... 28
4.2.2 GOULD/KAMIN 1999 – Einfluß der Geldpolitik auf den realen Wechselkurs ... 31
4.3.1 GOLDFAJN/BAIG 1998 – Umkehrung der Unterbewertung durch nominale Aufwertung? ... 34
4.4 Zusammenfassung ... 36
5. Schlußfolgerungen ... 38
Literaturverzeichnis ... 40
A.1 Graphischer Anhang ... 42
A.2 Tabellarischer Anhang ... 46
A.3 Mathematischer Anhang ... 51
Erklärung ... 54
1. Einleitung
Wie sollte sich die Geldpolitik in Währungskrisen verhalten? Daß diese Frage ein unter Ökonomen kontrovers diskutiertes Thema ist, zeigt beispielsweise die Erfahrung aus der Asienkrise: während der IMF auf die Notwendigkeit von Zinserhöhungen zur Wechselkursstabilisierung hinwies, unterstrich die Worldbank die negativen Wirkungen hoher Zinsen auf Investitionen und Einkommen.
Um die Kernfrage dieser Arbeit, die Frage nach der angemessenen Geldpolitik in Währungskrisen, beantworten zu können, wird das Modell von AGHION et al. 2000a, das den Währungskrisenmodellen der sog. dritten Generation zugeordnet wird, herangezogen, und es werden konkrete Implikationen für die Geldpolitik in einer Währungskrise abgeleitet.
Ein sich anschließender empirischer Teil setzt die auf theoretischer Grundlage basierenden Implikationen einer empirischen Prüfung aus, um so einschätzen zu können, ob sich die theoretischen Ergebnisse durch die empirischen Befunde bestätigen lassen. Das nun folgende zweite Kapitel stellt die Währungskrisenmodelle der ersten und zweiten Generation vor, woran sich dann die Darstellung eines Modells der dritten Generation, das Modell von AGHION et al. 2000a, anschließt und die aus diesem Modell folgenden Implikationen für die Geldpolitik herausgearbeitet werden. In Kapitel 4 werden sechs empirische Studien zur Frage nach dem Zusammenhang von Geldpolitik und Wechselkurs vorgestellt, von denen sich drei mit der Geldpolitik zur Asienkrise beschäftigen, dies sind die Arbeiten von DEKLE et al. 1998, GOULD/KAMIN 2000 und GOLDFAJN/BAIG 1998. Dagegen liegen den Arbeiten von KRAAY 2000, GOLDFAJN/GUPTA 2003 und FURMAN/STIGLITZ 1998 eine größere, regionenübergreifende Auswahl von Ländern zugrunde.
Das letzte Kapitel bietet eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse dieser Arbeit.
[...]
Kommentare
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden: