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Intensive Short-Term Dynamic Psychotherapy (ISTDP) = intensive psychodynamische Kurzzeittherapie

Termpaper, 2001, 17 Pages
Authors: Dipl.-Psych. Adelheid Kühn, Ellen Bröker
Subject: Psychology - Clinic and Health Psychology, Abnormal Psychology

Details

Event: Spezielle Interventionsmethoden: Nutzung des Affektes
Institution/College: University of Tubingen (Psychologisches Institut)
Tags: Intensive, Short-Term, Dynamic, Psychotherapy, Kurzzeittherapie, Spezielle, Interventionsmethoden, Nutzung, Affektes, Davanloo, ISTDP
Category: Termpaper
Year: 2001
Pages: 17
Grade: 1
Language: German
Archive No.: V21074
ISBN (E-book): 978-3-638-24780-1
ISBN (Book): 978-3-638-78865-6
File size: 231 KB
Notes :
Die ISTDP ist eine psychotherapeutische Methode, die von bereits ausgebildeten Therapeuten verschiedener Richtungen zusätzlich erlernt wird, aber kassenärztlich nicht zugelassen ist. Die Methode ist abgeleitet aus der Psychoanalyse und arbeitet im wesentlichen mit und in der Übertragung, wobei davon ausgegangen wird, daß der Patient bereits Übertragungsbereitschaft in die Therapie mitbringt, d.h. den Therapeuten als primäre Bezugsperson sieht.


Abstract

Die ISTDP ist eine psychotherapeutische Methode, die von bereits ausgebildeten Therapeuten verschiedener Richtungen zusätzlich erlernt wird, aber kassenärztlich nicht zugelassen ist. Die Methode ist abgeleitet aus der Psychoanalyse und arbeitet im wesentlichen mit und in der Übertragung, wobei davon ausgegangen wird, daß der Patient bereits Übertragungsbereitschaft in die Therapie mitbringt, d.h. den Therapeuten als primäre Bezugsperson sieht. Übertragungsbereitschaft hat generell jeder Mensch. Entdeckt wurde dies von Freud und konsequent angewandt und umgesetzt hat dies Davanloo. Die Methode wird sehr kontrovers diskutiert und kann auch kontroverse Gefühle bei Beobachtern des Verfahrens auslösen, wie z.B. Faszination oder Aggression und Abwehr.


Excerpt (computer-generated)

Intensive Short-Term Dynamic Psychotherapy (ISTDP) =
intensive psychodynamische Kurzzeittherapie
nach Habib Davanloo, ca. 1980




von: Ellen Bröker und Adelheid Kühn

Inhalt

GEMEINSAMKEITEN MIT DER PSYCHOANALYSE 4

UNTERSCHIEDE ZUR PSYCHOANALYSE 4

DIE ISTDP ZIELT AB AUF 5

INDIKATION 5

KONTRAINDIKATION 5

THEORETISCHER HINTERGRUND 6

PSYCHISCHE PHÄNOMENE 6

1. ABWEHRMECHANISMEN 6

2. ANGST 7

3. GEFÜHLE 8

SEKTFLASCHEN-PRINZIP BEIM ABBAU DER GEFÜHLE 9

INTERVENTIONEN: ZENTRALDYNAMISCHE SEQUENZ DER ISTDP 11

1. PROBETHERAPIE 11

2. INTERVENTIONSMETHODEN 11

3. THERAPIEPHASEN UND IHRE AUSWIRKUNGEN 12

Phase 1: Befragung nach Schwierigkeiten 12
Phase 2: Druck auf unterdrückte Gefühle 12
Phase 3: Klären und Herausfordern der Abwehrmechanismen 12
Phase 4: Energischer Angriff auf Widerstände im Über-Ich 12
Phase 5: Intrapsychische Krise und erster Einblick in die Kernneurose 13
Phase 6: Systematische Analyse der Übertragungsgefühle und Exploration der Vergangenheit 14
Phase 7: Vervollständigung der Anamnese 14
Phase 8: Psychodynamische Formulierung und Therapieplanung 14

4. ZUGANGSWEGE ZUM UNBEWUSSTEN 15

5. ZUSÄTZLICHE TECHNIK FÜR SONDERFÄLLE 15

ANFORDERUNGEN AN DEN THERAPEUTEN 16

THERAPEUTISCHE HALTUNG BZW. AKTIVITÄT 16

 


 

 

Die ISTDP ist eine psychotherapeutische Methode, die von bereits ausgebildeten Therapeuten verschiedener Richtungen zusätzlich erlernt wird, aber kassenärztlich nicht zugelassen ist. Die Methode ist abgeleitet aus der Psychoanalyse und arbeitet im wesentlichen mit und in der Übertragung, wobei davon ausgegangen wird, daß der Patient bereits Übertragungsbereitschaft in die Therapie mitbringt, d.h. den Therapeuten als primäre Bezugsperson sieht. Übertragungsbereitschaft hat generell jeder Mensch. Entdeckt wurde dies von Freud und konsequent angewandt und umgesetzt hat dies Davanloo. Die Methode wird sehr kontrovers diskutiert und kann auch kontroverse Gefühle bei Beobachtern des Verfahrens auslösen, wie z.B. Faszination oder Aggression und Abwehr.

Gemeinsamkeiten mit der Psychoanalyse

- Aufdeckung und Durcharbeitung verdrängter Wurzeln der Störung zusammen mit Patient und dadurch Leidensbefreiung
- Als Motor für neurotische Symptome und Charakterstörungen werden unverarbeitete und im Unbewussten gespeicherte traumatische Erlebnisse mit primären Bezugspersonen angesehen
- Nutzung der Phänomene der Übertragung = Reinszenierung der alten Situation in heutigen Beziehungen - hier zum Therapeuten
- Widerstandsanalyse als zentrale Rolle
- Nutzung des Phänomens, dass Aufdeckung des Verdrängten befreit und Erkennen der Wurzeln zur Integration führen, sowie Erfahrung und Einübung korrigierender Verhaltensweisen in der therapeutischen Beziehungen neue Strukturen und Möglichkeiten der Heilung schaffen
Unterschiede zur Psychoanalyse
- Hat anderes Übertragungsbild = verdrängte Gefühle und Abwehrmuster in der Übertragung werden genau beobachtet, gefördert und genutzt mit Vermeidung der Entwicklung einer Übertragungsneurose, freie Assoziation wird hierdurch unnötig
- Ziel ist die rasche Mobilisierung des Unbewussten
- Will schon in der 1. Sitzung die für die neurotische Störung verantwortlichen psychopathologischen dynamischen Kräfte erschließen = "unlocking"
- Zielt auf raschen Durchbruch verdrängter Schuld- und Wutgefühle
- Der Mobilisierung der Arbeitsbeziehung wird große Aufmerksamkeit gewidmet, um die bewusste und unbewusste therapeutische Allianz ("UTA") zu fördern
- Speziell auf UTA gerichtete Interventionen, die die Motivation des Patienten fördern
- Deutung erübrigt sich

Die ISTDP zielt darauf ab:

[...]


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