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Diploma Thesis, 2003, 99 Pages
Author: Patrick Schweizer
Subject: Engineering
Details
Tags: Erarbeitung, Konzepts, Integration, Shop-Systems, ERP-Anbindung, Geschäftskundenportal
Year: 2003
Pages: 99
Grade: 1,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-24796-2
ISBN (Book): 978-3-638-70099-3
File size: 986 KB
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Abstract
Geschäftskundenportale von produzierenden Unternehmen stellen dem Kunden personalisierte Dienste und Informationsangebote zur Verfügung. Diese Dienste und Informationen werden durch bzw. auf Basis verschiedener spezialisierter heterogener Systeme (z.B. Shop System, Content Management System) bereitgestellt. Hierbei besteht die Herausforderung diese einzelnen bereits vorhandenen Komponenten effizient in einer Portal-Gesamtlösung zu integrieren. Eine besondere Bedeutung kommt hierbei dem Shopsystem und der Warenwirtschaft als vertriebsbezogene Kernkomponenten zu. In dieser Arbeit wird am Beispiel eines Herstellers von Elektrowerkzeugen untersucht wie eine derartige Integrations-Aufgabe gelöst werden kann und exemplarisch das Vorgehen an einem Beispiel belegt. Es werden insbesondere folgende Arbeitsschritte durchgeführt: · Analyse verschiedener Methoden zur Integration heterogener Systeme in ein Portal · Erarbeitung eines Konzepts für die Integration von Intershop Enfinity/SAP R/3 in das Geschäftskundenportal eines Herstellers von Elektrowerkzeugen · Implementierung einer beispielhaften Integration von Intershop Enfinity in das Oracle Portal und Anbindung von SAP R/3 über Web Services Die Arbeit erfolgte im Rahmen des Eigenforschungsprojekts „e-Collaboration“ am Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement an der Universität Stuttgart in Kooperation mit dem Fraunhofer Institut.
Excerpt (computer-generated)
Erarbeitung eines Konzepts für die Integration eines Shop-
Systems mit ERP-Anbindung in ein Geschäftskundenportal
Diplomarbeit
von
Patrick Schweizer
eingereicht am 06. 10.2003 beim
Institut für Arbeitswissenschaft
und Technologiemanagement
an der Universität Stuttgart
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung ... 1
1.1 Aufgabenbeschreibung ... 1
1.2 Vorgehensweise ... 3
2 Festool Portal Szenario ... 4
2.1 Systemumgebung ... 4
2.2 Anforderungen von Festool an das Portal ... 5
3 Definition und Klassifizierung von Portalen ... 8
3.1 Definitionen von Portalen ... 8
3.2 Klassifizierung – vertikale und horizontale Portale ... 9
3.3 Typen von Unternehmensportalen ... 10
3.3.1 Mitarbeiterportale ... 10
3.3.2 Geschäftskunden- und Lieferantenportale ... 11
3.4 Endkundenportale ... 11
3.5 Abgrenzung zum Marktplatz ... 12
4 Funktionen von Portal-Software ... 13
4.1 Grundfunktionen ... 13
4.1.1 Benutzer-Management ... 14
4.1.2 Personalisierung ... 14
4.1.3 Single-Sign-On ... 15
4.1.4 Content-Management ... 16
4.1.5 Layout-Management ... 17
4.1.6 Struktur-Management ... 17
4.1.7 Suche ... 17
4.2 Erweiterte Funktionalitäten ... 18
5 Aufbau von Portalen ... 20
5.1 Allgemeine Portal-Architektur ... 20
5.1.1 Präsentationsdienste ... 21
5.1.2 Portal-Server ... 22
5.1.3 Integration Services ... 25
5.1.4 Backend Systeme ... 27
5.2 Beispiele für Portal-Architekturen ... 28
5.2.1 IBM WebSphere-Portal ... 28
5.2.2 Serverseitige Skriptsprachen ... 29
6 Das Oracle 9iAS Portal ... 31
6.1 Portal-Architektur ... 31
6.2 Portlets und Provider ... 32
6.2.1 Die Oracle Portlet-API ... 33
6.2.2 Die Provider- und Portlet-Konfigurationsdatei ... 34
6.2.3 Provider Runtime Framework ... 35
6.2.4 Kommunikation und Ereignisbehandlung zwischen Portlets ... 36
6.3 Ablauf und Behandlung einer Portalanfrage ... 37
7 Intershop Enfinity ... 39
7.1 Komponenten ... 39
7.2 Prozessmodellierung ... 42
7.3 Schnittstellen eCAPI, eRXI und Cartridges ... 44
8 Web Services ... 46
8.1 Das SOAP Protokoll ... 48
8.2 Web Services Description Language ... 48
8.3 UDDI ... 50
9 Konzeption und Implementierung ... 51
9.1 Integrationskonzepte ... 52
9.1.1 Integrationsarten ... 52
9.1.2 Datenformat ... 53
9.1.3 Anordnung der EKS-Komponenten im Portal ... 54
9.2 Anpassung der Enfinity Templates ... 55
9.3 URL umschreiben ... 58
9.4 Einbinden von Informationen aus dem Content-Management-System Zope ... 60
9.5 Umsetzung des Single-Sign-On ... 63
9.6 Entscheidungsfindung ... 65
9.7 Übertragung mittels HTTP Request/Response-Prozess ... 66
9.8 Konfigurator ... 67
9.9 Definition des Portlets in der Provider-Deklarationsdatei ... 70
9.10 Code Optimierung ... 73
9.11 Einbindung in das Portal ... 77
9.11.1 Deployment der Portal-Anwendung ... 77
9.11.2 Einsetzen des EKS Portlets ... 78
10 Zusammenfassung und Ausblick ... 82
10.1 Ergebnisse der Arbeit ... 83
10.2 Fazit zu den verwendeten Systemen ... 83
10.2.1 Oracle9iAS Portal ... 83
10.2.2 Enfinity ... 84
10.2.3 Web Services SAP/R3 ... 85
10.3 Ausblick ... 85
11 Anhang ... 87
11.1 Abkürzungsverzeichnis ... 87
11.2 Abbildungsverzeichnis ... 89
11.3 Tabellenverzeichnis ... 90
11.4 Literaturverzeichnis ... 91
1 Einleitung
Die Integration unternehmensweiter und unternehmensübergreifender Geschäftsprozesse und Software-Systeme gewinnt heute immer mehr an Bedeutung. Unternehmensportale, welche im weitesten Sinne eine spezielle Form des Intranets sind, haben in der Umsetzung eine bedeutende Rolle. Sie entwickeln sich zum wesentlichen Eckpfeiler der globalen E-Business-Strategie und zur zentralen Schnittstelle zu den relevanten Informationen und Diensten eines Unternehmens. Auf Basis der Internettechnologie können unterschiedliche Backend1-Systeme, wie Warenwirtschaftssysteme (WWS), Beschaffungssysteme und Kundenverwaltungsprogramme unternehmensweit als erweitertes Intranet, wie auch als globale Schnittstelle zwischen Unternehmen und Kunden verfügbar gemacht werden. Alle Systeme sind damit über eine einheitliche, webbasierte Plattform organisiert und erreichbar.
Neben dem klassischen Einzelhandel und dem Versandhandel über Druckkataloge hat sich inzwischen der Verkauf von Gütern über Online Einkaufssysteme (EKS) etabliert. Damit verändern sich für die verkaufenden Unternehmen die Rahmenbedingungen. Der Markt wird transparenter durch den unkomplizierten, ortsunabhängigen Zugang zu den Einkaufssystemen. Diese Technologien bringen eine Reihe von Vorteilen für die Unternehmen. Durch die weltweite Verfügbarkeit ist es leichter möglich in neue Absatzmärkte vorzudringen. Es können Prozesse automatisiert und damit Kosten gesenkt werden. Dazu ist es jedoch unerlässlich das Einkaufssystem nicht als isoliertes System zu betrachten, sondern Strategien zu entwickeln um sie in die vorhandene IT Landschaft der Unternehmen nahtlos einzubetten. Sie müssen ein integraler Bestandteil der IT Infrastruktur werden. Hierin ist auch die Herausforderung in diesem Bereich zu sehen. Die Einkaufssysteme wurden bisher in der Regel als alleinstehende Lösungen konzipiert. Erst in jüngerer Zeit ging der Trend zu offenen Schnittstellen um die Interoperabilität mit anderen Systemen zu gewährleisten. Zum Beispiel ist die enge Vernetzung des WWS mit dem EKS anzustreben um Bestellungen direkt an das WWS System weiterleiten zu können. In dieser Arbeit sollen Konzepte zur Integration eines Einkaufssystems in ein Portal einerseits und die Anbindung des EKS an ein WWS System andererseits erarbeitet werden.
1.1 Aufgabenbeschreibung
Die Arbeit wird im Competence Center »Electronic Business Integration« (CC EBI) am Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT) der Fraunhofer Gesellschaft durchgeführt. Ziel der Fraunhofer Gesellschaft ist die Förderung der angewandten Forschung und ein schneller Wissens- und Innovationstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.
Das IAT erarbeitet Lösungen aktueller Fragen und Probleme im Bereich des Technologiemanagements. Forschungsschwerpunkt ist die Entwicklung fortschrittlicher Informations- und Kommunikationssysteme. Das CC EBI entwickelt informationstechnische Lösungen und Verfahren zur integrierten Unterstützung unternehmensübergreifender Geschäftsprozesse. Das IAT unterhält ein E-Business- Innovationszentrum, eines von fünf Innovationszentren der Fraunhofergesellschaft in Deutschland. Innerhalb dieser Innovationszentren werden die am IAT erarbeiteten Lösungen für interessierte Unternehmen ausgestellt und präsentiert. Ein aktuelles internes Projekt des CC EBI bildet den Rahmen dieser Arbeit. Das CC EBI plant und entwickelt ein Geschäftskundenportal für die Firma Festool. Eine exemplarische Realisierung des gesamten Portal-Szenarios wird als Portal-Demonstrator für mittelständische Unternehmen im E-Business-Innovationszentrum eingesetzt. Das Portal richtet sich an Festools Fachhändler und bietet unter anderem ein personalisiertes Einkaufssystem. Durch den Einsatz von innovativen Lösungen und IT-Systemen zeigt das Projekt zukunftsweisende Möglichkeiten auf.
Portal-Umgebungen bauen als Integrationsplattform auf bestehende Software-Systeme auf und integrieren deren Inhalte bzw. Funktionalität. Diese Portal-Szenarien werden in der Regel mit Portal-Servern realisiert. Diese stellen Funktionen und Dienste für die Entwicklung neuer und die Integration bestehender Anwendungen bereit. Eine Portalsoftware bietet in der Regel keine Einkaufsfunktionalität an. Diese ist jedoch für den Vertrieb von Waren über das Internet unerlässlich. Daher ist es das Ziel ein Portal- Szenario zu entwickeln, in das ein EKS integriert wird. Es ist davon auszugehen, dass sowohl das EKS als auch das WWS System bereits vor dem Portal existierten. Die Integration des EKS in das Portal soll mittels vorhandener Internettechnologien und mit geringem Entwicklungsaufwand gelöst werden. Innerhalb des Portal-Szenarios soll das EKS weiterhin direkt, also ausserhalb des Portals, genutzt werden können.
Der Benutzer authentifiziert sich via Single-Sign-On2 am Portal-Server und ist somit gleichzeitig an dem Einkaufssystem angemeldet. Der angemeldete Benutzer kann damit auf alle Dienste und Prozesse des EKS, wie auf Katalogstruktur oder Bestellvorgänge zugreifen.
1.2 Vorgehensweise
Abbildung 01 stellt den Aufbau und die Abhängigkeiten in der Arbeit schematisch dar. Nach einer Einleitung wird in Kapitel 2 das Festool Portal Szenario vorgestellt. Es stellt die Rahmenbedingungen für diese Arbeit. Kapitel 3, 4 und 5 beschäftigen sich mit den Eigenschaften von Portalen. Es wird eine Definition gesucht und der Aufbau von Portalsoftware und deren Funktion beschrieben. Kapitel 6, 7 und 8 widmen sich den in dieser Arbeit verwendeten Systemen und Techniken. Es wird Aufbau und Funktionweise der Portalsoftware Oracle 9iAS und dem Einkaufssystem Intershop Enfinity betrachtet. Ein Kapitel über Web Services rundet diesen Block ab. Kapitel 9 beschäftigt sich mit der Erarbeitung von Konzepten zur Integration von Systemen in ein Portal. Anhand dieser Konzepte wird eine Beispielimplementierung vorgenommen und in das Portal eingebunden. In Kapitel 10 wird die Zusammenfassung und ein Ausblick über die zu erwartende Entwicklung gegeben.
!! Im PDF-Dokument befindet sich an dieser Stelle eine Abbildung !!
Abbildung 01: Aufbau der Arbeit
2 Festool Portal Szenario
2.1 Systemumgebung
Selten sind Unternehmen in der Situation beim Aufsetzen eines Portals auch alle anderen relevanten Softwaresysteme neu aufzubauen. Dieses kommt in der Regel nur bei Unternehmensneugründungen vor. Im Regelfall müssen eine Vielzahl von bereits bestehenden Anwendungen in das neu zu erstellende Portal eingebunden werden. Da die Systeme hierfür meist nicht vorbereitet sind, ist je nach System mit einem mehr oder weniger umfangreichen Anpassungsaufwand zu rechnen.
Diese Problematik soll in dem Portaldemonstrator exemplarisch abgehandelt werden um mögliche Lösungsansätze aufzuzeigen. Daher wurde auch das Szenario für den Portaldemonstrator so ausgelegt, dass das Portal in eine bestehende heterogene IT Landschaft einzupassen ist.
[...]
1 Als Backend-Systeme werden überwiegend Systeme bezeichnet, die ein Teil einer Server-Struktur sind und Frontend-Dienste mit Daten oder Funktionen unterstützen
2 siehe. Kapitel 4.1.3
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