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Dezentrale Kleinstkraftwerke

Diploma Thesis, 1984, 201 Pages
Author: Christoph Müller
Subject: Industrial Engineering and Management

Details

Category: Diploma Thesis
Year: 1984
Pages: 201
Grade: sehr gut
Bibliography: ~ 157  Entries
Language: German
Archive No.: V211
ISBN (E-book): 978-3-638-10157-8

File size: 6514 KB


Excerpt (computer-generated)

Christoph Müller
09 WI 8 ER

DEZENTRALE
KLEINSTKRAFTWERKE

Diplomarbeit aus dem Fachbereich "Wirtschaftsingenieur-
wesen" bei Herrn Prof. Dr. Unterberger

WS 1983/84

SS 1984 
letzter Abgabetermin: 10. Juli 1984
Abgabetermin: 28. Mai 1984

DEZENTRALE KLEINSTKRAFTWERKE

 

Inhaltsverzeichnis:

 


0.

Zur Situation

1

0.1.

Warum in dieser Arbeit Kernkraft nur wenig berücksichtigt wird

3

0.2.

Über Energievorhersagen

4

0.3.

Wichtige Voraussagen, Momentaufnahmen und Daten

5
     

1.

Was ist ein dezentrales Kleinstkraftwerk?

61

1.1.

Der Name "dezentrales Kleinstkraftwerk"

61

1.2.

Der Begriff "Kraftwerk", wie er hier gebraucht wird

62

1.3.

Der Begriff "dezentral"

63

1.4.

Der Begriff "dezentrales Kleinstkraftwerk"

64
     

2.

Besonderheiten des Kleinstkraftwerks

67

2.1.

Verringerung der Abgasentstehung

69

2.2.

Fernwärmenetz

71

2.3.

Synchronisation zwischen Strombedarf und -Produktion

73

2.4.

Energieeinsparung

76

2.5.

Schaffung von Arbeitsplätzen

78

2.6.

Akzeptanz in der Bevölkerung

80
     

3.

Probleme des Kleinstkraftwerks

82

3.1.

technische Probleme

82

3.2.

wirtschaftliche Probleme

87

3.3.

politische Probleme

90

3.4.

Welche problematischen Randerscheinungen sind zu beachten?

94

3.5.

Abhängigkeit von Energieträgern

97

3.6.

Sicherheit im Stromnetz, Unfallgefahren allgemein

99

3.7.

Betrachtungsweise von dezentralen Kleinstkraftwerken

100
     

4.

wirtschaftliche Einflüsse

102

4.1.

privatwirtschaftliche Betrachtungen

103

4.2.

volkswirtschaftlich

110
     

5.

Vergleichsrechnung verschiedener gebräuchlicher Energiesysteme mit dezentralen Kleinstkraftwerken

122

5.1.

Ergebnisse aus der Berechnung

145

5.2.

Was passiert, wenn sich verschiedene Parameter verändern?

147

5.3.

Einsparung von Primärenergie

158

5.4.

Verbleibender Wärmepreis

166
     

6.

Diskussion der Ergebnisse

172

6.1.

Veränderungen beim Primärenergiepreis

172

6.2.

Veränderungen bei den Investitionen

173

6.3.

Veränderungen bei der Lebensdauer

175

6.4.

Veränderungen bei den Wirkungsgraden

176

6.5.

Veränderungen der Aktivzeit

179

6.6.

Veränderungen bei Wartung und Personal

180

6.7.

Primärenergieeinsparung

181
     

7.

Schlussbetrachtungen

182

8.

Abkürzungen und Literaturverzeichnis

186

 

 

0. Zur Situation

Lange Jahre wurde angenommen, dass Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch auf engste miteinander verknüpft seien. Erste Ansätze, die darauf hindeuteten, dass dem doch nicht so sei, zeigten sich z. B. in einer kontroversen Diskussion in "bild der wissenschaft" 5/1978, veröffentlicht unter dem Titel "Wirtschaft und Energie - eine Verbindung wird entkoppelt." Inzwischen ist eine Rezession fast überstanden, in der der Energiebedarf tatsächlich gesunken ist - allerdings auch der Lebensstandard. In den ersten Monaten des Jahres 1984 zeigten sich einige, seit langer Zeit ersehnte Konjunkturzeichen, die auf einen Aufschwung hindeuteten. Eines dieser Zeichen war der Energieverbrauch, der tatsächlich wieder - erstmals seit der Rezession - auch wieder leicht gestiegen ist. Die Realität scheint zu zeigen, dass die Entkopplung bestenfalls in kleinen Teilbereichen gelungen ist, aber im Großen und Ganzen bestehen bleibt. Zur wirklichen Entkoppelung müssten strukturelle Änderungen vorgenommen werden, wie sie mit dezentralen Kleinstkraftwerken möglich wären.

Mit der Rezession kam das Schlagwort "Lebensqualität" auf, das nur bedingt mit dem Schlagwort "Lebensstandard" das sich nur auf materielle Güter beschränkt, etwas zu tun hat. Lebensqualität erfordert eine intakte Umwelt und eine gewisse materielle Grundlage. Eine intakte Umwelt hat inzwischen schon Seltenheitswert; der Mensch hat sie großenteils schon bis an seine Grenzen belastet. Inzwischen werden bereits Milliarden Summen in den Umweltschutz gesteckt, um bereits begangene Sünden zu beheben oder um neue zu vermeiden. Diese Summen fehlen dem Lebensstandard, der durchaus einen Teil der Lebensqualität darstellt.

Derzeit besteht das Problem, dass Summen, die in den Umweltschutz fließen, großenteils von den Ursachen rechnerisch abgekoppelt sind. Wird irgendeine Anlage gebaut, von der zwar bekannt ist, dass sie Schadstoffe emittiert, so wird sie nicht regresspflichtig, wenn der Schaden nicht eindeutig am konkreten Beispiel nachweisbar ist. Das derzeitig aktuellste Thema stellt in diesem Zusammenhang das Waldsterben in Europa dar. Die Ursachen sind im Wesentlichen bereits bekannt - die Verursacher müssen diese Schäden jedoch nicht zahlen. Sie sind dazu auch nicht in der Lage. Diese Schäden wird voraussichtlich die Allgemeinheit via Umweltschutzprogramme ("Umweltmilliarde" der gegenwärtigen Regierung) und Steuern zu zahlen haben oder aber die Geschädigten selbst, die den Schadensverursacher nicht eindeutig bestimmen können. Insbesondere im Zusammenhang mit der Luftverschmutzung ist Letzteres sicher die Regel und fällt nur vereinzelt auf, wenn es z.B. um die Zerstörung am Kölner Dom geht.


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