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Seminararbeit, 2002, 73 Seiten
Autor: Patrick Schweizer
Fach: Maschinenbau
Details
Tags: Entwurf, Implementierung, Modellierungswerkzeugs, Prozesse, Business, Portalen
Jahr: 2002
Seiten: 73
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-24801-3
ISBN (Buch): 978-3-638-70102-0
Dateigröße: 1224 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Die Arbeit entstand am Fraunhofer Institut für Arbeitswissenschaft und Organisation (IAO) in Stuttgart. Sie ist Teil eines internen Projekts zur Entwicklung eines Softwarewerkzeuges. Dieses dient zur Vereinfachung des Entwicklungsprozesses von Internet basierenden Dienstleistungen. Im Internet werden verschiedenste Dienstleistungen angeboten und in sogenannten Portalen zur Verfügung gestellt. Das Internet ist ständigem Wachstum und Veränderungen unterworfen. Es werden neue Technologien entwickelt, andere veralten oder erweisen sich als Flop. Neben den technischen Gegebenheiten ändern sich auch Kundenwünsche und Anforderungen. Es zeichnet sich ein Entwicklungsprozess ab, den das Internet durchlaufen hat: von einfachen isolierten Anwendungen hin zu komplexen vernetzten Systemen. Hieraus ergibt sich ein immer größer werdender Entwicklungs- und Wartungsaufwand für derartige Dienste. Um die dabei auftretenden Probleme zu erfassen wurden zuerst einige ausgewählte Angebote untersucht. Es gibt verschiedene Ansätze um Prozesse und Softwarekomponenten darzustellen. Es wurden ARIS und UML auf ihre Tauglichkeit zur Beschreibung von Internetdiensten untersucht. Desweiteren drei Werkzeuge welche der Erstellung von Diensten dienen können: Adenin Enterprise Portal, Intershop Enfinty und Microsoft Biztalk Server. Es stellt sich heraus, dass diese zwar für bestimmte Anwendungsfälle durchaus sinnvoll einzusetzten sind, es jedoch kein Produkt gibt welches speziell auf die Erstellung von Internetdiensten zugeschnitten ist. Der Hauptbestandteil der Studienarbeit stellte das Design und die Implementierung eines Werkzeugs zur Vereinfachung der Erstellung von elektronischen Dienstleistungen (ESW) dar. Elektronische Dienstleistungen sollten mittels einer grafischen Oberfläche ohne Programmieraufwand entworfen und erstellt werden können. Es wurde ein grafischer Editor entwickelt, den eine offene Architektur, Standard Schnittstellen und Erweiterbarkeit auszeichnet. Verschiedene Darstellungsarten stellen verschiedene Aspekte eines Portals dar. Die Implementierung erfolgte in Java mit der Entwicklungsumgebung Visual Age von IBM. Die Funktionsfähigkeit des erstellten Systems wurde im Rahmen des EU Projektes ADVICE erprobt. In ADVICE wird für den Werkzeughersteller Festo ein virtueller Verkaufsberater erstellt um seine Produkte mit qualifizierter Beratung auch im Internet vertreiben zu können.
Textauszug (computergeneriert)
Studienarbeit
Entwurf und Implementierung eines grafischen
Modellierungswerkzeugs für dynamische
Prozesse in Business Portalen
eingereicht am 4. März 2002 beim
Institut für Arbeitswissenschaft und TechchnologieManagement
an der Universität Stuttgart
Patrick Schweizer
Vorwort
[In Downloaddatei enthalten]
0 Verzeichnisse 1
0.1 Inhaltsverzeichnis 1
0.2 Abbildungsverzeichnis 3
0.3 Tabellenverzeichnis 4
0.4 Abkürzungsverzeichnis 5
1 Einleitung 7
1.1 Problemstellung 7
1.2 Vorgehensweise und Zielsetzung 7
2 Grundlagen 9
2.1 Dienste in Portalen 9
2.2 Kommunikations Portal 9
2.2.1 Corporate Portal / Enterprise Portal 10
2.2.2 Business Portal 11
2.2.3 Dokumentenverwaltung 11
2.2.4 Informationsdienste 12
2.2.5 Application Service Provider (ASP) 12
2.2.6 Berater 13
2.3 Zusammenfassung 13
2.4 Prozessmodellierungstechniken 14
2.4.1 ARIS 14
2.4.2 UML 17
2.4.3 Zusammenfassung 23
3 Analyse bestehender Systeme 24
3.1 Einführung 24
3.2 Beispiele 24
3.2.1 Intershop Enfinity 24
3.2.2 Adenin Enterprise Portal 30
3.2.3 BizTalk 32
3.3 Erkenntnisse und Auswertung 35
4 Entwurf 36
4.1 Ansichten .36
4.2 Anforderungen an das System 36
4.2.1 Technische Anforderungen 37
4.2.2 Betriebswirtschaftliche Anforderungen 38
4.3 Aufbau des Systems 39
4.3.1 Überblick 39
4.3.2 Logische Komponenten 40
4.3.3 Visuelle Komponenten 43
4.3.4 Datenbank Anbindung 53
4.3.5 XML Import und Export 56
4.3.6 Identifikation der Komponenten 61
4.3.7 Erzeugung und Entfernen von Komponenten 61
4.3.8 Aufbau der Java Pakete 62
4.3.9 Verzeichnisstruktur des Systems 63
5 Fallbeispiel ADVICE 64
5.1 Einführung 64
5.2 Realisierung 66
6 Auswertungen und Erfahrungen 69
6.1 Design und Implementierung 69
6.2 Fallbeispiel ADVICE 69
7 Anhang 70
7.1 Liter70
7.2 XML D72
0.2 Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 Kommunikationsportal Freemail 10
Abbildung 2 Business Portal von Festool USA 11
Abbildung 3 ARIS Haus 15
Abbildung 4 Beispiele für logische Verknüpfungen 16
Abbildung 5 Beispiel Bestellung 16
Abbildung 6 Anwendungsfalldiagramm 18
Abbildung 7 Klassendiagramm 19
Abbildung 8 Zustandsdiagramm 19
Abbildung 9 Aktivitätsdiagramm 20
Abbildung 10 Sequenzdiagramm 21
Abbildung 11 Kollaborationsdiagramm 21
Abbildung 12 Komponentendiagramm 22
Abbildung 13 Einsatzdiagramm 23
Abbildung 14 Komponenten von Enfinity 25
Abbildung 15 Visual Pipeline Manager 27
Abbildung 16 Ablauf einer Anfrage 28
Abbildung 17 Holschuld - Bringschuld 30
Abbildung 18 Aufbau Adenin 31
Abbildung 19 Verwaltung des Adenin Portals 32
Abbildung 20 Ansatzpunkte verschiedener Integrationswerkzeuge 35
Abbildung 21 Baum Ansicht 36
Abbildung 22 Vereinfachung des Entwicklungsprozesses durch das ESW 38
Abbildung 23 Drei Schichten Architektur 39
Abbildung 24 Portabilität von Java Programmen 40
Abbildung 25 EComponentManager 41
Abbildung 26 Erzeugung einer EComponent aus einem Modell 42
Abbildung 27 Kommunikation zwischen EComponents 43
Abbildung 28 Das komplette EService Werkzeug 48
Abbildung 29 Interface Menü 50
Abbildung 30 Anordnung der FlowConnection 51
Abbildung 31 Beispiel einer FlowConnection 52
Abbildung 32 TreeView 53
Abbildung 33 ER Modell für die Speicherung eines ESW Projektes in der Datenbank 55
Abbildung 34 Die Ebenen des Systems 56
Abbildung 35 Aufbau der XML Datei 57
Abbildung 36 Aufbau des ADVICE Systems 64
Abbildung 37 Die Seiten von Festo mit integriertem ADVICE Berater 65
Abbildung 38 Das ADVICE System als Sequenzdiagramm 66
Abbildung 39 Das Advice System im Kollaborationsdiagramm 66
Abbildung 40 Das ADVICE System in der Flow Ansicht 67
Abbildung 41 Das ADVICE System in der Baum Ansicht 68
0.3 Tabellenverzeichnis
Tabelle 1 Vergleich Enfinity - Intershop4 24
Tabelle 2 Funktionen der Menüleiste 46
Tabelle 3 Funktionen der Schaltflächen 47
Tabelle 4 Funktionen des Kontextmenüs 49
Tabelle 5 Funktionen des Properties Menü 49
Tabelle 6 TreeView 52
Tabelle 7 Datenbank Projekt Tabelle 54
Tabelle 8 Datenbank EComponent Tabelle 54
Tabelle 9 Datenbank FlowComponent Tabelle 54
Tabelle 10 Datenbank EConnection Tabelle 54
Tabelle 11 Datenbank FlowConnection 55
Tabelle 12 Erzeugen der XML Datei 60
Tabelle 13 Pakete des ESW Systems 62
Tabelle 14 Verzeichnisstruktur des Systems 63
0.4 Abkürzungsverzeichnis
ADO Universal Data Access
ARIS Architektur integierter Informationssysteme
B2B Business To Business
B2C Business To Consumer
CORBA Common Object Request Broker
CRM Customer Relationship Management
EIP Enterprise Information Portal
EAP Enterprise Application Portal
EJB Enterprise Java Beans
EKP Enterprise Knowledge Portal
ESW EService Werkzeug
FTP File Transfer Protokol
GIF Graphics Interchange Format
HTML Hyper Text Markup Language
JVM Java Virtual Machine
JSP Java Server Pages
ODBC Object Data Base Connectivity
PDA Personal Digital Assistent
PDF Portable Document Format
SMS Short Message System
SMTP Simple Mail Protocol
XML Extensible Markup Language
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
Business Portale stellen kundenindividuell personalisiert Dienstleistungen zur Verfügung. Die Gesamtheit solcher Dienstleistungen soll fortan mit EService bezeichnet werden. Die Dienstleistungen werden auf Grund der Markanforderungen und der erweiterten technischen Möglichkeiten immer umfangreicher. Sie bestehen aus z.T. komplexen Prozessen (z.B. Konditionengestaltung), die auf Grund der schnell wechselnden Kundenbeziehungen (z.B. auf Projektbasis) rasch rekombinierbar sein müssen. Hierfür ist der Datenaustausch mit verschiedensten meist heterogenen Systemen (z.B. ERP-Systeme, CRM-Systeme, etc.) nötig.
Diese immer komplexer werdenden Systeme erfordern einen immens steigenden Entwicklungsaufwand. Daher ist es erstrebenswert ein Werkzeug zu besitzen, welches diesen Aufwand so weit wie möglich verringert. Im Rahmen dieser Studienarbeit soll untersucht werden inwieweit bestehende Werkzeuge dieses leisten können. Desweiteren ist ein Prototyp für die grafische Erstellung von EService Systemen zu realisieren. Dieser soll den folgenden Anforderungen genügen:
- Grafischer Editor zur Erstellung von EService Systemen
- Offene Architektur, erweiterbar
- Standard Schnittstellen
- Java basierend
Die Ergebnisse der Arbeit bilden einen Teil einer Werkzeugumgebung für das Engineering von Prozessen in Portalen.
1.2 Vorgehensweise und Zielsetzung
Zuerst werden in Kapitel zwei verschiedene Arten von Portalen untersucht um einen Einblick in die verschiedenen Arten von Systemen zu gewinnen. Es wird analysiert welche Komponenten zusammenarbeiten müssen um dynamische Serviceleistungen im Internet anbieten zu können. Desweiteren wird untersucht welche Möglichkeiten es gibt um solche Systeme formal zu beschreiben. Dazu wird ARIS und insbesondere UML auf Ihre Eignung für eine derartige Aufgabenstellung untersucht.
In Kapitel drei werden drei Applikationen (Intershop Enfinity, Adenin Enterprise Portal und Microsoft Biztalk) vorgestellt, welche für die Erstellung von EService Systemen benützt werden können. Sie greifen an jeweils unterschiedlichen Punkten an um eine Integration von Prozessen und Systemen zu erreichen. Es wird untersucht inwieweit sie für die Erstellung von EService Systemen geeignet sind. Es stellt sich heraus, dass sie zwar in dem für sie gedachten Einsatzgebiet durchaus ihre Berechtigung haben, aber für EService Systeme nur bedingt geeignet sind. Idealerweise kann man mit einem ESystem Werkzeug (ESW) ein EService System visuell zusammenstellen und konfigurieren und dann daraus das System direkt generieren lassen. Bisher ist kein Softwarewerkzeug bekannt welches genau darauf zugeschnitten ist.
Aus oben genannter Motivation heraus wurde ein Teil, die Benutzeroberfläche, eines solchen ESW konzeptioniert und implementiert. Zuerst wurden die Anforderungen an so ein System sowohl in betriebswirtschaftlicher, wie auch technischer Hinsicht untersucht. Dann wurde der Softwareentwurf erstellt. Dabei war zu berücksichtigen, dass das System Teil eines noch zu entwickelnden kompletten ESW ist. Dies ist in Kapitel vier beschrieben. Das entwickelte Werkzeug wird dann wie in Kapitel fünf beschrieben in dem Projekt ADVICE eingesetzt. Hier wird ein elektronischer Verkaufsberater entwickelt. Die verschiedenen Komponenten des ADVICE Systems werden in dem ESW nachgebildet. Es wird untersucht wo die eventuellen Schwachstellen liegen.
Kapitel sechs enthält abschließende Betrachtungen und einen Ausblick.
2 Grundlagen
2.1 Dienste in Portalen
Im Internet haben sich zahlreiche Informationsangebote und Dienste etabliert. Bei Informationsangeboten wird zwischen vertikalen und horizontalen Angeboten unterschieden. Diese Kategorisierung spielt vor allem bei Internet Portalen und Marktplätzen eine wesentliche Rolle. Vertikale Angebote fokussieren auf eine Thematik oder eine Zielgruppe und fassen Angebote für diese Zielgruppe zusammen. In vertikalen Angeboten wird die gesamte Tiefe der Thematik abgedeckt. Horizontale Angebote fassen ein möglichst breites Spektrum zusammen ohne Teilbereiche in der vollen Tiefe abzudecken.
Portale sind ein zentraler Zugang zu Ressourcen aus verschiedenen Quellen. Ein Portal bietet somit einen Überblick über die angebotenen Informationen und erlaubt den direkten Zugriff. Je nach Art des Portals ergeben sich völlig verschiedene Aufgabenstellungen, die sich in verschiedenen Arten von Portalen niederschlagen. Im folgenden sollen verschiedene angebotene Dienste untersucht werden.
2.2 Kommunikations Portal
Es haben sich Unternehmen darauf spezialisiert ihren Kunden eine Informationsplattform zur Verfügung zu stellen. Zuerst beschränkte sich dies auf die Bereitstellung eines e-mail Postfachs. Inzwischen werden aber auch andere Kommunikationswege wie Fax, Anrufbeantworter, Short Message System (SMS) und Telefon angeboten. Dies wird meist mit Unified Messaging bezeichnet.
Durch die Integration der neuen Techniken steigt der Aufwand für die Erstellung und Anpassung eines solchen Systems rapide an. Es müssen die verschiedenen Module miteinander vernetzt und aufeinander abgestimmt werden. Einheitliche Schnittstellen sind erforderlich um einen sicheren Datenaustausch zu gewährleisten. Daher wäre es wünschenswert eine Entwicklungsumgebung zu besitzen, welche die Integration eines neuen Dienstes ohne großen Aufwand ermöglicht.
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