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Scholary Paper (Seminar), 2003, 31 Pages
Author: Philipp Eisenberger
Subject: Sport - Sport Economics, Sport Management
Details
Institution/College: University of Hannover (Institut für Volkswirtschaftslehre)
Tags: Finanzierung, Sportarenen, Seminar, Sportökonomie
Year: 2003
Pages: 31
Grade: 1,3
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-24858-7
ISBN (Book): 978-3-638-64697-0
File size: 327 KB
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Abstract
Die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 nach Deutschland hat hierzulande den größten Bauboom aller Zeiten ausgelöst. Die Bewerberstädte wollen rund 1,5 Mrd. EUR für Stadionneubauten ausgeben. Ein weiterer Grund für den Bauboom ist die mangelnde Modernität deutscher Stadien im internationalen Vergleich, wodurch auch die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Fußballvereine gefährdet ist. Denn die Qualität der heutigen Stadien erlaubt kaum Eintrittspreiserhöhungen, deshalb müssen hochmoderne, multifunktionale Stadien errichtet werden. Sie bieten neue Einnahmequellen wie z.B. aus der Vermietung von Logen und Business-Seats. Problematisch ist dabei stets die Finanzierung der Projekte. Daher ist es Ziel dieser Arbeit, in das Themengebiet der Stadionfinanzierung einzuführen und verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten aufzuzeigen, wobei bewusst nur auf Fußballstadien eingegangen wird. Geschlossene Arenen für Hallensport, wie Eishockey oder Basketball, werden nicht betrachtet. Zum Aufbau der Arbeit: Zunächst werden in Kapitel 2 die Grundlagen der Stadionfinanzierung dargelegt. Dabei wird schwerpunktmäßig auf die geschichtliche Entwicklung der Finanzierungsformen sowie kurz auf die beteiligten Gruppen und deren Motive für eine Beteiligung eingegangen. Anschließend werden die Kosten und Einnahmepotenziale eines Fußballbundesligisten überblicksartig beschrieben. Im dritten Kapitel stellt die Arbeit das in der Praxis zurzeit sehr oft genutzte Public-Privat-Partnership-Modell (PPP-Modell) zur Finanzierung von Großprojekten näher vor. Dabei wird weniger auf die verschiedenen Finanzierungsformen, sondern vielmehr auf die kreativen Organisationsmodelle einer PPP-Lösung eingegangen. Im darauf folgenden Kapitel 4 wird als ein Beispiel einer innovativen Finanzierungsmöglichkeit die Asset Backed Securitization (ABS) vorgestellt. Nach einem theoretischen Überblick erfolgt eine Übertragung auf die Stadionfinanzierung, bevor nach Abwägung von Vor- und Nachteilen eine ABS-Finanzierung am Beispiel des FC Schalke 04 betrachtet wird. Im fünften Kapitel wird ein Praxisbeispiel für eine Stadionfinanzierung anhand der AWD-Arena in Hannover gegeben. Hierbei erfolgt eine Trennung in Organisations- und Finanzierungskonzept. In Kapitel 6 schließt die Arbeit mit einer Schlussbetrachtung und einem Ausblick.
Excerpt (computer-generated)
Die Finanzierung von Sportarenen
Eisenberger, Philipp
Inhaltsverzeichnis II
1 Einleitung 1
2 Einführung in die Stadionfinanzierung 2
2.1 Finanzierungsformen im Wandel 2
2.2 Kosten und Einnahmepotenziale im Fußball 4
3 Organisations formen einer Public-Private-Partnership-Lösung 7
3.1 Betreibermodell / BOT-Modell 8
3.2 Kooperationsmodell 9
3.3 Konzessionsmodell 10
4 Eine innovative Finanzierungsmöglichkeit – Asset Backed Securitization 11
4.1 Die Funktionsweise von ABS 11
4.2 ABS als Instrument zur Stadionfinanzierung 12
4.3 Vor- und Nachteile einer ABS-Finanzierung 14
4.4 ABS am Beispiel des FC Schalke 04 16
5 Eine Stadionfinanzierung am Beispiel der AWD-Arena in Hannover 17
5.1 Die AWD-Arena 17
5.2 Organisationskonzept 18
5.3 Finanzierungskonzept 20
6 Schlussbetrachtung und Ausblick 22
Literaturverzeichnis 24
1 Einleitung
Die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 nach Deutschland hat hierzulande den größten Bauboom aller Zeiten ausgelöst. Die Bewerberstädte wollen rund 1,5 Mrd. EUR für Stadionneubauten ausgeben. 1 Ein weiterer Grund für den Bauboom ist die mangelnde Modernität deutscher Stadien im internationalen Vergleich, wodurch auch die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Fußballvereine gefährdet ist.2 Denn die Qualität der heutigen Stadien erlaubt kaum Eintrittspreiserhöhungen, deshalb müssen hochmoderne, multifunktionale Stadien errichtet werden. Sie bieten neue Einnahme quellen wie z. B. aus der Vermietung von Logen und Business-Seats.3 Problematisch ist dabei stets die Finanzierung der Projekte. Daher ist es Ziel dieser Arbeit, in das Themengebiet der Stadionfinanzierung einzuführen und verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten aufzuzeigen, wobei bewusst nur auf Fußballstadien eingegangen wird. Geschlossene Arenen für Hallensport, wie Eishockey oder Basketball, werden nicht betrachtet. Da hier – im Gegensatz zu den Stadien – die Finanzierung meistens rein privat erfolgt, müssten diese Einrichtungen getrennt untersucht werden, was den Rahmen dieser Arbeit überschreiten würde.
Für die Begriffe „Arena“ und „Stadion“ hat sich in der Literatur bisher keine einheitliche Definition herauskristallisiert. Dazu haben auch die Namensgeber der Sportstätten maßgeblich beigetragen. Eine Arena besticht auf jeden Fall durch ihre Multifunktionalität, die den steigenden Ansprüchen der Zuschauer Rechnung trägt. Nach VORNKAHL lassen sich dabei zwei unterschiedliche Größen von Arenen unterscheiden: auf der einen Seite Fußballarenen mit bis zu 60.000 Plätzen und auf der anderen Seite überdachte Arenen, die für Hallensportarten verwendet werden, mit bis zu 20.000 Plätzen. 4 Diese Arbeit meint im Folgenden mit „Arena“ immer den ersten Fall. Zum Aufbau der Arbeit: Zunächst werden in Kapitel 2 die Grundlagen der Stadionfinanzierung dargelegt. Dabei wird schwerpunktmäßig auf die geschichtliche Entwicklung der Finanzierungsformen sowie kurz auf die beteiligten Gruppen und deren Motive für eine Beteiligung eingegangen. Anschließend werden die Kosten und Einnahmepotenziale eines Fußballbundesligisten überblicksartig beschrieben. Im dritten Kapitel stellt die Arbeit das in der Praxis zurzeit sehr oft genutzte Public-Privat- Partnership-Modell (PPP-Modell) zur Finanzierung von Großprojekten näher vor. Dabei wird weniger auf die verschiedenen Finanzierungsformen, sondern vielmehr auf die kreativen Organisationsmodelle einer PPP-Lösung eingegangen. Im darauf folgenden Kapitel 4 wird als ein Beispiel einer innovativen Finanzierungsmöglichkeit die Asset Backed Securitization (ABS) vorge stellt. Nach einem theoretischen Überblick erfolgt eine Übertragung auf die Stadionfinanzierung, bevor nach Abwägung von Vor- und Nachteilen eine ABS-Finanzierung am Beispiel des FC Schalke 04 betrachtet wird. Im fünften Kapitel wird ein Praxisbeispiel für eine Stadionfinanzierung anhand der AWDArena in Hannover gegeben. Hierbei erfolgt eine Trennung in Organisations- und Finanzierungskonzept. In Kapitel 6 schließt die Arbeit mit einer Schlussbetrachtung und einem Ausblick.
2 Einführung in die Stadionfinanzierung
In diesem Abschnitt geht die Arbeit zunächst auf die sich im Wandel befindlichen Formen der Stadionfinanzierung ein, wobei auch die möglichen Beteiligten einer solchen Finanzierung und deren Motive kurz dargestellt werden. Anschließend wird die Einnahmen- und Ausgabensituation eines typischen Fußballbundesligisten überblicksartig dargestellt, um die besonderen Zusammenhänge einer Finanzie rung im Fußball deutlich zu machen.
2.1 Finanzierungsformen im Wandel
[...]
1 Vgl. Nord/LB (Hrsg.) (2001), S. 5.
2 Vgl. Roland Berger & Partner GmbH (1998), S. 7.
3 Vgl. Dietl, H. / Pauli, M. (2002), S. 240.
4 Vgl. Vornholz, G. (2002), S. 38-39.
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