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Scholary Paper (Seminar), 2003, 25 Pages
Author: Franziska Röser
Subject: Social Pedagogy / Social Work
Details
Institution/College: Neisse University Görlitz (Sozialarbeit/Sozialpädagogik)
Tags: Kommentierte, Textwiedergabe, Kinder, Grenzen, Jan-Uwe, Rogge, Seminar, Erziehungswissenschaft
Year: 2003
Pages: 25
Grade: 1
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-25070-2
File size: 173 KB
Eine kommentierte Textwiedergabe des Erziehungsratgebers "Kinder brauchen Grenzen" von dem Erziehungswissenschaftler Jan-Uwe Rogge. (Grenzsetzung in der Kindererziehung)
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Excerpt (computer-generated)
Kommentierte Textwiedergabe
Jan-Uwe Rogge „Kinder brauchen Grenzen“
Verfasser: Franziska Dormann
Gliederung
1. Einleitung
2. Die Notwendigkeit der Grenzziehung
2.1 Mut zum Grenzensetzen
2.2 Die Unsicherheit Erziehender bezüglich der Grenzen
2.3 Das kindliche Bedürfnis nach Grenzen
3. Einschränkung und Behinderung von Kindern durch zu enge Grenzen
3.1 Mögliche Fehler im Umgang mit Kindern und Grenzen
3.2 Folgen von zu einschränkender Grenzsetzung
3.3 Mitgefühl statt Mitleid
4. Die Grenzproblematik einiger Erziehungsstile
4.1 Zuckerbrot und Peitsche
4.2 Folgenloses Laissez-Faire
4.3 Verwöhnung ohne Grenzen
5. Grenzüberschreitungen
5.1 Das Spiel mit den Grenzen
5.2 Mögliche Motive der Grenzüberschreitung
5.3 Kindliche Strategien zur Grenzerweiterung
5.4 Kraftausdrücke und Entwürdigungen - Beispiele für Grenzüberschreitung
5.5 Erzieherische Maßnahmen bei Grenzüberschreitung
6. Die Kunst des Grenzensetzens
6.1 Schwierigkeiten beim Grenzensetzen
6.2 Der Versuch der Gefahrenabwendung durch Grenzen
6.3 Zeiten, Räume, Rituale
6.4 Generationsgrenzen
6.5 Das Grenzensetzen in der Fernseherziehung
6.6 Die Notwendigkeit von Konsequenz beim Grenzensetzen
7. Die Probleme der Erziehenden mit dem Grenzensetzen
7.1 Konsequenz und Härte
7.2 Der Umgang mit Erziehungsstreß
7.3 Expertenratschläge – Theorie oder Praxis ?
7.4 Der Umgang mit Ausnahmen
7.5 Körperliche Strafen als Mittel des Grenzensetzens
8. Die Grenzen der Erziehenden
8.1 Selbstlose Aufopferung im pädagogischen Handeln
8.2 Erzieherpersönlichkeit und erzieherische Aggression
9. Die wichtigsten Fakten zur Grenzziehung in der Zusammenfassung
10. Persönliche Stellungnahme
11. Angaben zur Literatur
1. Einleitung
In meiner Hausarbeit werde ich das Buch „Kinder brauchen Grenzen“ von Jan-Uwe Rogge bearbeiten. Ich habe mich für dieses Buch entschieden, weil ich bei einem früheren Praktikum mit Kindern die Erfahrung gemacht habe, dass der gegenseitige Respekt zwischen Kindern und Erziehern immer mehr abnimmt. Die Kinder scheinen nicht mehr zu wissen, wie weit sie gehen können und wo die Grenzen sind. Die Erzieher wissen sich dann oft nicht mehr zu helfen und reagieren unangemessen. Als ich die Zusammenfassung von „Kinder brauchen Grenzen“ gelesen habe, wurde mein Interesse geweckt, weil ich dachte, dass der Autor die von mir erwähnte Problematik vielleicht in seinem Buch erklärt und mögliche Lösungswege aufzeigt. Ich möchte noch darauf hinweisen, dass ich bei der Bearbeitung dieses Buches nicht auf die zahlreichen Fallbeispiele eingehen werde, sondern ich konzentriere mich auf die Kernaussagen jeden Kapitels.
2. Die Notwendigkeit der Grenzziehung
2.1 Mut zum Grenzensetzen
Bereits in seinem Vorwort erwähnt der Autor die große Notwendigkeit von Grenzen in der Erziehung, denn sie geben Eltern und Kindern gleichermaßen Sicherheit und Verlässlichkeit und man kann sich an ihnen orientieren. Wenn Kinder keine Grenzen gesetzt bekommen, dann haben sie keine Achtung und keinen Respekt vor der Erzieherperson, denn Grenzen bedeuten gegenseitige Anerkennung der Persönlichkeiten. Heute ist es allerdings oft so, dass Eltern und Erzieher die Kinder an der „langen Leine“ lassen, weil sie nur deren vermeintlich bestes wollen und Angst haben, die Kinder zu sehr einzuengen (S. 10). Dies geht aber meist auf Dauer nicht gut und die Folge ist unbeherrschtes erzieherisches Handeln. Laut dem Autor ist hierfür die Verunsicherung und Entmündigung der Erziehenden durch zahlreiche Tipps, Ratschläge und Vorschriften von angeblichen Erziehungsexperten mitverantwortlich (S.11). Dies ist nämlich der Grund für eine zunehmend rationale Erziehung, die kein Gefühl und keine Spontanität zulässt. Deshalb sollen Eltern ihre Verantwortung zurückbekommen, sie sollen selbständig handeln und zu ihren Entscheidungen stehen, auch wenn diese nicht immer fehlerfrei sind, denn es gibt ja immer noch die Möglichkeit sich zu entschuldigen und es beim nächsten Mal anders zu machen (S.11/12). Erziehung sollte nicht in Stress ausarten und unter dem Druck der Fehlerlosigkeit stehen. Probleme und Fehler gehören zur Erziehung dazu und sollten nicht zu verbissen gesehen werden, aber es gibt auch Ausnahmen, die auf keinen Fall zu rechtfertigen sind.
„Es gibt drei Formen von Verletzung in der Erziehung, deren Folgen lebenslang zu spüren, deren Verwundung und Narben bleiben: die ständige körperliche Misshandlung von Kindern, die seelische Erniedrigung durch Liebesentzug und fehlende emotionale Nähe sowie der sexuelle Missbrauch.“(S.12). Erziehung sollte immer ein Miteinander sein und hat nichts mit Perfektion zu tun. Grenzen ziehen, finden und verändern muss geübt und erprobt werden. Erfolg und Misslingen, Mut und Entmutigung, Selbstzweifel und Hoffnung gehören dazu (S.13). Der Weg sollte das Ziel sein, denn das Grenzensetzen ist ein nie endender Prozess.
2.2 Die Unsicherheit Erziehender bezüglich der Grenzen
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