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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2003, 14 Pages
Author: Caspar Borkowsky
Subject: Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
Details
Institution/College: Humboldt-University of Berlin (Institut für Sozialwissenschaften)
Tags: Verhaltenswissenschaftliche, Entscheidungstheorie, Eine, Diskussion, Bezug, Kategorien, Macht, Informalität, Mikropolitik, Machtprozesse, Organisationen
Year: 2003
Pages: 14
Grade: 1,7
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-25130-3
ISBN (Book): 978-3-638-80184-3
File size: 175 KB
Verhaltenswissenschaftliche Entscheidungstheorie, Simon, March, Informalität, Macht, Organisationstheorie
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Abstract
Diese Hausarbeit soll zunächst die wichtigsten Grundtheoreme der verhaltenswissenschaftlichen Entscheidungstheorie darlegen und sie in einem zweiten Schritt diskutieren. Die Diskussion wird der Frage nachgehen, inwiefern die Kategorie Macht in diesem speziellen organisationstheoretischen Ansatz einen Platz hat und welche Rolle Macht in Organisationen allgemein spielen könnte. Dabei geht es speziell um den Zusammenhang von Machtprozessen und Informalität und die Frage, inwiefern diese spezielle Rationalität des Informalen eventuell ein „notwendiges Übel“ für das gute Funktionieren einer Organisation ist. Die verhaltenswissenschaftliche Entscheidungstheorie gilt als eine der wichtigsten umfassenden Organisationstheorien und stützt sich maßgeblich auf die Arbeiten von Barnard, Simon und March.1 Historisch betrachtet bricht die verhaltenswissenschaftliche Entscheidungstheorie speziell mit dem Ansatz und der Doktrin der neoklassischen Theorie von Organisationen. In Frontstellung zu der in der Entsehungszeit der verhaltenswissenschaftlichen Entscheidungstheorie vorherrschenden Lehrmeinung der Neoklassik und ihrem Konzept des homo oeconomicus ist die verhaltenswissenschaftliche Organisationstheorie vor allem eine Entscheidungstheorie. Im Mittelpunkt ihrer Analyse(n) stehen demnach die Entscheidungsprozesse in Organisationen. Damit kann im Umkehrschluss auch festgestellt werden: Organisationen bestehen hauptsächlich aus Entscheidungen. Des weiteren wird davon ausgegangen, dass Entscheidungsprozesse die Resultate von menschlichem Handeln sind. Deshalb sind die zwei zentralen Fragestellungen in einer verhaltenswissenschaftlichen Entscheidungstheorie: 1. Wie fällen Individuen Entscheidungen? 2. Wie beeinflussen Organisationen das Entscheidungsverhalten von Individuen?
Excerpt (computer-generated)
Verhaltenswissenschaftliche Entscheidungstheorie
Eine Diskussion im Bezug auf die Kategorien Macht und Informalität
von: Caspar Borkowsky
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung, Grundthesen 02
2. Wichtigste Theoretiker: Barnard / Simon / March 04
3. Anreiz-Beitragsmodell der Motivation 05
3.1. Definition Organisation 05
3.2. Anreize in Organisationen 07
4. Begrenzte Rationalität und befriedigende Lösungen 07
4.1. Entscheidungsverhalten in Organisationen 08
4.2. Homo organisans 09
5. Diskussion 10
5.1. Macht in Organisationen 10
5.2. Informalität in Organisationen 11
5.3. Schluss 14
1. Einführung, Grundthesen
Diese Hausarbeit soll zunächst die wichtigsten Grundtheoreme der verhaltenswissenschaftlichen Entscheidungstheorie darlegen und sie in einem zweiten Schritt diskutieren. Die Diskussion wird der Frage nachgehen, inwiefern die Kategorie Macht in diesem speziellen organisationstheoretischen Ansatz einen Platz hat und welche Rolle Macht in Organisationen allgemein spielen könnte. Dabei geht es speziell um den Zusammenhang von Machtprozessen und Informalität und die Frage, inwiefern diese spezielle Rationalität des Informalen eventuell ein „notwendiges Übel“ für das gute Funktionieren einer Organisation ist.
Die verhaltenswissenschaftliche Entscheidungstheorie gilt als eine der wichtigsten umfassenden Organisationstheorien und stützt sich maßgeblich auf die Arbeiten von Barnard, Simon und March.1 Historisch betrachtet bricht die verhaltenswissenschaftliche Entscheidungstheorie speziell mit dem Ansatz und der Doktrin der neoklassischen Theorie von Organisationen. In Frontstellung zu der in der Entsehungszeit der verhaltenswissenschaftlichen Entscheidungstheorie vorherrschenden Lehrmeinung der Neoklassik und ihrem Konzept des homo oeconomicus ist die verhaltenswissenschaftliche Organisationstheorie vor allem eine Entscheidungstheorie. Im Mittelpunkt ihrer Analyse(n) stehen demnach die Entscheidungsprozesse in Organisationen. Damit kann im Umkehrschluss auch festgestellt werden: Organisationen bestehen hauptsächlich aus Entscheidungen. Des weiteren wird davon ausgegangen, dass Entscheidungsprozesse die Resultate von menschlichem Handeln sind. Deshalb sind die zwei zentralen Fragestellungen in einer verhaltenswissenschaftlichen Entscheidungstheorie:
1. Wie fällen Individuen Entscheidungen?
2. Wie beeinflussen Organisationen das Entscheidungsverhalten von Individuen?
[...]
1 Vgl. Bogumil/Schmid, S. 33.
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