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Das Determinativkompositum

Hausarbeit, 2003, 13 Seiten
Autor: Carsten Knobloch
Fach: Sprachwiss. / Sprachforschung (fachübergreifend)

Details

Veranstaltung: Wortbildung und Morphologie
Institution/Hochschule: Freie Universität Berlin (Institut für Deutsche Philologie)
Tags: Determinativkompositum, Wortbildung, Morphologie
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2003
Seiten: 13
Note: 1
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V21550
ISBN (E-Book): 978-3-638-25137-2

Dateigröße: 197 KB
Anmerkungen :
Die Arbeit bietet zum einen eine Einführung in verschiedene Arten der Wortbildung (Derivation, Komposition, etc.), zum anderen liegt ihr ausführlicher Schwerpunkt auf Determinativkomposita: Welche Bildungen gibt es? Welche Strukturen kann man feststellen? Aus welchen Gliedern bestehen sie? Welche Tendenzen kann man daraus ableiten?



Textauszug (computergeneriert)

Das Determinativkompositum

 

 

von: Carsten Knobloch

Inhalt

1. Einleitung: Wortbildung 3

2. Das Determinativkompositum und seine Struktur 4

2.1 Begriffsdefinition
2.2 Determinans 5
2.3 Determinatum

3. Glieder der Determinativkomposita 5

3.1 Zweigliedrige Determinativkomposita
3.2 Dreigliedrige Determinativkomposita 6
3.3 Vielgliedrige Determinativkomposita

4. Determinativkomposita mit substantivischem Grundwort 6

4.1 Determinativkomposita des Typs „Substantiv + Substantiv“

4.1.1 „Substantiv + Substantiv“ - Komposita ohne Fugenelemente 7
4.1.2 „Substantiv + Substantiv“ - Komposita mit Fugenelementen
4.1.3 Beziehung zwischen Determinans und Determinatum beim Substantivkompositum
4.1.4 Bewertung der „Substantiv + Substantiv“ – Konstruktionen

4.2 Determinativkomposita des Typs „Verb + Substantiv“ 9

4.2.1 „Verb + Substantiv“ – Konstruktionen ohne Fugenelement
4.2.2 „Verb + Substantiv“ – Konstruktionen mit Fugenelement
4.2.3 Beziehung zwischen Determinans und Determinatum beim „Verb + Substantiv“ – Kompositum
4.2.4 Bewertung der „Verb + Substantiv“ – Konstruktionen

4.3. „Adjektiv + Substantiv“ – Konstruktionen 10

5. Determinativkomposita mit adjektivischem Grundwort 10

6. Possessivkomposita als Sonderform des Determinativkompositums 11

7. Schlussbetrachtung 11

Literaturverzeichnis 12

Internetadressen 12

 

 

 

 


1. Einleitung: Wortbildung

Es ist schwierig, wenn nicht gar unmöglich, zu bestimmen, wie viele Wörter die deutsche Gegenwartssprache umfasst. Der Duden beziffert schätzungsweise „dreihundert- bis vierhunderttausend Wörter[n]" 1 , während die Wahrig - Grammatik zur deutschen Sprache von ungefähr „400 000 bis 500 000 W ö rter[n]" 2 ausgeht. Bereits diese Differenz, die immerhin einen Spielraum von 200 000 Wörtern offen lässt, zeigt, dass der Wortschatz der deutschen Sprache kaum zahlenmäßig zu definieren ist. Zu diesem allgemeinsprachlichen Wortschatz könnte man noch fast ebenso viele Wörter der Fachsprachen (Jura, Medizin, Ingenieurswesen, etc.) hinzu zählen, so dass man eine Zahl vermuten könnte, die nicht mehr weit von der Million entfernt wäre. 3 Die Problematik, einen vollständigen Wortschatz der deutschen Sprache zu definieren, wird dadurch verstärkt, dass Sprache kein statisches Gebilde ist. Die Sprachgemeinschaft muss ihren Wortschatz ständig an neue Ausdrucksbedürfnisse und geänderte Lebensumstände anpassen. Hier kann man zwei Vorgänge unterscheiden:

1. Wörter können außer Gebrauch geraten. Bezeichnungen für Dinge und Gegenstände zum Beispiel, die nicht mehr Bestandteil des Alltagsleben sind, können mit der Zeit auch aus der Alltagssprache verschwinden oder aus der Mode geraten. Dieser Vor gang geschieht nicht plötzlich, sondern oft fast unbemerkt. Seitdem der „Rechenschieber" vom „Taschenrechner" auf dem Schreibtisch verdrängt wurde, ereilt ihn das gleiche Schicksal auch im deutschen Sprachgebrauch.

2. Der Vorgang, den man im Allgemeinen weniger schleichend beobachten kann, ist sicherlich die Erweiterung des Wortschatzes: Benennung neuer Gegenstände, sprachliche Ökonomie oder Wunsch nach Ausdrucksvariation sind einige der Motive aus denen neue Wörter entstehen. 4 Neben Neuschöpfungen und Lehn- bzw. Fremdwörtern (z.B. „chic" als Fremdwort und „schick" als Lehnwort) ist der Komplex der Wortbildung der wohl wichtigste Bereich, der neue Wörter bildet. Bei der Wortbildung entstehen neue Wörter aus bereits vorhandenen Morphemen und Wörtern .Es gibt mehrere Möglichkeiten, aus bestehendem Morphem - und Wortmaterial neue Wörter zu kreieren:

- semantische Umwertung : Der Nachname „Knigge" wird „(der) Knigge" als Ratgeber für gute Manieren. - syntaktische Umwertung: aus dem Adjektiv „tief" wird „(das) Tief" als Bezeichnung für ein Luftdruckgebilde. - Ausdruckserweiterung: Morpheme und Lexeme werden miteinander zu komplexeren Wörtern kombiniert. Dies geschieht durch Derivation und Komposition. Bei der Derivation (Ableitung) verbindet sich ein Affix mit einem vorhandenen Wort (explizite Ableitung) oder das vorhandene Wort selbst ändert seinen Wortstamm (implizite Ableitung). Beispiel: „Freund" wird durch das Affix „lich“ zu „freundlich" Im Vergleich zum Verb „fließen" ändert sich beim Nomen „Floß" der Wortstamm. Das Kompositum (Zusammensetzung; vgl. zur näheren Definition 1.3) verbindet zwei vorhandene Lexeme miteinander. Auch hier können beliebig viele Ableitungsaffixe bzw. Fugenelemente beteiligt sein. Beispiel: Computertisch, Küchentisch Die beiden wichtigsten Kompositionsarten sind Kopulativ- und Determinativkomposita. Kopulativkomposita wie „schwarz–rot-gold" und „Hosenrock" setz en sich aus gleichberechtigten Bestandteilen gleicher Wortklassen zusammen, deren Reihenfolge im Prinzip veränderlich wäre. Auch „rot-gold-schwarz" und „Rockhose" wären somit denkbar, sind aber unüblich, da sie sich als Konvention in den allgemeinen Wortschatz eingebürgert haben.

Das Determinativkompositum, das im Folgenden als Thema dieser Hausarbeit ausführlich behandelt wird, besteht im Gegensatz zum Kopulativkompositum nicht aus gleichrangigen Komponenten, sondern aus einem in der Regel vorn stehenden Bestimmungswort, welches die Bedeutung des hinten stehenden Grundwortes einschränkt bzw. spezifiziert. Die „Autotür" kann nicht ohne Sinnverlust zu „Türauto" umgestellt werden. Die „Tür" stellt das Grundwort dar , während „Auto" das Bestimmungswort ist, welches das Grundwort näher spezifiziert. Denkbar wäre neben „Autotür" auch andere Arten von Türen: Haustür, Zimmertür, etc. Die Komponenten des Determinativkompositums müssen nicht der gleichen Wortklasse angehören. Im Folgenden möchte ich näher beleuchten, welche Arten von Determinativkomposita existieren, wie sie strukturiert sind, was ihre Charakteristika und Bestandteile sind und letztlich, welche Bedeutung sie für die deutsche Sprache haben.

2. Das Determinativkompositum und seine Struktur

[...]


Kommentare

Sylvia Baumann
03.08.2004 08:57:59
Zur Arbeit
Sehr aufschlussreich!
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