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Progressive Muskelentspannung nach Jacobson

Termpaper, 2003, 29 Pages
Author: Simone Weinert
Subject: Psychology - Consulting, Therapy

Details

Category: Termpaper
Year: 2003
Pages: 29
Grade: 1,7
Language: German
Archive No.: V21573
ISBN (E-book): 978-3-638-25156-3

File size: 238 KB


Excerpt (computer-generated)

Progressive Muskelentspannung nach Jacobson



von: Simone Weinert

Inhalt

1 EINLEITUNG 4

2 ENTSTEHUNG 4

3 AUSWIRKUNGEN 7

4 VORAUSSETZUNGEN 11

5 GRUNDPOSITIONEN 12

6 DAS TRAINING 13

7 ZUSAMMENFASSUNG 17

8 LITERATURVERZEICHNIS 18

9 ANHANG 20








1 Einleitung

Wenn der Alltag von Terminen, Hektik und Hetze bestimmt wird, dann geht die Balance zwischen Anspannung und Entspannung leicht einmal verloren. Bemerkbar macht sich das dann zum Beispiel in Kopfschmerzen, Muskelschmerzen oder Schlafstörungen. Somit wird Entspannung ein immer wichtiger werdendes Thema in der heutigen Gesellschaft, die von Stress und körperlichen Problemen geplagt ist. Viele Menschen suchen Entspannung, da sie sich der täglichen Welt sonst nicht gewachsen fühlen. Eine Möglichkeit diese gewünschte Entspannung zu erhalten ist die Progressive Muskelentspannung nach Edmund Jacobson. Das Erlernen dieser Entspannungsmethode gibt die Möglichkeit zur Stressregulation. Bewusst werden Phasen eines intensiven Ruhegefühls eingeschaltet und damit das Wohlbefinden für Körper und Seele gesteigert.

2 Entstehung

Progressive Muskelentspannung, auch Progressive Muskelrelaxation (kurz PMR) genannt, wurde 1908 vom amerikanischen Arzt und Physiologen Edmund Jacobson entwickelt. Anfang des 20. Jahrhunderts beschäftigte er sich intensiv mit der Funktionsweise der Muskulatur und entdeckte das die Anspannung der Muskulatur zumeist mit Unruhe, Angst und psychischer Spannung verbunden ist - dass bei Spannungsgefühl (Angst) eine Muskelkontraktion (Muskelanspannung) beteiligt ist und dass diese Angst aufgehoben werden kann, wenn die muskuläre Spannung beseitigt wird. Auf der Grundlage der Wechselwirkungen zwischen psychischer Befindlichkeiten und muskulärer Spannung bzw. Entspannung erstellte Jacobson ein Training, welches die kontrastreiche Wahrnehmung zwischen An- und Entspannung nutzt, um sie zum Abbau von Spannung zu verwenden. Jacobson fasst Entspannung dabei nicht wie der Volksmund auf, das man sich durch Sport treiben, lesen oder ähnliche weitgehend "entspannende" Tätigkeiten wohler fühlt. Für ihn ist Entspannung das Aussetzen von Muskelkontraktionen (Jacobson, 1993, S. 32). Ein angespannter Mensch verausgabt sich zu sehr. Dadurch das er/sie sich übermäßig anstrengt werden die eigenen Kräfte keineswegs geschont, sondern schonungslos allesamt eingesetzt. Zwar werden die persönlichen Ziele so erreicht, der Preis dafür ist aber ziemlich hoch. Den jede Art der Anstrengung ist, wie bereits erwähnt, mit Muskelkontraktionen verbunden. Egal was man tut, Bewegung geht immer mit der Kontraktion und darauffolgenden Entspannung der 1030 Skelettmuskeln einher, die nahezu die Hälfte unseres gesamten Körpergewichts ausmachen. Natürlich ist mit jeder Kontraktion dieser Muskeln auch ein Energieverbrauch verbunden. Beim Denken und Handeln wird in unseren Muskeln, Nerven und Gehirnzellen Adenosintriphosphat (kurz ATP) verbrannt. Und wie bei Autos das Benzin, so ist ATP im menschlichen Körper natürlich nicht unbegrenzt vorhanden. Das Hauptproblem dieses Stoffes ist dabei das die meisten Menschen, wie bereits erwähnt, ihre Ressourcen nicht richtig einteilen. So sind sich beispielsweise Geschäftsleute natürlich darüber im klaren, das man um Erfolg zu haben, seine Ausgaben so niedrig wie möglich halten muss. Wird dieser allgemein bekannte Grundsatz nicht beachtet, ist das Scheitern von Projekten und Geschäftsideen vorprogrammiert. Dieselben Geschäftsleute wissen aber nicht, das sie auch mit ihren persönlichen Energien sparsam umgehen müssen, um erfolgreich zu sein. Sie verbrauchen ihr ATP, als seien die Reserven unendlich. So ist es keine Seltenheit, das Topmanager irgendwann an die eigenen Grenzen stoßen und resignieren müssen. Laut Jacobson ist es also demzufolge nicht verwunderlich das rund 40 Prozent aller leitenden Angestellten in Großunternehmen an geschädigten Gefäßsystemen leiden, die meist einen frühzeitigen Tod mit sich bringen (Jacobson, 1993, S. 28 - 30). Wie es im Geschäftsleben heißt, müssen die Ausgaben unter Kontrolle gehalten werden, um erfolgreich zu sein. Diese Aussage ist für viele eine Selbstverständlichkeit. Warum ist es aber bei den persönlichen Energieeinsätzen nicht so? Der gesunde Menschenverstand sollte uns eigentlich sagen, dass die persönlichen Energiereserven das wichtigste Kapital des Menschen sind, und das diese sorgsam bewahrt und eingesetzt werden müssen. Da aber der gesunde Menschenverstand eher im Geschäfts- als im Alltagsleben eingesetzt wird, ist es vielen nicht bewusst was sie ihrem eigenen Körper antun.

[...]


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