Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Aggression und Gewalt - Eine Untersuchung auf vier Erklärungsebenen close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Aggression und Gewalt - Eine Untersuchung auf vier Erklärungsebenen

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2002, 42 Pages
Author: Mag. Marc Hollenstein
Subject: Psychology - Social Psychology

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2002
Pages: 42
Grade: sehr gut
Language: German
Archive No.: V21596
ISBN (E-book): 978-3-638-25173-0
ISBN (Book): 978-3-638-64716-8
File size: 762 KB
Notes :
Arbeit im Querformat.


Abstract

Heutzutage sind wir nahezu immer und überall mit Gewalt und Aggression konfrontiert. Es fängt im Fernsehen an, zieht sich in der Schule oder am Arbeitsplatz fort und endet in der Familie. Ein besonders erschütterndes Beispiel für Gewaltausübung war der Terror der Nazis in Konzentrationslagern. Aus psychologischer Sicht haben dazu eine Reihe von Faktoren beigetragen. Unter anderem fehlten beispielsweise die üblichen externen negativen Sanktionen für Gewaltausübung; Brutalität wurde sogar vom System noch besonders anerkannt. Auch fehlten die internen moralischen Standards – Selbstbewertungsprozesse sind durch kognitive Umstrukturierungen neutralisiert worden (Bandura, 1983, 1991). Eine weitere wesentliche Rolle in diesem Zusammenhang spielten euphemistische Begriffe, mit denen das Ausmaß an Gewalt vernebelt wurde (Bsp.: „Kristallnacht“, „Ethnische Säuberung“). Auch wurde das Gefühl der eigenen Verantwortlichkeit für sein Handeln vermindert, indem die Verantwortung auf Autoritäten verschoben wurde. Doch abgesehen von diesem schrecklichen geschichtlichen Ereignis finden wir Gewalt und Aggression – wie schon vorhin erwähnt – auch alltäglich in unserem gesellschaftlichen Umfeld. So wird zum Beispiel die Gewalt in Familien (insbesondere die Gewalt gegen Frauen und Kinder) häufig unterschätzt. Ein Grund dafür liegt im privaten Charakter solcher aggressiven Handlungen, der den Einsatz von exteren Sanktionen schwierig macht. Auch die traditionellen Rollenbilder fügen ihren Teil dazu, indem sie dem Manne („dem Hausherr“) nahezu unbegrenzte Machtausübung ermöglichen. Aus diesen beiden Beispielen kann man schon die unterschiedlichen Ausdrucksformen von Gewalt und Aggression erahnen. Willem Doise (1986) spricht deshalb von vier Erklärungsebenen, die bei der Erklärung menschlichen Verhaltens auseinandergehalten werden sollten: 1) Intraindividuelle Erklärungen 2) Interpersonale Erklärungen 3) Intergruppale Ebene 4) Ideologische Ebene Die folgenden Theorien und Modelle lassen sich den vier Erklärungsebenen zuordnen. Aggression und Gewalt sind jedoch in der Regel nicht auf einen einzelnen Erklärungsfaktor zurückzuführen, fast immer kommt es zum Zusammenwirken von Ursachen, die auf unterschiedlichen Erklärungsebenen anzusiedeln sind.


Excerpt (computer-generated)

Aggression und Gewalt

Seminar für Fachliteratur: 604214UE, ID 2101, SS`02

eine Arbeit von: Marc Hollenstein

 

- Phänomene, Ursachen und Interventionen [Bierhoff, Hans Werner]
- Studie 1: Der Einfluss von willkürlicher Provokation und unspezifischer Aktivierung auf aggressives Verhalten [Bornewasser, Manfred]
- Studie 2: The Facilitation of Aggression by Aggression: Evidence Against the Catharsis Hypothesis [Geen Russell G., Stonner David, and Shope Gary L.]

 

 

Übersicht

Seite/Überschrift

1 Phänomene, Ursachen und Interventionen [Bierhoff, Hans Werner]

1 Einführung
2 Definitionen
3 Theorien und Erklärungsansätze
3 Frustrations-Aggressions-Hypothese
4 Aggressive Hinweisreize und andere Randbedingungen
4 Katharsis
4 Die soziale Lerntheorie und Aggressionslernen bei Kindern
5 Erregungstransfer und Attribution
6 Ein Prozessmodell der Aggression
6 Aggression als Ausdruck von Machtausübung durch Zwang
6 Aggression in und zwischen Gruppen
7 Zusammenfassung

8 Studie 1: Der Einfluss von willkürlicher Provokation und unspezifischer Aktivierung auf aggressives Verhalten [Bornewasser, Manfred]

8 Theorie
9 Methoden
11 Ergebnisse
14 Diskussion

15 Studie 2: The Facilitation of Aggression by Aggression: Evidence Against the Catharsis Hypothesis [Geen Russell G., Stonner David, and Shope Gary L.]

15 Theorie
15 Methoden
17 Ergebnisse
19 Diskussion

20 Quellen

 

Kapitel 1 - Aggression: Definition, Theorie und Themen
(Hans W. Bierhoff und Ulrich Wagner)

Einführung

Heutzutage sind wir nahezu immer und überall mit Gewalt und Aggression konfrontiert. Es fängt im Fernsehen an, zieht sich in der Schule oder am Arbeitsplatz fort und endet in der Familie. Ein besonders erschütterndes Beispiel für Gewaltausübung war der Terror der Nazis in Konzentrationslagern. Aus psychologischer Sicht haben dazu eine Reihe von Faktoren beigetragen. Unter anderem fehlten beispielsweise die üblichen externen negativen Sanktionen für Gewaltausübung; Brutalität wurde sogar vom System noch besonders anerkannt. Auch fehlten die internen moralischen Standards - Selbstbewertungsprozesse sind durch kognitive Umstrukturierungen neutralisiert worden (Bandura, 1983, 1991). Eine weitere wesentliche Rolle in diesem Zusammenhang spielten euphemistische Begriffe, mit denen das Ausmaß an Gewalt vernebelt wurde (Bsp.: "Kristallnacht", "Ethnische Säuberung"). Auch wurde das Gefühl der eigenen Verantwortlichkeit für sein Handeln vermindert, indem die Verantwortung auf Autoritäten verschoben wurde.

Doch abgesehen von diesem schrecklichen geschichtlichen Ereignis finden wir Gewalt und Aggression - wie schon vorhin erwähnt - auch alltäglich in unserem gesellschaftlichen Umfeld. So wird zum Beispiel die Gewalt in Familien (insbesondere die Gewalt gegen Frauen und Kinder) häufig unterschätzt. Ein Grund dafür liegt im privaten Charakter solcher aggressiven Handlungen, der den Einsatz von exteren Sanktionen schwierig macht. Auch die traditionellen Rollenbilder fügen ihren Teil dazu, indem sie dem Manne ("dem Hausherr") nahezu unbegrenzte Machtausübung ermöglichen.

[...]


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:


This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/21596/aggression-und-gewalt-eine-untersuchung-auf-vier-erklaerungsebenen
please wait Please wait