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Termpaper, 2003, 32 Pages
Author: Janine Hieke
Subject: Pedagogy - Pedagogic Psychology
Details
Tags: Schizophrenie, Erkennen, Verstehen
Year: 2003
Pages: 32
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 14 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-25213-3
File size: 244 KB
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Excerpt (computer-generated)
Schizophrenie - Erkennen und Verstehen
von: Janine Hieke
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
1.1 Historische Entwicklung 1
1.2 Stigmatisierung 3
2. Symptome der Schizophrenien 4
2.1 Verschiedene Symptomgruppierungen 5
2.2 Ausführliche Darstellung der Symptome 7
3. Unterformen der Schizophrenien 14
4. Verlauf 17
5. Allgemeines zur Diagnostik 18
6. Ätiologie 20
7. Therapiemöglichkeiten 22
7.1 Psychopharmaka 22
7.2 Psychotherapie 25
7.3 Soziotherapie 27
7.4 Psychoedukation 28
8. Fazit 29
9. Literaturnachweis 30
1 Einleitung
Das Wort Schizophrenie ist auch heute noch mit vielen Vorurteilen besetzt und kaum jemand weiß, was sich wirklich hinter dieser Krankheit verbirgt. Zum Praxisfeld der Sozialarbeit/Sozialpädagogik gehört auch die Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen. Deshalb ist es so wichtig, mehr über diese Krankheit zu erfahren. Wie und wann lässt sich sagen, ob ein Mensch an Schizophrenie erkrankt ist und an welchen Symptomen die Krankheit zu erkennen ist? Das Hauptaugenmerk lege ich deshalb auf die Symptome, um überhaupt den Krankheitsinhalt zu verstehen.
1.1. Historische Entwicklung
In der Umgangssprache wird das Wort „schizophren“ benutzt, welches das „gespalten“ sein, zum Ausdruck bringt, wenn gleichzeitig zwei Dinge nebeneinander ablaufen, die nicht zusammen passen und sich widersprechen. Ableiten lässt sich der Begriff „Schizophrenie“ aus dem Griechischen. „Skhizo“ heißt spalten und „phren“ bedeutet „Verstand oder Gemüt“. Zusammenfassend bedeutet dies „Seelenspaltung“.1 Die Erkrankung hat eine lange historische Wandlung durchgemacht. In antiken Texten wurden keine soliden Belege gefunden, die die Schizophrenie beschreiben und auch in späteren Dokumenten etwa im 16. oder 17. Jahrhundert wurden keine deutlichen klinischen Beschreibungen gefunden. Die ersten angemessenen klinischen Beschreibungen, der uns heute bekannten Schizophrenie wurden unabhängig voneinander in Frankreich und England 1809 von John Haslam (Londoner Direktor des Bethlem Hospital) und von Philippe Pinel beschrieben. Beide irrten sich zwar noch in einigen Punkten, aber sie sprechen viele Symptome an, die später ausführlich dokumentiert wurden. Bis 1852 wurden viele Begriffe für die Erkrankung gefunden. Benedict Morel (Chefarzt einer französischen Anstalt) benannte ihn auf lateinisch „dementia praecox“. Übersetzt heißt dies: „frühzeitiger Abbau der geistigen Fähigkeiten oder Verlust des Verstandes." Auch Emil Kraeplin (deutscher klinischer Psychiater) benutzte die Bezeichnung für die Erkrankung weiter.2 Kraeplin wollte ausdrücken, dass die Erkrankung einen ungünstigen Verlauf nimmt. Aus heutiger Sicht ist dies nicht richtig. Schizophrene Psychosen können günstig verlaufen; sie können ausheilen und bewirken keinen frühzeitigen Abbau oder Verlust des Verstandes, auch nicht den Abbau oder Verlust der Intelligenz.3 Nach Manfred Bleuler (1975) sind Schizophrenien Psychosen, die nicht in jedem Stadium zu finden sind, da im Schizophrenen immer auch das Gesunde erhalten bleibt. Das Gesunde ist zwar nicht in jedem Stadium nachweisbar, jedoch ist es nicht aufgelöst, sondern nur versteckt.4 1896 fasste Emil Kraeplin, die bis dahin unabhängig geltenden, Krankheiten als „Dementia praecox“ zusammen und klassifizierte die Krankheit später in verschiedene Unterformen (paranoid, hebephren, kataton, später kam die Dementia simplex hinzu), die auch heute noch Bestand haben in der Psychophatologie.
Der Schweizer Arzt und Forscher Eugen Bleuler führte 1911 den Begriff der Schizophrenie in die Psychiatrie ein, um den fälschlichen Eindruck der „Verblödung“, Ableitung der Dementia praecox, zu revidieren. Wegen der unterschiedlichen Verläufe und der Unterformen wählte Heinz Katsching 1989 in seiner Monographie die Überschrift „Gruppe der Schizophrenien“, allerdings konnte dadurch nicht verhindert werden, dass man bis heute zur Vereinfachung die Erkrankung „Schizophrenie“ nennt. Die Bezeichnung ist heute korrekterweise die „Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis“, verkürzt „schizophrene Psychosen“ 5 Als Nebenwirkung der Namenserfindung Bleulers, finden wir heute oft die fälschliche Meinung von Menschen, Schizophrene hätten eine gespaltene oder multiple Persönlichkeit. Die schizophrene Psychose macht verwirrt, schafft jedoch keine neue Person. Es wäre besser gewesen, einen völlig neuen neutralen Begriff zu erschaffen, um solchen Verwirrungen aus dem Wege zu gehen. So schlägt ein Historiker den Namen das Pinel/Haslam-Syndrom vor. Bis heute hat kein neutraler Begriff in die Psychiatrie Einzug gefunden, obwohl es sehr ratsam wäre.6
1.2. Stigmatisierung
[...]
1 Vgl. Hell, D./ Gestefeld, M.: Schizophrenien. Berlin u.a. 1988, S.3
2 Vgl. Gottesmann, Irving. I.: Schizophrenie. 1993, S.6 ff
3 Vgl. Finzen, Asmus: Schizophrenie. Bonn 2001, S.21
4 Vgl. Ebenda, S.30
5 Vgl. Ebenda, S. 20 ff
6 Vgl. Gottesmann, Irving I.: Schizophrenie. o.O.1993, S.10
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