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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2002, 17 Pages
Author: Arthur Benisch
Subject: Geography / Earth Science -Cartography
Details
Institution/College: University of Heidelberg (Geographisches Institut)
Tags: Karteninterpretation, Blatt, L7934, München, Hauptseminar, Kartenintrepretation
Year: 2002
Pages: 17
Grade: 2
Bibliography: ~ 7 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-11324-3
ISBN (Book): 978-3-638-77700-1
File size: 880 KB
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Abstract
Aufgabenstellung Die topographische Karte L7934 München soll interpretiert und bearbeitet werden, wobei die Bearbeitung dieses Kartenblattes die Gliederung der jeweiligen Spezifika erfordert. Ausgehend von der Prägung durch Eis (Landschaftsformen, Bodenverhältnisse) ist auf die sich daraus ergebenden Besiedlung, Waldverteilung und Verkehrsentwicklung (Verlauf der Hauptverkehrswege) einzugehen und abschließend das Wachstum der Großstadt München und deren Ausstrahlungen ins Umland (gegenwärtige Struktur und Dynamik) darzustellen.
Excerpt (computer-generated)
Universität Heidelberg
Geographisches Institut
Hauptseminar: Karteninterpretation
WS 2001/2002
Hauptseminar:
Karteninterpretation
Blatt L7934 München
Referent:
Arthur Benisch
1. Aufgabenstellung 2
2. Einordnung des Kartenblattes 2
3. Allgemeine Blattbeschreibung 3
4. Physischgeographischer Überblick 3
4.1 Geologie 4
4.2 Hydrologie 5
4.3 Böden 6
4.4 Klima und Vegetation 6
4.5 Forstwirtschaft 7
5. Anthropogeographischer Überblick 7
5.1 Siedlungsgenese 7
5.2 Ortsnamen 8
5.3 Siedlungsformen 10
5.4 München (historischer Überblick) 10
5.4.1 Historische Gliederung (siehe Anhang 1) 11
5.4.2 Funktionelle Gliederung 12
5.5 Verkehrsnetz 15
5.6 Siedlungsentwicklung 15
5.7 Naherholung und Fremdenverkehr 16
6. Quellen und weiterführende Literatur 17
1. Aufgabenstellung
Die topographische Karte L7934 München soll interpretiert und bearbeitet werden, wobei die Bearbeitung dieses Kartenblattes die Gliederung der jeweiligen Spezifika erfordert. Ausgehend von der Prägung durch Eis (Landschaftsformen, Bodenverhältnisse) ist auf die sich daraus ergebenden Besiedlung, Waldverteilung und Verkehrsentwicklung (Verlauf der Hauptverkehrswege) einzugehen und abschließend das Wachstum der Großstadt München und deren Ausstrahlungen ins Umland (gegenwärtige Struktur und Dynamik) darzustellen.
2. Einordnung des Kartenblattes
Kartenblatt:
L 7934 München, Topographische Karte
Maßstab:
1: 50 000
Benutzte Ausgaben:
1972, 1996
Herausgeber:
Bayerisches Landesvermessungsamt München
Höhendarstellung:
Isohypsen mit Äquidistanz 10m,100m dicker (teilw. 5m als gestrichelte Hilfslinie).
Auf der Karte von 1972 wird zu besseren Geländedarstellung Schummerung verwendet.
Gauß-Krüger-Koordinaten:
Rechtswert 4450900 bis 4475400
Hochwert 5318200 bis 5340600
Gradnetz:
Zwischen 11° 20` und 11° 40` östlicher Länge sowie zwischen 48° 00` und 48° 12` nördlicher Breite
Legende:
enthält die üblichen Zeichenerklärungen sowie eine Skizze der administrativen Gliederung.
Geographische Einordnung:
Lage:
Mittlere Breiten
Süddeutschland
Bayern
Bayerisches Voralpenland
Administrative Einordnung:
Nahezu ausschließlich Flächen des Stadtkreises und des Landkreises München und nur in geringem Maße Teile der Landkreise Fürstenfeldbruck (im Nordwesten), Starnberg (im Südwesten) und Wolfratshausen (im Süden) umfasst.
In der 7. Auflage von 1996 ist der Landkreis Wolfratshausen (Landkreisgrenzen) nicht mehr auf dem Kartenblatt zu sehen.
3. Allgemeine Blattbeschreibung
Das Gebiet liegt in den mittleren Breiten in Süddeutschland und gehört landschaftlich zum Alpenvorland.
Die Stadt München nimmt den kompletten nordöstlichen Quadranten des Kartenblattes ein, wobei die Vorstadt und weitere Siedlungen des Stadtkreises München sich in südliche und westliche Richtung strahlenartig auf dem Kartenblatt ausbreiten. Vom Süden in die nordöstliche Ecke wird das Kartenblatt durch den Fluss Isar zerschnitten. Fast parallel, etwas westlich, verläuft ein weiterer größerer Fluss, die Würm. Der südwestliche Quadrant wird von dem Forstenrieder Park und dem Kreuzlinger Forst beherrscht. Im Südosten (östlich der Isar) als weitere größere Grünfläche befinden sich der Perlacher Forst, der Grünwalder Forst und Deisenhofener Forst. Die Altstadt lässt sich mit dem unregelmäßigen Kern sehr gut erkennen. Ein gut entwickeltes Verkehrsnetz aus mehreren Autobahnen und Bundesstrassen ist gut auf dem Kartenblatt zu erkennen.
4. Physischgeographischer Überblick
Die Münchener Schotterebene ist ein Naturraum aus dem glazialen Formenschatz und erstreckt sich von München bis an den Starnberger See. Er zeichnet sich dadurch aus, dass es kaum Reliefunterschiede gibt. Vor allem die Würmeiszeit war am Entstehen der ca. 2.000 km2 großen Münchener Schotterebene beteiligt.
Die Münchener Schotterebene wird auch als Schiefe Ebene von München bezeichnet, da der Schotter nach Norden mit einem Gefälle von 6-12 % einfällt. Der Schotter dacht ab. Im Bereich, wo sich der Schotter mit der Oberfläche schneidet, tritt das Wasser in Form von Quellen aus, und Moosgebiete sind die Folge.
Die Münchener Schotterebene stellt heute einen der wichtigsten Grundwasserspeicher im süddeutschen Raum dar. Der Schotter kann das Wasser einerseits speichern, anderseits aber auch filtern - wichtige Aspekte für Quantität und Qualität bei der Wasserversorgung. Die Münchener Schotterebene gehört zum Klimabezirk des oberbayerischen Alpenvorlandes. Das beinhaltet relativ hohe Niederschlagsmengen von 1100 bis 1200 mm/Jahr. Je näher man an den Alpenrand kommt, desto höher ist das Jahresmittel der Niederschläge. Das Gebiet des Kartenblattes ist weitgehend anthropogen gestaltet und geprägt.
Einzige Landschaftstypen, die sich auf dem Kartenblatt südwestlich von München (um Gauting) verzahnen, sind:
- Die Münchener Schotterebene mit dem Kreuzlinger Forst und dem Forst Kasten;
- Das Altmoränengebiet der Rißeiszeit um Ober- und Unterbrunn und des Königswieser Forstes sowie die Gebiete südlich Buchendorfs
- Die Endmoränenlandschaft der Würmeiszeit von Mühltal / Leutstetten / Schwaige mit den südlich anschließenden Gletscherbecken des Starnberger Sees.
- Niederterrassenflächen als Landschaftsform vom Eiszeittal der Würm und der Isar.
[...]
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